47. Jahrgang Nr. 2 / Mai 2017
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1. Himmelfahrt
2. Der Verrat am Christentum – Islam und Vatikanum II
3. Islamistischer Terror in Frankreich
4. Zum Verhältnis von Kirche und Pastoral
5. Die Synode von Pistoja
6. Die Hölle ist nicht leer
7. Christenglauben!
8. Et regnabunt cum Christo mille annis
9. Betrachtungen über das Gebet
10. Astra regent homines, sed reget astras deus
11. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
12. Mitteilungen der Redaktion
Et regnabunt cum Christo mille annis
 
Et regnabunt cum Christo mille annis

von
Michel Mottet, Mai 1992
übersetzt von Jürgen Graf


Fortsetzung III und Schluß:


In den vorherigen Studien – „Der Antichrist“, „Die Erbsünde“, „Die Erbsünde (Fortsetzung)“, „Der Antichrist und die Erbsünde“, „Et iratus est Draco in Mulierem“ – sowie zahlreichen anderen Texten sind all diese Punkte bereits mehr oder weniger ausführlich dargelegt worden. Dennoch war es hier unerlässlich, das Wesentlichste nochmals zu wiederholen und einige wichtige Ergänzungen vorzunehmen, die es uns ermöglichen, das vierte Tier klarer zu identifizieren und einmal mehr zu beweisen dass dieses Tier durchaus keine Einzelperson, sondern der MORALISCHE LEIB aller Menschen ist, die den einzigen wahren Gott verwerfen und an seiner Stelle falschen „Religionen“, falschen philosophischen Systemen oder – wie es die Primitivsten und die Borniertesten tun – dem theoretischen oder praktischen Atheismus anhängen, der letzten Stufe des intellektuellen Niedergangs jener, die der Heilige Paulus als Tiermenschen bezeichnet (1. Korinther 2; 14). [In der deutschen Bibelübersetzung ist vom natürlichen Menschen die Rede. Der Übersetzer.] Dies ist ein noch schlagenderer Beweis dafür, dass dieses vierte Tier nicht erst in einer noch unbestimmten und unabsehbaren Zukunft erscheinen wird, sondern souverän über die Welt herrscht, nachdem es seine Macht unaufhörlich gefestigt und seit 1789, und dann seit 1917, Berge von Leichen Verschlungener, Zerschmetterter und Zertretener hinterlassen hat. 300 Millionen Tote sind eine keineswegs übertriebene Ziffer… Alle diese Texte haben darüber hinaus den Beweis dafür geliefert, dass seiner Häupter eines [war], als wäre es tödlich wund, und seine tödliche Wunde ward heil; dieses Haupt spielt im 13. Kapitel der Offenbarung eine so bedeutende Rolle, dass es in diesem kurzen Text dreimal erwähnt wird, und kann nichts anderes bedeuten als die abtrünnigen und gottesmörderischen Juden. Dieser Punkt wurde in der letzten der genannten Studien, die den Titel „Et iratus est Draco in mulierem“ trägt, auführlich dargelegt, und es ist folglich nicht notwendig, hier nochmals darauf zurückzukommen. Die Frage, die es in dieser neuen Studie zu untersuchen gilt, ist diejenige nach ihrer eventuellen „Bekehrung“ VOR DER HERRSCHAFT DES VIERTEN TIERES UND DES FALSCHEN PROPHETEN ODER ANTICHRISTEN, was beispielsweise im Katechismus des Oratoriums behauptet wird, das an eine auf den Heiligen Augustinus zurückgehende Tradition anknüpft. Wie Professor André-Félix Vaucher in seinem Werk "ESSAIS SUR LES PROPHETIES BIBLIQUES" - der vollständigsten Bibliographie sämtlicher Verfasser, die je über das Tausendjährige Reich geschrieben haben -, hervorhebt, hat der Heilige Augustin anfangs in seiner Predigt 259 gelehrt, das Tausendjährige Reich werde nach der Wiederkehr Christi eintreten, was in voller Übereinstimmung mit den Lehren zahlreicher Bischöfe und Märtyrer der ersten Jahrhunderte der Kirche steht, wie der Heilige Hieronymus berichtet. Doch angesichts der vielen und äusserst schwerwiegenden Häresien, die seit Kerinth über das Tausendjährige Reich verbreitet worden waren, verzichtete er darauf, diese These zu lehren, die für die Mission zu seiner – vom Ende der Zeiten noch sehr weit entfernte – Periode nicht unmittelbar notwendig war. Deshalb übernahm er – mit äusserster Vorsicht – die metaphorische Interpretation, die auf ORIGINES zurückging, einen Autor, der die Vorstellung, das Tausendjährige Reich werde erst nach Christi Wiederkehr eintreten, energisch bekämpfte. In der Tat stellt die Existenz eines ausschliesslich den Auserwählten vorbehaltenen Tausendjährigen Reiches an sich schon eine formelle Verurteilung der grössten Häresie des Origines dar, seiner Lehre von der ERRETTUNG AUSNAHMSLOS ALLER MENSCHEN, die von der Kirche wiederholt verurteilt worden ist. Wir haben bereits gesehen, dass die Position des Heiligen Augustinus vollkommen der Lehre der Schrift entspricht, weil es, wie aus dieser deutlich hervorgeht, zwei Phasen dieses Reiches gibt. Die betreffende Lehre des Heiligen Augustinus findet sich in seiner DE CIVITATE DEI (VOM GOTTESSTAAT), Buch XX, Kapitel 7, § 1. Von der „Bekehrung der Juden“ ist in den Kapiteln 28, 29 und 30 desselben Buches die Rede. Angesichts der Bedeutung des Themas scheint es angemessen, die einschlägigen drei Abschnitte vollständig zu zitieren:

