52. Jahrgang Nr. 3 / Juni 2022
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1. Das Pfingstfest
2. Das Pfingstfest heute
3. Psalm für einen Sonnenstrahl
4. Der bösen Macht auf der Spur
5. Abbas Agathon...
6. Glasgow - statt Rettung der Welt, weiter in die Öko-Diktatur
7. Häutungen
8. Der Kölner Muezzinruf und der „Sieg über die Ungläubigen“
9. Zum 80. Geburtstag von Dr. Eberhard Heller
10. „Jetzt und in der Stunde unseres Todes“
11. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
12. Mitteilungen der Redaktion
Zum 80. Geburtstag von Dr. Eberhard Heller
 
Zum 80. Geburtstag von Dr. Eberhard Heller

von
Magdalena S. Gmehling

In einer Zeit der nahezu kompletten Informationserfassung durch Digitalisierung, gelingt es Dr. Eberhard Heller seit Jahrzehnten, eine Printversion der Zeitschrift EINSICHT vierteljährlich erscheinen zu lassen. Dies soll anlässlich seines 80. Geburtstages hier besonders gewürdigt werden. Selbstverständlich sind die Hefte mittlerweile auch im Internet einsehbar.

Der Herausgeber wurde am 7. Juni 1942 in Nümbrecht geboren. Er wuchs mit vier Brüdern auf, absolvierte 1961 die Rabanus-Maurus Schule in Fulda und leistete nach dem Abitur einen freiwilligen dreijährigen Militärdienst. Nach dem Studium der Philosophie, Archäologie, Kunstgeschichte und Soziologie an der Maximilians-Universität in München, promovierte er zum Dr. phil. mit einer Dissertation über Johann Gottlieb Fichtes Interpersonalitätstheorie.

Seit 1974 ist er mit seiner Frau Ursula verheiratet. Die liebenswürdige und kluge Lebensgefährtin unterstützt tatkräftig Hellers publizistische Arbeit. Drei Kinder entsprossen der Ehe.

Ab Mai 1974 war Eberhard Heller zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Fr. Hr. Jakobi-Ausgabe und ab 1976 Mitarbeiter und Mitherausgeber der von der Deutschen Forschungs-Gemeinschaft geförderten K. L. Reinhold-Korrespondenz-Ausgabe, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften/Wien. Bis 2005 arbeitete er publizistisch bei verschiedenen Münchner Firmen.

Bereits 1975 agierte der Jubilar als Vorsitzender des Freundeskreises der Una Voce e.V. und betreute die Herausgabe der Zeitschrift EINSICHT. Sehr früh also fand in diesem Forum eine kritische Auseinandersetzung statt: dies sowohl mit den Bestimmungen des II. Vatikanums und mit den nachkonziliaren Reformen, als auch mit den heute immer klarer ersichtlichen Bestrebungen, die Kirche ihres absoluten Charakters als Heilsinstitution zu berauben. Weil die Bemühungen um die Restitution der Kirche wegen des Sich-Verweigerns des kompletten, angeblich konservativen Klerus fehlschlugen, versuchte Heller, den Lesern der EINSICHT Hinweise und Vorschläge zur Gestaltung eines selbständigen religiösen Lebens zu geben. Ferner hat er die Programmatik der Zeitschrift erweitert. In den letzten Jahren erschienen vermehrt Beiträge zur Rettung der christlichen Kultur, die sich gegen den zerstörerischen Globalismus (Klaus Schwab) richten und auch der Bekämpfung eines immer aggressiveren Islamismus dienen. Zahlreiche religiös-philosophische, aber auch theologische Artikel des Herausgebers bereichern zudem die EINSICHT und bieten Stoff für Diskussion.

Als besonders wichtig empfindet Heller seine Überlegungen „Wie Christus als Sohn Gottes erkannt werden kann“ (Einsicht 1.Februar 2014). Er kommt zu dem Resultat: Christus ist der einzig wahre Absolute. Er muss mit jener ausschließlichen Liebe geliebt werden, welche Voraussetzung für eine interpersonale Beziehung ist. Diese Glaubensüberzeugung ist im Leben zu verifizieren (credo ut intelligam).

Selbstverständlich bietet die EINSICHT in Zeiten der politischen, geistigen und kulturellen Verwahrlosung Deutschlands, auch rechtskonservativ kritischen Stimmen ein breitgefächertes Forum. Große Verdienste erwarb sich Heller hinsichtlich des Lebensschutzes. Als einer der ersten, deckte er die Verflechtung der Kirche in die staatliche Antreibungspraxis durch das Ausstellen von Beratungsscheinen auf. Seine Argumente trugen dazu bei, dass Johannes Paul II. diese Mitwirkung 2002 verbot.

Die besondere Empathie des Herausgebers der EINSICHT bezüglich des Schicksals des bekanntesten Vertreters des Sedisvakantismus, des vietnamesischen Bischofs S.E. Msgr. Pierre Martin Ngo-dinh-Thuc, sei hier lobend erwähnt. Heller veröffentlichte Thucs Sedisvakanzerklärung mehrsprachig, sowie seine Lebensgeschichte.

Die geschmackvollen künstlerischen Titelbilder der EINSICHT beruhen auf der langjährigen photographischen Tätigkeit des Bergfreundes und Naturphotographen Eberhard Heller. Er ist in der glücklichen Lage, seine Publikationen selbst illustrieren zu können. Auch in Gruppen-und Einzelausstellungen vermochte er immer wieder, Menschen zu begeistern.

Abschließend sei dem Jubilar ein herzliches Vergelt es Gott gesagt, für all die Mühen, die Entbehrungen, die ertragenen Anfeindungen. Wir reifen durch das Licht der Erkenntnis. Eindrücke und Erfahrungen prägen ebenso, wie Überzeugungen. Möge uns die EINSICHT weiterhin zu Einsichten befähigen!

Ad multos annos!
 
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