51. Jahrgang Nr. 3 / Mai 2021
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1. Erstrahlen können im Lichte der Liebe Gottes
2. Hyopstatische Union - Teil 2
3. Der Hl. Geist
4. Der Verfassungsschutz - Beschützer einer links-grünen Staatsideologie oder Hüter unserer Sicherheit?
5. Sensationsurteil aus Weimar: keine Masken
6. Jetzt auch in Oberbayern: Nächstes Gericht kippt Maskenpflicht an Schule
7. Die rote Linie ist eindeutig überschritten!!!
8. Die Ehrenrettung deutsche Schauspieler-Prominenz gegen Corona-Politik
9. Hintergründe zur Corona-Impfung
10. Keine Gender-Schule in Deutschland
11. Buchbesprechung:
12. NACHRICHTEN, NACHRICHTEN, NACHRICHTEN...
13. Mitteilungen der Redaktion
Ankündigung
 
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von
Eberhard Heller

Wenn Sie die „Mitteilungen der Redaktion“ und viele weitere Beiträge gelesen haben, die in den letzten Jahren erschienen sind, dürften Sie wenig erbaut sein. Sie haben eine Entwicklung markiert, die für den sog. Kirchenkampf, den unsere Seite geführt hat, nicht beschämender sein konnte. Obwohl fast alle – oder etwas bescheidener formuliert: die meisten Probleme, die unsere kirchliche Situation betreffen, die sich auszeichnet durch das Fehlen einer sichtbaren Hierarchie, theologisch als gelöst angesehen werden können oder die noch einer Lösung zugeführt werden müßten, wozu auch die Frage nach der Wiederbesetzung der Cathedra Petri gehört. Aber für die gelösten Probleme fehlte es an der praktischen Umsetzung all jener Programmpunkte, die sowohl in der Declaratio von S.E. Mgr. Ngô-dinh-Thuc von 1982 als auch in unserer (Anschluß)Erklärung aus dem Jahr 2000 aufgelistet waren... mit dem allseits sichtbaren und fühlbaren Resultat, daß wir fast alle in einer priesterlosen Zeit leben, in der tiefsten Diaspora, in der jeder Gläubige für sich allein steht, und das in einer Zeit, in der die Corona-Epidemie von der politischen Elite mißbraucht wird, den Bürgern Angst einzujagen. Zu diesem Vorhaben hat der Innenminister Seehofer eigens entsprechende Fachleute angeheuert.

Man muß aber auch sagen, daß es nicht immer so trostlos wie heute war. Was derzeit ignoriert wird von den wenigen Klerikern, die sich noch katholisch nennen, nämlich der Wiederaufbau der Kirche als sichtbare Heils-Institution, war anfangs das erklärte Ziel! Auch wenn nicht von vorneherein die sich anbahnende Entwicklung überschaut wurde (oder überschaubar war), so war doch klar, daß die Feier der hl. Messe gewährleistet bleiben mußte. Es entstanden die Meßzentren, das erste damals in München, pünktlich zu dem Zeitpunkt, als der alten Messe zum Fastensonntag 1976 das Licht ausgeblasen werden sollte. Und dann tauchte als nächstes größeres Problem die Erhaltung der apostolischen Sukzession auf, nachdem sich gezeigt hatte, daß die neuen Weiheriten ungültig waren. Ein Vorstoß bei Mgr. Lefebvre von unserer Seite, er möge doch die Weihe eines Bischofs vornehmen, wurde damals mit den Worten, er kenne in Südamerika einen verheirateten Bischof, der sich vielleicht mit diesem Problem beschäftigen würde, höhnisch zurückgewiesen ... um dann später auch für ihn relevant zu werden.

Nach dieser Absage wurde lang und breit die Frage diskutiert – auch mit H.H. Pfr. Aßmayer und H.H. Dr. Katzer -, ob man nicht eventuell auch einen orthodoxen Bischof für die Rettung der apostolischen Sukzession für den Bereich der kath. Kirche ansprechen sollte. Da erfuhren wir von S.E. Mgr. Martin Ngô-dinh-Thuc, der uns vorher eher als passiv, als zurückhaltend geschildert worden war, daß er in Palmar de Troya Priester und sogar Bischöfe geweiht hatte. Für uns bedeutsam wurden nicht die Weihen, die er den Palmaristen gespendet hatte – Thuc hat sich später von diesen Leuten distanziert -, sondern die Erklärung, die er dazu abgegeben hatte. Damit begann ein Kapitel unseres damaligen Kirchenkampfes, das wir bis heute nur in den objektiven Resultaten veröffentlicht haben, das aber reich an abenteuerlichen Episoden war.

Nach langem Zögern möchte ich Ihnen, verehrte Leser, nun den Vorschlag machen – bei genügendem Interesse -, einmal über diese spannenden Jahre zu berichten, wobei diese Schilderung die persönlichen Erlebnisse und abenteuerlichen Aktionen mit einschließen würde. Mir fällt dabei der hl. Paulus ein, durch dessen apostolische Briefe das Leben eines Abenteurers für Gottes Botschaft durchscheint, deren Schilderung ebenso umfangreich würde wie seine Briefe. So schlimm war es für uns Aktivisten damals aber nicht.
 
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