48. Jahrgang Nr. 4 / November 2018
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1. Weihnachten 2018
2. Die Auserwählung Marias
3. Wie feiern wir Weihnachten 2018
4. Die totalitäre Versuchung
5. Der Islam gehört – zu Merkel
6. Europa am Abgrund
7. Globaler Pakt für Migration
8. Deutschland ist abgebrannt
9. Wie erobern die Muslime Deutschland?
10. Islamische Perversionen
11. Buchbesprechung
12. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
13. Mitteilungen der Redaktion
Weihnachten 2018
 
Weihnachten 2018
„So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab“ (Joh. 3; 16)

von
Fr. Courtney Edward Krier, Las Vegas

übersetzt von
Elisabeth Meurer


Als Katholiken haben wir vielleicht einen oder zwei Protestanten gesehen, die gut sichtbar folgendes gezeigt haben: Johannes 3;16. Vielleicht haben wir gefragt, was das bedeutet, und sie werden einem stolz den vollständigen Vers nennen: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe.“

Und dann werden sie fortfahren und Sie fragen, ob Sie den Herrn Jesus als Ihren persönlichen Erlöser annehmen. Da sie ihren Glauben darauf gründen, dass sie an den historischen Jesus glauben, der am Kreuz starb, so dass „alle, die glauben, das ewige Leben haben“, gehen sie nicht weiter, sondern benutzen es als ein Glaubensmantra. Es ist nicht anders als bei den Mohammedanern, nur ein einfacher Satz: „Allah ist Gott, und Mohammed ist sein Prophet.“ Die Juden haben ihr shema: „Höre, o Israel, der Herr, dein Gott, der Herr ist einer.“ (vgl. Deut. 6;4). Diese sind allesamt gegen den katholischen Glauben gerichtet, der im Gegensatz zu den Protestanten besagt, dass die Erlösung durch die katholische Kirche geschieht, die den wahren Glauben besitzt, durch die sieben Sakramente und das Opfer des Neuen Testamentes.

Die katholische Religion ist kein Slogan, weil sie nicht durch einen bloßen Menschen gegründet wurde, sondern durch Gott selbst, die zweite Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Gott erschuf den Menschen, damit dieser für immer im Himmel sein sollte, und will die Erlösung des Menschen. Mit dem Fall des Menschen durch die Ursünde war es Gottes ewiger Plan, sich dem Menschen zu offenbaren, nicht nur mittels der Engel, sondern einen menschlichen Leib anzunehmen, so dass der Mensch Ihn im Fleische sehen konnte, … das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt (Joh. 1; 14). St. Johannes weiter: Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des eingeborenen Sohnes vom Vater.

Die Juden lehnen Christus ab, weil er sich selbst zum Sohne Gottes gemacht hat (vgl. Joh. 19; 7). Die Mohammedaner lehnen das Christentum ab, weil das Christentum (der Katholizismus) an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist glaubt – drei Personen in einem Gott – und die Anhänger Mohammeds, denen man erzählt, Allah sei der einzige Gott, und Christus sei nur ein Prophet, unter Ablehnung des Neuen Testaments, sagt man ignoranter weise auch, die Katholiken verehrten drei Götter. Die Protestanten lehnen in Wirklichkeit das Christentum ab, weil sie die Gottheit Christi ablehnen, nicht als zweite Person. Vielmehr führen sie den Arianismus, Adoptianismus, Sozianismus und die vielen irrigen Vorstellungen von Christus zusammen in der Leugnung, dass Christus eines Wesens mit dem Vater ist, dem Vater gleich ist und von Ewigkeit her existiert. Katholiken können Maria die Mutter Gottes nennen – etwas, was die Protestanten niemals täten.