Diese fleischlichen Israeliten, die sich heute weigern, an Jesus Christus zu glauben, werden eines Tages an ihn glauben, das heisst ihre Kinder, der Hosea prophezeit dies wie folgt: „Lange Zeit werden die Kinder Israels ohne König und ohne Obere bleiben, ohne Opfer, ohne Steinmahl, ohne Ephod und ohne Hausgott.“ [Hosea 3; 4.] Wer findet in diesem Bild nicht den heutigen Zustand des jüdischen Volkes wieder? Doch hören wir, was der Prophet hinzufügt: „Danach werden sich die Kinder Israels bekehren und den HERRN, ihren Gott, und ihren König David suchen und werden mit Zittern zu dem HERRN und seiner Gnade kommen in der letzten Zeit.“  [Hosea 3: 5.] Nichts ist klarer als diese Prophezeiung. Unter dem Namen „David“ ist Christus zu verstehen, jener Christus, der, wie der Apostel sagt, leiblich dem Blute Davids entstammt.“ (Kapitel 28.)

Am Ende der Zeiten, vor dem Gericht, werden die Juden an den wahren Christus glauben, an unseren Christus; es ist dies ein in der Tradition und in den Herzen der Gläubigen berühmter Glauben.“ (Kapitel 29.)

Dies wird, wie wir erfahren haben, bei diesem jüngsten Gericht oder vor diesem jüngsten Gericht geschehen: Das Kommen Elias des Thesbiten, die Bekehrung der Juden, die Verfolgungen durch den Antichrist, das Urteil Christi, die Auferstehung der Toten, die Trennung der Guten und der Bösen, das Aufgehen der Welt in Feuer und ihre Erneuerung. DOCH AUF WELCHE ART UND IN WELCHER REIHENFOLGE WERDEN DIESE EREIGNISSE AUFTRETEN? DIES WIRD DIE ERFAHRUNG DIESER DINGE DANN VIEL BESSER ERKENNEN LASSEN, ALS ES DIE INTELLIGENZ DER MENSCHEN VERMAG, DIE HEUTE KEINE VOLLKOMMENE KENNTNIS DAVON HABEN KANN. Allerdings glaube ich, dass sie in der Reihenfolge geschehen werden, die ich angegeben habe. (Kapitel 30.)

Wer sich die Mühe genommen hat, zu untersuchen, wo diese in der Tradition und in den Herzen der Gläubigen berühmte Glauben zuerst erschienen ist – und dieser Mühe haben sich sehr viele Menschen unterzogen -, hat ihn ausschliesslich bei Origines in seiner Predigt VI über das Buch Numeri sowie bei Tertullian im neunten Kapitel seines fünften Buchs gegen Marcion gefunden. Man wird einräumen müssen, dass Origines oder Tertullian, die als erste und einzige Vertreter der Tradition im dritten Jahrhundert, also vor dem Heiligen Augustin, wirkten, alles andere als sichere Autoritäten sind, um so mehr, als für Origines, den Urheber der – ebenso gefährlichen wie häretischen - allgemeinen metaphorischen Interpretation der Heiligen Schrift, die Bekehrung der Juden vor der Wiederkehr Christi die natürliche Folge seiner grundlegenden Häresie entspringt, der Erlösung ausnahmslos aller Menschen einschliesslich der ungläubigen Juden.

