48. Jahrgang Nr. 3 / August 2018
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1. Gebet in der Dämmerung
2. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben
3. Das Kreuz mit dem Kreuz
4. Auf dem Weg zur Unterwerfung
5. Nachlese...
6. Mittel gegen den Zorn
7. Der Sauerteig der Welt
8. Die Hoffnung, niemals tiefer fallen zu können, als in Gottes Hand
9. Die bunte Gesellschaft ist vorgezeichnet
10. Leserbriefe
11. Buchbesprechungen:
12. Nachricht:
13. Mitteilungen der Redaktion
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Martin Mosebach: Die 21 - Eine Reise ins Land der koptischen Märtyrer

Rowohlt Verlag Hamburg 2018. 270 Seiten. Preis 20 Euro.

Märtyrer haben keine Lobby. Von einer spontanen feierlichen Würdigung des aktuellen Blutzeugnisses wie dies in alter Zeit der Brauch war, ist zumindest die gegenwärtige lateinische Kirche weit entfernt. Erinnerung ist nicht vorgesehen. Was also bewegt den progressiven konservativen Erzähler und Essayisten, Martin Mosebach, sich auf die Spur jener 21 Wanderarbeiter zu begeben, die ihres christlichen Glaubens wegen am 15. Februar 2015 am Strand von Syrte bestialisch abgeschlachtet wurden?

Um es vorweg zu nehmen: Keinesfalls handelt es sich um die Instrumentalisierung einer grausamen Tat für eigene Zwecke. Roman Buchelis Unterstellung in der Neuen Zürcher Zeitung vom 13. 03. 2018 darf als absurd gelten. Martin Mosebach ist ein hochgebildeter Verteidiger des Christentums, den der Weg jener 21 Wanderarbeiter derart faszinierte, dass er sich um Frühjahr 2017 aufmachte in das Dorf El-Or nach Oberägypten, um in den Familien der Hingemordeten akribisch zu recherchieren.

Das Buch ist bewusst im Stil einer Reisereportage gehalten. Jedem der 21 Kapitel wird das Porträt eines Märtyrers vorangestellt. Den Einband ziert eine moderne koptische Ikone von Nikola Saric. Sie versinnbildet die vom koptischen Papst Tawardos II. heilig gesprochen Blutzeugen.

Nicht nur die Einfachheit, Frömmigkeit und der gelassene Umgang mit dem schrecklichen Ereignis in den jeweiligen Familien verblüfft den westlichen Beobachter, sondern vor allem auch die Freude, ja der geheime Stolz der Angehörigen auf ihren Heiligen. In einer persönlichen Liebesbeziehung haben diese ungebildeten einfachen Jungen mit dem Ruf „Herr Jesus“ ihr Leben gegeben, nachdem sie wochenlang gefangen gehalten und zu Verleugnung und Übertritt aufgefordert wurden. Das grausame ungekürzte Propagandavideo, welches die schwarze IS-Horde von der Hinrichtung filmte, ist in jedem Haus der Angehörigen präsent als erhabenes Dokument der Blutzeugenschaft. Vergeblich wird man den Ruf nach Rache erwarten. „Das Massaker ist eben bloß die äußere Seite der Vorgänge gewesen. Für die Kopten wäre es ein Fehler, bei diesem äußeren Aspekt zu lange zu verweilen...entscheidend ist für sie doch, dass die Anrufung des Namens Jesu den Sterbenden augenblicklich in die unmittelbare Nähe Gottes geführt hat.“ (S. 125)

