51. Jahrgang Nr. 5 / November 2021
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1. Weihnachten 2021
2. Cur Deus Homo? Warum Gott Mensch wurde Wir feiern Weihnachten
3. Die Einsamkeit
4. Heimkehr mit Hindernissen?
5. Leben und Werk des hochw. Abbé. Augustin Barruel
6. Ein deutsch-kretschmannisiertes ? Schicksal
7. Tiqua, eine Beratungsstelle für Schwangere
8. Buchbesprechung:
9. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
10. Leserbrief
11. Mitteilungen der Redaktion
Tiqua, eine Beratungsstelle für Schwangere
 
Tiqua, eine Beratungsstelle für Schwangere

vorgestellt von
Sonja Dengler

Als Beratungsstelle für Frauen im Schwangerschaftskonflikt steht Tiqua e.V. für den uneingeschränkten  Schutz der ungeborenen Kinder von der Empfängnis an. Abtreibung ist für uns Tiqua-e.V. Beraterinnen keine Lösung, denn Abtreibung steht immer für Tod. Tod unschuldiger Kinder, die ihre Existenz jenen verdanken, die sie nun töten wollen. Wir  suchen und finden daher mit den Frauen Wege für sie selbst und ihr Kind. Die in der Beratung zutage tretenden Konfliktsituationen sind freilich so unterschiedlich wie die Frauen und die Kinderväter selbst: Da sind zum Beispiel die erst 16jährige Sophia und ihr Freund Kevin (18): Beide kennen sich schon seit der Sandkasten-Zeit und wollen „für immer zusammenbleiben“. Dagegen stemmen sich jedoch beide Elternhäuser, die aus vielerlei Gründen gegenseitig Abneigung hegen und daher auf Abtreibung und auf Beendigung der Beziehung drängen. Oder Solveig (26) und Rafael (31): Beide bereuen ihre „viel zu vielen“ Partnerschaften in der Vergangenheit, die sie „beinahe kaputtgemacht“ hätten, und beide sind jeweils schon für eigene Abtreibungen verantwortlich. Zunächst gab es zwar ein Ja zu diesem neuen Kind – aber seit der Schwangerschaft streiten sie sich so heftig, dass ein gemeinsames Kind momentan nicht mehr denkbar ist.

Die Eheleute Henrike und Fabian hingegen haben die schreckliche Diagnose Trisomie 13 bekommen, weshalb die Fachärzte zur Abtreibung drängen. Zu den ganz normalen Ängsten jeder Schwangeren kommt hier nun der so dargestellte „Horror mit einem behinderten Kind“ hinzu, der mit dem unwahren Versprechen einhergeht, dass es sich um „ein humanes Einschlafen“ des Kindes handelt und man ihm so ein ungeliebtes schmerzhaftes Leben erspart. Es gibt jedoch einen anderen Weg, der mit den Eltern gar nicht erst erörtert wird: Das Kind doch auszutragen – und die Frage ist, wie man die Lebensbedingungen so gut gestaltet, dass dies möglich ist.

Nina (20) hat gerade ihr Traumstudium begonnen, und „das mit Lars“ sei nur eine „einmalige Geschichte“ gewesen. Auf gar keinen Fall kann sie sich eine gemeinsame Zukunft mit ihm vorstellen. Sie möchte abtreiben, ohne ihm etwas von der Schwangerschaft zu sagen, das sei schließlich reine Frauensache. Die verheiratete Gudrun (38) dagegen hat nach langjährigem unerfüllten Kinderwunsch überhaupt nicht mehr damit gerechnet, schwanger zu werden, und hat gerade ihren Traumjob angenommen.