Das Problem heute ist, dass viele, die sich katholisch nennen, nicht glauben, dass Christus wahrer Gott vom wahren Gott ist (vgl. Credo von Nizäa). Das Mysterium der Fleischwerdung ist kein Mysterium, das für sie unerklärlich ist, sondern wird erklärt als ein evolutionärer Punkt Omega, wo man zum inneren Gott gelangt und wohin Christus als erster gelangte. Der Christus kam nicht, um die Menschen von der Ursünde zu erlösen, sondern von den falschen Vorstellungen, die von Eltern weitergegeben werden, die einen davon abhalten, zu einer höheren Lebensstufe in der Evolution aufzusteigen. Diese evolutionäre Entwicklung gilt nicht nur für Katholiken, sondern für die ganze Menschheit, und die Allerlösung ist die Zukunft, wo die Menschen in vollkommener Harmonie miteinander und mit dem Universum leben. Das Übernatürliche wird samt der Gnade ausgeschlossen. (Gottes Eingreifen, d. h. Hilfe, Gutes zu tun und Böses zu unterlassen).

Was glauben gläubige römisch-katholische Menschen? Sie glauben an Gott. Wer ist dieser Gott? Der „Ich bin“ und, Der, nach Dessen Bild der Mensch gemacht ist. Da ich existiere (unleugbar, weil dies meine Gedanken sind), weiß ich, dass ich hier bin – nicht aus mir selbst, zu einem Zweck, einem Zweck, den ich mir aussuche, sondern nichtsdestoweniger zu einem Zweck, der mir zur Wahl gestellt wird: Wahrheit und Güte. Indem ich wähle, an Wahrheit und Güte zu glauben, wähle ich, an den Gott zu glauben, Der mich erschaffen hat: Seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern seid erneuert in der Neuheit eures Geistes, auf dass ihr beweisen könnt, was der Gute und das Annehmbare ist und der vollkommene Wille Gottes. (Röm. 12; 2) So vereinige ich mich mit Ihm, nicht als ob wir eins wären, sondern dass Er mir Anteil an Seinem Leben gibt durch das Licht der Gnade für mich, damit ich die Wahrheit sehen und das Gute erkennen kann: das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt (vgl. Joh. 1;9). Beim Leben lebe ich das Leben; ich sehe eine Dreieinigkeit: Ich – lebe – das Leben. Es gibt Einheit, aber es kann kein Ich geben, das nur ein Ich ist, oder es ist nichts da. Diese Reflexion bringt einen durch das Licht der Vernunft dahin, zu erkennen, dass Gott existiert, und zu einem kleinen Einblick in das Wesen Gottes. Das Vatikanische Konzil (1870) hat gelehrt:

Dieselbe Heilige Mutter Kirche hält dafür und lehrt, dass Gott, der Anfang und das Ende aller Dinge, durch das natürliche Licht der menschlichen Vernunft aus geschaffenen Dingen erkannt werden kann. „Denn die unsichtbaren Dinge, von der Erschaffung der Erde an, werden klar gesehen und verstanden durch die geschaffenen Dinge [Röm. 1; 20]; nichtsdestotrotz hat es Seiner Weisheit und Güte gefallen, Sich und die ewigen Ratschlüsse Seines Willens der Menschheit auf andere und übernatürliche Weise zu offenbaren, wie der Apostel sagt: „Gott, der zu verschiedenen Zeiten und auf verschiedene Weise in vergangenen Zeiten zu den Vätern durch die Propheten gesprochen hat, hat als letztes in unseren Tagen zu uns durch Seinen Sohn gesprochen.“ [Hebr. 1; 1 f; can. 1]. (Sess. III, Kap. 2, 24. April 1870, vgl. DB 1785).

Gott hat zwei Dinge getan: Er wollte Sein Leben teilen und Er wollte teilhaben am Leben derer, die Sein Leben teilen. Denn Gott, der dem Licht befahl, aus der Finsternis heraus zu scheinen, hat in unserem Herzen geschienen, um das Licht der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes zu geben, im Angesicht von Christus Jesus. (II Kor. 4; 6)

Diese beiden letzten Zitate berichten uns, dass Gott sichtbar wurde, Er der unsichtbar ist. Dass Gott endlich wurde, Er, der unendlich ist. Dass Gott starb, Er, der das Leben selbst ist. Dass das Kind, das die Bethlehemiten ablehnten (vgl. Lk. 2;7), der Gott war, der sie erschuf. Dass das Kind, was die Hirten in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend fanden, das Wort Gottes war – und sie sahen und verstanden (vgl. Lk. 2;8 ff.). Dass das Kindlein, das die Weisen anbeteten, Herrscher des Himmels und der Erde war: Und sie traten in das Haus und fanden das Kind mit Maria, seiner Mutter. Und sie fielen auf die Knie nieder und beteten es an (vgl. Mt. 2; 11). Er war in der Welt, und die Welt wurde durch Ihn geschaffen, und die Welt erkannte Ihn nicht. Er kam zu den Seinigen, aber die Seinigen nahmen Ihn nicht auf. Aber allen, die Ihn aufnahmen, gab Er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an Seinen Namen glauben (Joh. 1; 10-12).