Mosebach ist ein sensibler und in gewissem Sinne auch ein unbestechlicher Reisender. Er registriert einerseits die starke und wachsende Kirche der Kopten, die das Martyrium als Triumph empfindet. Andererseits beschreibt er die Sonderbarkeit, ja Unzulänglichkeit einer Welt, in der alles nur Spiegelung ist. Er sieht die kitschigen Madonnenbilder, die grob gezimmerten Reliquienschreine, sitzt in Empfangszimmern in deren unmittelbarer Nähe das Vieh untergebracht ist. Und-man staune- er erfährt von vielen unbezweifelbaren Wundern, welche die Neomartyrer wirken. Immer deutlicher entfaltet es sich, dass die rituelle Einbindung der Getöteten in den feierlichen Kult, beispielsweise als Kantoren, eine Art Todesvorbereitung war. „Westliche Riten Kritik wirft dem `liturgischen Menschen‘ oftmals vor, durch Überbetonung der Liturgie gedeihe ein Ästhetizismus, der die anderen Säulen der Kirche, die Diakonia, den Dienst am Nächsten, und die Martyria, das Zeugnis für den Glauben, zu kurz kommen lasse. Die Kopten müssen sich dergleichen nicht vorhalten lassen, für sie gilt das Gegenteil. Liturgia und Martyria sind für sie selbstverständlich und untrennbar miteinander verbunden.“( S. 176)

Auf seiner Suche nach authentischen Zeugnissen bezüglich der religiösen Gewohnheiten der Märtyrer, besucht Martin Mosebach viele koptische Bischöfe und Geistliche. Er kommt auch in die Diözese Damanhur, von wo aus die Wanderarbeiter, welche nach Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko ziehen, seelsorglich betreut werden. Von den beiden für „die 21“ zuständigen Priestern, erfährt er folgendes: es seien einfache anspruchslose Männer gewesen, sparsame unauffällige Familienväter und Söhne. Sie hätten den großen Raum, in welchem sie zusammen schliefen, in eine Art Kirche umgestaltet. Dort beteten und sangen sie, dort wurde nach Möglichkeit die hl. Messe zelebriert. Muslime hätten oft um ihr Gebet nachgesucht, da es wirksamer als das eigene sei. Wie auch die meisten anderen Kopten hätten sie an der Daumenwurzel ein tätowiertes griechisches Kreuz getragen, ein in unruhigen Zeiten durchaus gefährliches Zeichen. Sie waren sich des Risikos eines gewaltsamen Todes bewusst. Issam, der nicht aus El-Or stammte, sei eine Art Anführer gewesen, der die Kameraden stärkte. Matthew, der einzige Nichtkopte, ein Mann aus dem schwarzafrikanischen Westen, habe durch das Martyrium die Bluttaufe empfangen.

Mosebach beschreibt die standhafte Minderheit der Kopten in Ägypten als Gegengesellschaft. Seit der islamischen Eroberung vor 1400 Jahren stellt diese frühchristliche Glaubensgemeinschaft eine, durch Bedrängnis und Schikane innerlich gefestigte, stets dem Mysterium, wie auch dem Martyrium nahe Sondergruppe dar. Der Zivilreligion, die den Westen immer aufdringlicher prägt, will der Autor die antipodische Welt tiefgläubiger, biblisch fundierter Christusverbundenheit gegenüberstellen: Die archaische durch Gottesliebe und Bekennermut geprägte koptische Kirche, die den Frieden mit den muslimischen Nachbarn sucht, die aber auch hocherhobenen Hauptes dem Terror und dem Druck der Islamisten widersteht.

Martin Mosebachs literarisches Denkmal für die 21 ist außergewöhnlich und beeindruckend. Man würde weiteren Autoren den Mut wünschen, sich mit den grauenhaften Schreckenstaten auseinanderzusetzen, welche gegenwärtig vor allem im arabischen Raum an Christen verübt werden.

Magdalena S. Gmehling

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Peter Helmes: „Die kleine unkorrekte Islam-Bibel“

Beginnen wir mit einer Feststellung: „Teuflisch ist, wer das Reich der Lüge aufrichtet und andere Menschen zwingt, in ihm zu leben. Der Teufel ist nicht der Töter, er ist Diabolos, der Verleumder, der Gott der Lüge, die nicht Feigheit ist wie im Menschen, sondern Herrschaft. Er verschüttet den letzten Ausweg der Verzweiflung, die Erkenntnis, er stiftet das Reich der Verrücktheit, denn es ist Wahnsinn, sich in der Lüge einzurichten.“