Janina, 19 Jahre, wurde vergewaltigt und hat zu dem erlittenen Trauma auch noch die „durchdringende Angst, dass das Kind genauso aussehen wird wie der Vergewaltiger“. Abtreibung erscheint ihr der einzige Weg, die Vergewaltigung vergessen zu können. Sie ist am Ende ihrer Kraft.
Stella, eine Studentin kurz vor dem Examen, freute sich auf ihr Baby. Ihre Eltern sagten ihr volle Unterstützung zu. Im 7. Monat wird beim Ultraschall eine Behinderung des Ungeborenen festgestellt. Stella und ihre Eltern sind entsetzt, denn, so kommt ans Licht: Die Eltern selbst haben einmal ein behindertes Kind abgetrieben und bringen es nicht über sich, sich nun FÜR ihr Enkel-Kind auszusprechen. Da Stella jedoch in ihrer Situation auf die Hilfe ihrer Eltern angewiesen ist, will sie schnellstmöglich der ärztlich vorgeschlagenen Spätabtreibung (die Ärzte sprechen von „Comfort-Care“)  zustimmen. 
Abtreibung mag in allen diesen beispielhaft angeführten Konfliktfällen als schneller und bequemer Weg erscheinen, ist aber ausnahmslos am Ende tödlich, grausam und roh. Daher hat Tiqua-Grün-derin und Familientherapeutin Sonja Dengler in ihrer fast 50-jährigen Erfahrung in der Schwangerschaftskonfliktberatung auch nie Beratungsscheine ausgestellt, die in Deutschland erst eine straffreie Abtreibung ermöglichen. Damit hat sie schon immer getan, was Johannes Paul II. der deutschen Katholischen Kirche in einem zähen und langwierigen Ringen erst abverlangen musste. Aktiv unterstützt wurde Sonja Dengler in ihrer Tätigkeit vom Priester und Schriftsteller Heinrich Spaemann (1903–2001), der bis zu seinem Tod ihr geistlicher Mentor, Förderer und Wegbegleiter war. Dessen Sohn, Prof. Robert Spaemann und dessen Ehefrau Cordelia Spaemann, setzte diese Unterstützung fort. Dengler selbst führte der Weg über den Einsatz für die ungeborenen Kinder zur Konversion zur katholischen Kirche.
Das von Sonja Dengler entwickelte Beratungsmodell, auf der Grundlage der lösungsorientierten systemisch-kognitiven Methode und des christlichen Menschenbildes, erweist sich als außerordentlich erfolgreich, selbstverständlich wird es immer wieder neu überarbeitet, um den gesellschaftlichen Strömungen wirkungsvoll entgegen zu treten. In einem oftmals über Wochen gehenden intensiven Beratungsprozess werden die eigentlichen, meist verschütteten persönlichen Probleme der gegenwärtigen Krise aufgedeckt, um sie endlich zu lösen. Es ist für das Kind lebensnotwendig, die „Geschichten hinter der Geschichte“ ans Licht zu holen, um durch einen Perspektivenwechsel einen anderen Blick – und damit ein neues Verhalten – zu bekommen. Dann gelingt es, den Frauen (und Männern) im Konflikt bessere Wege und tatsächlich umsetzbare Lösungen aufzuzeigen - die wiederum ein Ja zum Kind möglich machen. Dazu erhalten die Frauen/Familien, sofern notwendig, eine individuell auf ihre Situation zugeschnittene Unterstützung und Förderung: Das kann eine berufliche Ausbildung sein oder die Finanzierung eines Babysitters, ein zinsloses Darlehen für ein größeres Familienauto, ein Mietzuschuss, Schwangerschafts- und Babybekleidung, ein Zuschuss für den (behindertengerechten) Umbau bzw. Ausbau des Hauses oder – sehr häufig – auch Paarberatung.

Ein weiterer Schwerpunkt von Tiqua e.V. ist das Verhindern von Spätabtreibungen. Ergibt sich bei Untersuchungen der Pränataldiagnostik (PND) ein auffälliger Befund, gerät die Schwangere in eine Untersuchungsmaschinerie, die eine fortgesetzte Dynamik von Angst und Unsicherheit erzeugt und an deren Ende oft die Spätabtreibung des Kindes steht. In der Bedrängnis und Panik über die diagnostizierte Behinderung ihres Kindes ist Tiqua die rettende Hand vor einer Entscheidung, die niemals wieder rückgängig zu machen ist.

Aus der Fülle an Zuschriften dankbarer Frauen und Männer nach einer Beratung bei Tiqua seien zwei herausgegriffen: „Vielen Dank für alles, was Sie für uns getan haben. Mein Kind kam mit Down Syndrom zur Welt, und ich weiß überhaupt nicht mehr, warum ich so große Angst davor hatte. Danke, dass Sie mich vor dem übelsten aller Schritte bewahrt haben!“ „Ohne Tiqua hätten Vanessa und Joel keinen kleinen Bruder, wäre meine Ehe kaputt gegangen ... Ich habe Ihnen so viel zu verdanken!“ Tiqua hilft aber auch Frauen und Männern, die durch Abtreibung verwundet sind (Stichwort Post-Abortion-Syn-drom), jene Wege zu erarbeiten und zu gehen, die Heilung, Versöhnung und endlich einen Neuanfang bringen. Zu weiteren Aufgabenfeldern zählt die Schulung von Ärzten und medizinischem Personal darin, wie sie an ihrem Arbeitsplatz akute Abtreibungen verhindern können. Auch Ärzte, medizinisches Personal und Beraterinnen, die (noch) in den Abtreibungsbetrieb verstrickt sind und umkehren wollen und dabei Unterstützung suchen, können sich an den Verein wenden: www.abtreibungsausstieg.org. Auch hier erhalten wir dankbare Briefe. Tiqua e.V. finanziert sich ausschließlich durch Spenden und ist daher auf großherzige Unterstützung angewiesen. Bitte informieren Sie sich: www.tiqua.org -

1. Vorsitzende: Sonja Dengier
Tiqua e.V. Dreikreuzweg 60, 69151 Neckargemünd, Tel. 06223 990245
E-Mail: info@tiqua.org - eingetragen beim Amtsgericht Mannheim VR 333460

Spendenkonto Deutschland Sparkasse Heidelberg
IBAN: DE23 6725 0020 0009 2703 70 BIC: SOLADES1HDB

Tiqua e.V. ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt und darf entsprechende Spendenbescheinigungen ausstellen.

 
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