Maria glaubte dem Engel, Joseph glaubte dem Engel, die Hirten glaubten den Engeln, die Weisen glaubten den Prophezeiungen, und sie alle sahen das Wort Gottes. Glaube an einen Menschen ist natürlich, so wie ich einem Menschen glaube, wenn er mir seinen Namen sagt. Ein natürlicher Glaube an Gott kommt durch die Vernunft, aber durch die Gnade erleuchtet, wird er übernatürlich. Natürlicher Glaube, weil das Licht der Vernunft mir sagt, dass wenigstens die Wahrheit existiert, dass das Gute existiert, dass ich diese will und wenn ich sie ablehne, ich dann ein Betrüger und böse bin – daher glaube ich an die Wirklichkeit Gottes, der die absolute Wahrheit und Güte ist. Übernatürlich, weil Gott sich durch Seine Botschafter geoffenbart hat, um uns mitzuteilen, dass Sein Sohn, das Ewige Wort, in dieser Welt sein und die Menschheit erlösen würde. Jenes Zeugnis wurde durch übernatürliche Ereignisse bestätigt, die den Anwesenden bezeugten, dass das, was die Prophezeiungen verkündeten, wahr war. Und dann sandte Gott Seinen eingeborenen Sohn, damit, wer an Ihn glaubte, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. (Vgl. Joh. 3;16).

Das Geheimnis der Hypostatischen Union, die Fleischwerdung, ist der Glaube, dass Gott in die endliche Welt eintreten kann, und wird bestätigt durch das Wort Gottes, die zweite Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, das zu Seiner Person eine menschliche Natur hinzunimmt, d. h. einen Leib und eine Seele, die alle menschlichen Eigenschaften besitzt – körperliche Funktionen und einen menschlichen Verstand und Willen. So dass, wenn man das Christkind in der Krippe sieht, man Ihn als Gott anbeten muss. Wenn man Ihn weinen hört, ist es Gott, der weint – nicht durch jemand anderes, sondern Gott selbst. Gott hat wirklich unter uns geweilt, in Erfüllung dessen, was Isaias sagte: Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären, und sein Name wird Emmanuel genannt werden (Is. 7; 14); dem fügt Matthäus hinzu: Das bedeutet: Gott mit uns (vgl. Mt. 1; 23).