Arnold Gehlen, ein konservativer Philosoph, schrieb diese Worte in seinem Hauptwerk „Moral und Hypermoral“, und besser kann man den heutigen Zustand unserer „Zivilgesellschaft“ kaum beschreiben, der spätestens seit 2015 herrscht, als es Merkel gefiel, die Grenzen für das unkontrollierte Eindringen von weit über einer Million Mohammedanern, zu 90 Prozent junge Männer, also Krieger, in einem Akt der Selbstermächtigung und des fortgesetzten Rechtsbruchs zu öffnen. Zwar läuft Merkels Zeit als „diensttuende Ikone des Westens, als westliche Heilsgestalt“ (Michael Klonovky) ab, und die Segensübergabe fiel auf Macron, der derzeit multimedial aufgebaut wird und auf den Militärschlag gegen Syrien drängte, den einzigen Staat im Nahen Osten, der die dort lebenden Christen zuverlässig schützt. Das hindert Merkel und ihre Vasallen - zu denen außer der AfD alle im Bundestag vertretenen Parteien gehören, die Gewerkschaften, die Arbeitgeberverbände, die sich fälschlicherweise „römisch-katholische Kirche“ nennende Konzilssekte samt ihrem evangelischen Pendant, die Sozial, -Asyl- und Flüchtlingsindustrie und die staatlich alimentierten hyperparasitären Heerscharen von Winkeladvokaten, Sozialarbeitern, Sozialpädagogen und all jene linken, liberalen und grünen Finsterlinge, die sich ihre Pfründen und Posten ergaunert haben -, jedoch nicht das Reich der Lüge, der Hetze und Gewalt gegen sämtliche Kritiker ihrer mörderischen Politik auch weiterhin zu forcieren. Es geht ihnen darum, die ebenso sentimentale wie schwachsinnige Illusion einer multikulturellen Gesellschaft aufrecht zu erhalten, koste es was es wolle: inneren Frieden, Menschenleben, die Spaltung der Gesellschaft, Hauptsache, es sieht demokratisch aus.

Daneben geht es ihnen um die Konstruktion von Verblendungs- und Verblödungszusammenhängen und natürlich um die notorische Verharmlosung des politischen Islam, dessen äußerste Konsequenz bestialische Terroranschläge sind, die selbstverständlich nur „Einzelfälle“ psychisch gestörter Täter sein dürfen. So funktioniert „Demokratie“ in der „freiesten Gesellschaft, die je auf deutschem Boden existiert hat.“ Daß die politische Freiheit seit Jahrzehnten zentimeterweise verdampft ist, behaupten aus der Sicht der herrschenden politisch-medialen Klasse hingegen nur „Rechtskonservative“ oder „Rechtspopulisten“. Nun wissen wir seit Oswald Spengler, daß die „Demokratie die politische Waffe der Herrschaft des Geldes (ist)“, Quantität ohnehin nie der Maßstab sein kann, und „alle Völker einander verachten und alle Recht haben“ (Karl Kraus). Und es geht uns auch nicht darum, alle hier lebenden und arbeitenden Mohammedaner über einen Kamm zu scheren. So meinte die bosnische Putzfrau eines Freundes gar, mit dem Koran könne man sie jagen, sie glaube kein einziges Wort, ein alevitischer Nachbar lacht bei dem Wort „Islam“ nur spöttisch auf und trinkt seelenruhig sein Bierchen und mein türkischer Lieblings-Taxifahrer, ein gestandener Kemalist, dem angesichts des mißlungenen Militärputsches die Tränen kamen, würde den Muslimbruder Erdogan und seine Clique am liebsten persönlich zum Scheitan befördern, wo er hingehört. Tatsächlich sind ca. ein Viertel der hier lebenden Mohammedaner verwestlicht und säkularisiert. Über den großen Rest weiß man hingegen wenig. Was man jedoch weiß: „Westeuropa ist heute ein heidnischer Saustall“ - so wörtlich ein polnischer Pater während einer von tausenden Mitgliedern der katholisch-patriotischen „Allpolnischen Jugend“ besuchten Heiligen Messe in Warschau - ein Vorgang, der in Fellachentum und Dekadenz versunkenen Deutschland die sofortige Abberufung und vermutliche Exkommunikation des Paters nach sich gezogen hätte. Tatsächlich haben wir hierzulande der Aggressivität des Islam nichts entgegenzusetzen, denn wenn Dekadenz auf Barbarei trifft, siegt grundsätzlich das Barbarentum.