Seit seinem Erscheinen im vierten Jahrhundert wird DE CIVITATE DEI als eines der bedeutendsten Lehrbücher der Kirche betrachtet, und zwar mit Fug und Recht. Es gilt als kanonisches Werk der Tradition, hinter dem die Autorität des berühmtesten aller lateinischen Theologen steht. Seither berufen sich sämtliche Autoren, die von der „Bekehrung der Juden am Ende der Zeiten oder kurz vor dem Ende der Zeiten“ gesprochen haben, implizit oder explizit auf den Heiligen Augustinus, ohne Origines oder Tertullian auch nur zu erwähnen. Es ist durchaus nicht unnütz, sich die Liste der namhaftesten und bekanntesten dieser Autoren vor Augen zu führen: Im 4. Jahrhundert der Heilige Hilarius und der Heilige Ambrosius; im 5. Jahrhundert der Heilige Johannes Chrysostomos, der Heilige Hieronymus, der Heilige Kyrill von Alexandria; im 7. Jahrhundert der Heilige Gregorius der Grosse und Isidor von Sevilla; im 11. Jahrhundert der Heilige Anselmus; im 12. Jahrhundert der Heilige Bernhard; im 13. Jahrhundert der Heilige Thomas; im 17. Jahrhundert der Allerseligste Bartholomäus Holzhauser und Bossuet. Einige von ihnen beziehen sich insbesondere auf den Römerbrief, auf den wir oben bereits ausführlich eingegangen sind, andere auf verschiedene Texte von Jeremias, Hesekiel, Jesaja, Micha und Malachi, die ausnahmslos von jenem Tausendjährigen Reich sprechen, das im 20. Kapitel der Apokalypse angekündigt wird. Doch da sie in Anlehnung an Origines und den Heiligen Augustinus davon ausgehen, dass dieses Reich in die Zeit der Kirche fallen wird, müssen sie hieraus folgern, dass die Bekehrung der Juden VOR oder auch WÄHREND der Zeit des Antichristen erfolgen wird, jedenfalls jedoch VOR der Rückkehr des Menschensohns. Doch allein schon Kapitel 13 der Offenbarung schliesst eine solche Deutung aus, und es lohnt sich darauf hinzuweisen, dass die einzigen Stellen in der Apokalypse, wo – in den Kapitel 2; 9 sowie 3; 9 – von den „Juden“ die Rede ist, diese als Lügner und Synagoge Satans bezeichnen. Selbstverständlich geht es hier um die abtrünnigen und gottesmörderischen Juden.

Von den eben erwähnten Autoren ist Bossuet sicherlich derjenige, der mit der grössten Eloquenz, Überzeugung und Inbrunst von der „Bekehrung der Juden“ gesprochen hat. Seine ganze Beweisführung beruht auf Kapitel 11 des Römerbriefs sowie auf dem Wort ASSUMPTIO das er zunächst mit „RÜCKBERUFUNG" (der Juden durch Gott) übersetzt, das dann aber zur „BEKEHRUNG“  wird; hiervon kann sich jedermann bei der Lektüre des 20. Kapitels des zweiten Teils seines DISCOURS SUR LA HISTOIRE UNIVERSELLE (ABHANDLUNG ZUR WELTGESCHICHTE) überzeugen. Er schreibt dort:

Da die Juden eines Tages zu diesem Messias kommen müssen, den sie verkannt haben, und da die Barmherzigkeit des Gottes Abrahams für diese Rasse noch nicht erschöpft ist, obgleich sie diesem Patriarchen untreu geworden ist, hat er ein Mittel - von dem es auf der Welt nur dieses einzige Beispiel gibt – gefunden, um die Juden ausserhalb ihres Landes und in ihrem Niedergang zu bewahren, und zwar noch länger als die Völker, die sie besiegt haben. Man findet keine Reste der alten Assyrer, der alten Meder, der alten Perser, der alten Griechen oder sogar der alten Römer mehr. Ihre Spur hat sich verloren, und sie haben sich mit anderen Völkern vermischt. Die Juden, die zur Beute dieser alten, in der Geschichte so berühmten Nationen geworden waren, haben letztere überlebt, und indem Gott sie bewahrt, macht er uns darauf aufmerksam, was er mit den unglücklichen Überresten eines einst so begünstigten Volkes noch vorhat…

