52. Jahrgang Nr. 2 / April 2022
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1. Ostern
2. Salus ex Judaeis est.
3. Abrahams Opfer und das Opfer Christi
4. Psalm über die Forderung nach Liebe
5. Die Rettung der Welt als letzte Hoffnung?
6. Radikale Pro-Abtreibungs-Agenda
7. Leserbrief - Abtreibung
8. Not lehrt beten
9. Zum Muezzinruf in Köln
10. Der stumme Imam
11. Unsere Gesellschaft ist krank
12. Buchbesprechung
13. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
14. Mitteilungen der Redaktion
Der stumme Imam
 
Der stumme Imam

von
Rick Mathes, Texas

Im Dezember 2003

Im letzten Monat besuchte ich die jährliche Fortbildungsveranstaltung, die ich zur Verlängerung meiner Unbedenklichkeitsbescheinigung zum Besuch in Staatgefängnissen benötige. Bei diesen Seminaren fand auch eine Informations-Veranstaltung statt, in der drei Redner ihre Glaubenssysteme erklärten: römisch-katholisch, protestantisch, moslemisch. Mich interessierte besonders, was der islamische Imam ausführen würde.

Der Imam stellte in einer gelungenen Präsentation ausführlich die Grundlagen des Islam vor und vervollständigte dies mit einem Video. Nach den Präsentationen war Zeit für Fragen und Antworten. Als ich an der Reihe war, richtete ich folgende Frage an den Imam: "Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege, aber ich habe gehört, dass die meisten Imame und Geistlichen des Islam einen Heiligen Dschihad (Heiligen Krieg) gegen die Ungläubigen der Welt erklärt haben. Und dass durch die Tötung eines Ungläubigen - ein Befehl an alle Moslems - sie einen Platz im Himmel sicher haben. Wenn das der Fall ist, können Sie mir die Definition eines Ungläubigen geben?" Es kam kein Widerspruch zu meinen Aussagen und ohne Zögern antwortete er: "Nicht-Gläubige!"

Ich erwiderte: "Lassen Sie mich sicher gehen, dass ich das richtigverstanden habe. Alle, die Allah folgen, haben den Befehl bekommen, jeden zu töten, der nicht Ihren Glauben hat, damit sie in den Himmel kommen. Ist das richtig?!"

Sein Gesichtsausdruck wechselte. Hatte er eben noch Autorität und Sicherheit ausgestrahlt, so sah er jetzt aus wie ein kleiner Junge, den man mit der Hand in der Keksdose erwischt hatte. Er antwortete nur: "Ja."

Ich sagte: "Mein Herr, ich habe wirklich ein Problem, mir vorzustellen, dass Papst Johannes Paul allen Katholiken befiehlt, Menschen Ihres Glaubens zu töten, oder dass Pat Robertson oder Dr. Stanley den Protestanten dasselbe befiehlt, damit sie in den Himmel kommen." Dem Imam hatte es die Sprache verschlagen.

Ich fuhr fort: " Es fällt mir auch schwer, Ihr Freund zu sein, wenn Sie und Ihre klerikalen Brüder Ihren Anhängern befehlen, mich zu töten. Ich möchte Ihnen eine Frage stellen:

Hätten Sie lieber Ihren Allah, der Ihnen sagt, mich zu töten, um in den Himmel zu kommen, oder meinen Jesus, der mir sagt, Sie zu lieben, weil ich in den Himmel komme und er Sie bei mir haben möchte?"  Man hätte eine Stecknadel zu Boden fallen hören, und der Imam ließ seinen Kopf beschämt sinken.

Chuck Colson sagte mir einmal etwas, das mich durch diese 20 Jahre Gefängnismission getragen hat. Er sagte zu mir: „Rick, vergiss nie, dass die Wahrheit die Oberhand behalten wird." Und so ist es!

(aus Maleachi-Info 01/2016)

Rick Mathes ist ein engagierter Diener in der Gefängnisarbeit in Texas
 
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