Nicht in völlige Hoffnungslosigkeit zu versinken, sondern die Lage realistisch zu sehen, denn die Geschichte macht bisweilen Sprünge und Gottes Wege sind für uns eh´ nicht nachvollziehbar, ist dennoch das Gebot der Stunde! So fordert uns die junge jüdische Autorin Orit Arfa in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Der Burschenschafter“ nachdrücklich auf unsere Heimat gegen Eindringlinge, Räuber und Mörder zu verteidigen, selbst wenn diese behaupteten, nur Schutz zu suchen. Sollte uns dies nicht beschämen und zu denken geben?

Da hilft „Die kleine unkorrekte Islam-Bibel“ von Peter Helmes, Volkswirt und Philosoph, ehemaliges CDU-Mitglied und Mitbegründer der Deutschen Konservativen. Auf 320 Seiten im Taschenformat legt Helmes den Koran auf den Prüfstand, und was dabei herauskommt, ist bestens geeignet einem den Schlaf zu rauben. Dabei geht es nicht allein um Kinderehen, Ehrenmorde, Steinigungen, Sklaverei, Sex mit Tieren und toten Frauen, die ein berüchtigter persischer Ayatollah seinen Anhängern empfahl, sondern vor allem über den Umgang der Mohammedaner mit dem Koran, der den meisten zwar unverständlich bleibt, weil sie, wenn sie kein Arabisch können, kein einziges Wort davon verstehen. Es geht auch nicht nur um die weltpolitischen Konflikte mit dem Mohammedanismus („Die Grenzen des Islam sind blutig und sein Inneres ist es auch“ (Samuel Huntington) und die illegale Masseneinwanderung in den letzten 40 Jahren nach Westeuropa, sondern vor allem um den brüchigen Grund, auf dem eine Milliarde Mohammedaner ihren Irrglauben und falschen Lebenssinn aufgebaut haben und welche erschreckenden Konsequenzen dies alles für die Christen und Nicht-Christen in Europa, im Nahen Osten und in Nord-Afrika hat. Dabei offenbart sich ein katastrophales Bild, angefangen mit dem Koran-Arabisch, das es zu Mohammeds Zeit noch gar nicht gab - hingegen gab es über hundert verschiedene Dialekte und die Hauptsprache war Syro-Aramäisch -,  über die „dunklen Stellen“, die absolut keinen Sinn ergeben und zahllosen Tötungsbefehle gegen „Ungläubige“ bis zu der Tatsache, daß mindestens 50 Prozent der Korantexte nachweislich falsch übersetzt sind, speziell bei den „Paradiesmädchen“, wo die sexuelle Phantasie der Mohammedaner ganz offensichtlich übergekocht ist. Ein klarer Übersetzungsfehler ist übrigens auch das angebliche Kopftuchgebot - es geht vielmehr darum, daß die Frauen ihren Busen bedecken sollen -, ganz zu schweigen von Burkas und ähnlichem hanebüchenen Unfug wie dem sogenannten „Ramadan“, dem heute im ehemals christlichen Abendland in vorauseilendem Gehorsam gehuldigt wird.

Doch da der Mohammedanismus keine Kritik kennt, Fragen nicht gestellt werden dürfen und der Ur-Koran durch nichts zu belegen ist und zudem Irrlehren der frühen Kirche wie der Arianismus Eingang in den Koran fanden, artet das Ganze zu einem wahrhaft höllischen Durcheinander aus, das nur einen einzigen Schluß zuläßt: Mohammed ist ein falscher Prophet, der Islam eine Perversion des jüdischen und christlichen Glaubens, damit eine unwahre und völlig wertlose Irrlehre.

Peter Helmes: Die kleine unkorrekte Islam-Bibel. Tötet die Ungläubigen! Hamburg 2018. - Hrsg.: Die Deutschen Konservativen, 22083 Hamburg, Beethovenstr. 60.

Werner Olles

 
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