Somit werden die Juden eines Tages wiederkehren, und sie werden wiederkehren, um sich nie wieder zu verirren; ABER SIE WERDEN ERST WIEDERKEHREN, NACHDEM MORGENLAND UND ABENDLAND, DAS HEISST DAS GANZE UNIVERSUM, VON DER FURCHT UND DER KENNTNIS GOTTES ERFÜLLT SEIN WIRD.


Dieser Text ist in jeder Hinsicht wichtig. Er beginnt mit dem obligatorischen Hinweis auf die „Tradition“, d. h. die „Bekehrung der Juden“, die via den Heiligen Augustinus von Origines zu uns gekommen ist. Er erläutert das Geheimnis des jüdischen Volkes, das ausserhalb seines Landes und im Niedergang überlebt hat. Selbstverständlich konnte der Verfasser, als er 1681 seine „Abhandlung zur Weltgeschichte“ schrieb, angesichts des fürchterlichen Zustands, indem sich dieses Volk damals tatsächlich befand, keinesfalls ahnen, dass der Allerchristlichste König Ludwig am 27. September 1791 sein "DECRET DE EMANCIPATION DES INDIVIDUS JUIFS QUI PRETERONT LE SERMENT CIVIQUE" (DEKRET ÜBER DIE EMANZIPATION DER JÜDISCHEN PERSONEN, DIE DEN BÜRGERLICHEN EID LEISTEN WERDEN) unterzeichnete. Ausschliesslich dank der Anwendung der „UNSTERBLICHEN PRINZIPIEN“, die der ganzen „MENSCHHEIT“ als „UNIVERSALES DOGMA“ aufgezwungen worden sind – durch die „MENSCHEN- UND BÜRGERRECHTE“, den „Prüfstein“ der „DEMOKRATIE“, die in diametralem Gegensatz zum Bekenntnis der GÖTTLICHKEIT CHRISTI steht, welches vom Apostel Petrus abgelegt und von Christus zum „Eckpfeiler der Kirche“ gemacht wurde, d. h. der Gemeinschaft der Brüder Christi, die das Licht der Welt sein und dieser den Weg und die Wahrheit zwecks Erlangung des ewigen Lebens zeigen soll, hat der erwähnte „ältere Sohn der Kirche“ ein solches Dekret unterzeichnet, wobei er seine „Autorität des Göttlichen Rechts“ vollkommen vergass. Die Lektüre seines Testaments bekräftigt dies leider auf tragische und beklagenswerte Weise… Diese furchtbare „Verblendung“ konnte Bossuet nicht voraussehen, ja sich nicht einmal als denkbar vorstellen, ebenso wie er nicht voraussehen oder sich auch nur vorstellen konnte, dass zwei Jahrhunderte nach ihm ein konvertierter Jude, der für Ludwig XVI. nur höchstes Lob übrig hat, der Abt Joseph Lémann, anlässlich des einhundertjährigen Jubiläums der Glorreichen Revolution, die man die „französische“ nennt, ein Buch mit dem Titel LA PREPONDERANCE JUIVE - SES ORIGINES (1789-1791) (DIE JÜDISCHE VORHERRSCHAFT – IHRE URSPRÜNGE (1789-1791) schreiben würde, in dem man folgendes liest:

Wir, die wir in diesem ganzen Buch bis in die kleinsten Einzelheiten die Art und Weise schildern, auf die diese beiden Tatsachen herbeigeführt wurden und geschehen sind, begnügen uns hier damit, ihre genaue Formel zu präsentieren:

Erste historische Tatsache: Christus wird zu Beginn der Erklärung der Menschenrechte verworfen.

Zweite historische Tatsache: Die Juden wurden infolge eben dieser Menschenrechtserklärung in die Gesellschaft aufgenommen.