Dieser Glaube an die Menschwerdung ist bedeutsam, denn wenn Christus Gott ist, kann Er zum Wasser sagen: Sei Wein, und es ist so (vgl. Joh. 2; 1 ff.). Und dies bedeutet, dass Er zum Brot sagen kann: Sei mein Leib, und es ist so; und zum Wein im Kelch: Sei mein Blut, und es ist so (vgl. Mt. 26; 26, 28; Mk. 14; 22, 24; Lk. 22; 19, 20;1 Kor. 11; 24, 25). Aber wenn Christus nicht Gott ist und genau wie die Modernisten, die sagen: Es ist der Glaube des Gläubigen, aber keine Realität. Christus, ein Mensch, stirbt am Kreuz, nicht Gott, daher wird die Auferstehung wichtiger, weil sie den Punkt Omega symbolisiert, zu dem der Mensch sich hin entwickelt. Die Vergebung der Sünden ist keine wahre Vergebung durch Gott, eher ein Beispiel dafür, wie jeder seinem Nächsten vergeben sollte; denn für die Protestanten behält der Mensch seine Sünden, aber Gott übersieht sie, und für die Modernisten gibt es keine Sünde wider Gott, sondern nur gegen die Gesellschaft. Die Worte Christi sind nicht Gottes Worte, sondern an die Menschen Seiner Zeit gerichtet und sind nicht notwendigerweise in der gegenwärtigen Zeit anwendbar – das bedeutet, dass heute, wie bei den Protestanten, sich jeder scheiden lassen kann, wieder heiraten kann, und immer noch als in gutem Verhältnis zur Kirche stehend angesehen wird. Grundlage dafür ist, dass der Glaube des Gläubigen beständig im Fluss ist, weil es kein göttlicher Glaube ist, nicht mal ein menschlicher Glaube, sondern der Entwicklungsfortschritt der Menschheit hin zum Punkt Omega auf Grundlage der betrügerischen Lügen des Betrügers: Ihr werdet sein wie Götter, selbst erkennend, was gut und böse (vgl. Gen. 3; 5). Hier ist das, was kürzlich ein konservativer konziliarer Priester sagte:
Die Stimme von Erzbischof Charles Chaput zur Einführung von LGBT im „Instrumentum Laboris“ für die Synode über die Jugend ist ein Sirenenruf, der gehört werden muss. Und doch: Seine Worte sagen nicht alles, was gesagt werden muss, und nicht alles, was gehört werden muss. Mit Erzbischof Chaput bin ich davon überzeugt, dass Treue zum Evangelium und gelebte Verkündigung des Evangeliums das Rückgrat von Struktur und Ablauf der Synode bilden müssen. Aber – und es ist ein großes „Aber“ – unser Evangelium ist eine Verkündigung der Menschwerdung – eine Verkündigung, daß Gott in Christus war, der die Welt mit sich versöhnte (2 Kor. 5; 19). Und sich dieses Evangelium zu Eigen machen und es leben und es verkünden bleibt im Wesentlichen „inkarnational“.

 „Inkarnational“ sein bedeutet, dass die Jünger Christi in die Welt eingegliedert und in ihr tätig sind und Leben aufbauen, die verschiedenen Alltagssituationen der verschiedenartigen Kulturen und die Verschiedenartigkeit von Menschen tief erfassen, bei denen die Kirche mit missionarischer Zielsetzung eingeführt wird. Wo ist der Knackpunkt in meiner Rede? Ich rede so, weil die grässlichen sexuellen Missbrauchsskandale in der universellen Kirche, die fortgesetzt ans Licht kommen, verdeutlichen, dass die Ausbildung für den Kirchendienst und die Charakterbildung in der Kirche in der Vergangenheit mangelhaft waren – und gegenwärtig weiterhin mangelhaft sind. [Living the incarnate Gospel of Jesus Christ (Das fleischgewordene Evangelium Jesu Christi leben, d.
 Übers.) Paul A. McGavin, http://magister.blogautore.espresso.repubblica.it/2018/10/17/synod-homosexuality-and-lgbt-ideology-a-critical-voice-from-australia/

Man erwidert vielleicht: Dies sind die Worte des hl. Paulus: Denn Gott war wirklich in Christus, die Welt mit sich versöhnend; er rechnete ihnen ihre Sünden nicht an, und er legte in uns das Wort der Versöhnung (2 Kor. 5; 19). Aber wie war Gott in Christus? Und hier taucht eine weitere Frage auf: Wer interpretiert die Schrift? Das heißt: Wer hat die Autorität, den Glauben zu lehren? Leider sagen – bei einem Vorrang einer so genannten Redefreiheit – die Leute, was immer sie wollen, sei es nun wahr oder falsch, ohne Rücksicht auf das zweite oder achte Gebot. Sie lehren ohne eine Autorität. Das bedeutet nicht, dass man nicht wiederholen kann, was die Kirche lehrt. Es heißt, dass man nichts lehren darf, von dem man denkt, es sei ein Verständnis, weil es nicht notwendig das ist, was die Kirche versteht, die allein die Autorität besitzt, uns zu sagen, was der Glaube ist. Was heißt das? Es heißt, dass die Kirche uns sagt: Christus ist Gott, eines Wesens mit dem Vater (so wie der Heilige Geist). Dass, wenn man die Worte des heiligen Paulus nimmt, es in diesem Sinne verstanden werden muss, erklärt z. B. der hl. Thomas: Daher wurden, als die Sünde durch den Tod Christi vernichtet wurde, die Feindschaften aufgehoben. Und er sagt folgendes: Das ist, in Christus ist Gott durch Wesenseinheit: Ich bin im Vater, und der Vater ist in mir“ [Joh. 14; 11]. (Kommentar zum ersten Brief an die Korinther, 5, 198). Heute muss man an der gleichen Lehre festhalten wie die katholische Kirche, da man nur durch ihre Autorität lehren kann, was eine Wiederholung dessen sein muss, was sie lehrt.

Diejenigen, die dem Irrtum der Ex-Priester der Bruderschaft St. Pius X. in der albernen Recognize and Resist-Bewegung (Erkennen und Widerstehen, d. Übers.) verfallen, tun dies, weil sie die Autorität der Kirche leugnen und sich zur alleinigen Autorität aufschwingen. Wie kann man logisch denken und sagen, der Papst lehre die universelle Kirche Irrtümer, daher müsse man ihm widerstehen? Die katholische Lehre ist klar: Der Papst als Papst ist frei davon, die universelle Kirche Irrtümer zu lehren. Dies wurde vom Vatikanischen Konzil (1870) unfehlbar definiert. Aber sie fallen in diesen Irrtum, weil die Bruderschaft St. Pius X. die gallikanische Irrlehre annimmt, welche die Autorität des Papstes ablehnt, und sie verkleinern seine Unfehlbarkeit bis auf nahezu Null – d. h. nur bis auf das, was sie annehmen wollen – aber das ändert sich immer. Diese Bischöfe, die Nachfolger der Apostel, die dem katholischen Glauben treu sind und die Vakanz des Papstamtes erkennen, haben die Autorität, weil sie eins mit der Kirche sind in dem einen Glauben, den Sakramenten und dem Opfer und an die höchste Autorität des souveränen Pontifex glauben und so die Sendung der Kirche zur Lehre, zur Heiligung, zur Herrschaft fortführen. Diese Priester, die ihren Bischof unterstützen, erhalten diese Autorität von ihrem Bischof. Die Kirche hat ununterbrochen vagante Priester verurteilt, das heißt: solche, die nicht unter einem Bischof standen. Vagante Priester (deren Weihe sogar fraglich ist) besitzen keine Autorisierung und verwalten die Sakramente nicht innerhalb der Kirche, sondern außerhalb. Ein wahrer Katholik will gar nicht daran denken, es genüge, einen Priester zu haben, der eine Messe liest, und das mache einen zum Katholiken. Hunderttausende Messen wurden jeden Tag gelesen, und die Leute nahmen daran teil. Aber am Tag, an dem Giovanni Montini den Novus Ordo einführte, verließen ebendiese Leute den katholischen Glauben und nahmen eine andere Religion an. Was haben diese Messen ihnen denn gebracht? Sie blieben nicht gläubig, da sie zuvorderst keinen starken Glauben hatten. Sie waren wie die Juden zur Zeit Christi, deren einzige Behauptung lautete, sie seien Kinder Abrahams (vgl. Joh. 8; 33 ff., 39).

Wegen unseres absoluten Glaubens, dass Gott in der Person Jesu Christi Mensch geworden ist, wegen unseres Glaubens, dass Er das unveränderliche Wort Gottes ist, glauben wir auch, dass alles, was Jesus Christus gelehrt hat, von Seinen Aposteln überliefert ist.

Am Weihnachtstag sagt Christus durch Seinen Priester: Das ist mein Leib, das ist mein Blut, und derselbe Christus, der vor über 2000 Jahren in der Krippe lag, ist jetzt auf dem Altar gegenwärtig – zur Anbetung durch den Menschen, genau wie die Hirten und die Weisen Ihn anbeteten.

Für jene Leser der EINSICHT, die bei der Weihnachtsmesse nicht anwesend sein können: Ich werde ihrer bei der heiligen Messe gedenken und ihren Wunsch vorbringen, den Erlöser der Welt ebenso anzubeten. Möge Er Sie mit den übernatürlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe segnen.

Fr. Courtney Edward Krier

 
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