Diese beiden miteinander verknüpften Tatsachen erinnern an einen schmerzhaften Kontrast der Vergangenheit: Der Vorzug, dem die Menge Barrabas gegenüber Jesus gab; folglich der Austausch von Barrabas gegen Jesus, weil der erhabene Sohn Davids durch sein Blut, seine Wunder, seinen Patriotismus tatsächlich dem Volke Israel angehörte… Die verhängnisvollste Episode der Passionsgeschichte, eine Quelle der Schmach und der Katastrophen für das Volk Israel, war der Vorzug, den es Barrabas gegenüber Jesus gegeben hatte. (Ebenda, S. 2, 3.)


Das „EMANZIPATIONSDEKRET“ liefert uns das offizielle Datum, an dem die Erfüllung der Prophezeiung anfängt: Bestia, quam vidisti, fuit, et non est, et ascensura de abysso, et in interitum ibit... Et bestia, quae erat, et non est: et ipsa octava est: et de septem est, et in interitum vadit – Das Tier, das du gesehen hast, ist gewesen und ist nicht und wird wieder emporsteigen aus dem Abgrund und wird fahren in die Verdammnis... Und das Tier, das gewesen ist und nicht ist, das ist der achte und ist einer von den sieben und fährt in die Verdammnis. (Offenbarung 17; 8 und 11.) Diese unerhört wichtigen Tatsachen konnte Bossuet unter keinen Umständen kennen oder auch nur voraussehen, und somit konnte er in guten Treuen schreiben: Indem Gott sie [die Juden] bewahrt, macht er uns darauf aufmerksam, was er mit den unglücklichen Überresten eines einst so begünstigten Volkes noch vorhat… Hat dieses Warten auf die Bekehrung der „unglücklichen Überreste eines einst so begünstigten Volkes“ drei Jahrhunderte nach der „ABHANDLUNG ZUR WELTGESCHICHTE“ irgendwelche Früchte getragen? Die Antwort auf diese Frage findet sich in der Studie "Et iratus est Draco in Mulierem": Wir haben es heute nicht nur mit der „JÜDISCHEN VORHERRSCHAFT“ in Frankreich zu tun, die Abbé Joseph Lémann 1889 anprangerte, sondern mit der JÜDISCHEN VORHERRSCHAFT IN DER GANZEN WELT, die Copin-Albancelli 1909 in seiner Schrift "LA CONJURATION JUIVE CONTRE LE MONDE CHRETIEN" (DIE JÜDISCHE VERSCHWÖRUNG GEGEN DIE CHRISTLICHE WELT) prophezeite:

Anstatt einen militärischen oder politischen Charakter aufzuweisen, wird die von der jüdischen Rasse auferlegte Diktatur eine finanzielle, industrielle und kommerzielle Diktatur sein. Zumindest eine Zeitlang wird sie praktisch unmöglich erscheinen. Die Juden haben der kommerziellen, industriellen und finanziellen Welt die AKTIENGESELLSCHAFT geschenkt, dank der sie ihre gewaltigen Reichtümer verbergen können. Sie werden der ganzen Welt schenken, was sie Frankreich geschenkt haben: Die AKTIENGESELLSCHAFT DER AUSBEUTUNG DER VÖLKER, genannt REPUBLIK, dank der sie ihr Königreich verbergen werden können… Wir marschieren also auf die universelle Republik zu, weil nur auf diesem Wege das finanzielle, industrielle und kommerzielle Königreich der Juden errichtet werden kann… Dies ist der Plan, den die okkulte Macht enthüllt hat: Die Errichtung der jüdischen Herrschaft über die Welt DANK DER ORGANISATION DES KOLLEKTIVISMUS und unter dem Schein einer Weltrepublik. Auf deren Verwirklichung führt uns die FREIMAUREREI hin. (S. 450-453.)

Diese „universelle Republik“, von der Copin-Albancelli spricht, ist nichts anderes als der KOMMUNISMUS, der nicht vom Juden Karl Marx „erfunden“ wurde, denn letzteres hat den MESSIANISMUS DER JUDEN, DIE DEN WAHREN MESSIAS, JESUS, GEKREUZIGT HABEN, UM SICH SEINES ERBES ZU BEMÄCHTIGEN – was DER MESSIAS in seinem Gleichnis von den bösen Weingärtnern voraussagte -, einfach den Umständen seiner Zeit angepasst. Der Kommunismus ist ausserdem eine abscheuliche Karikatur der christlichen Gemeinden des ersten Jahrhunderts, in denen alle Gläubigen ihre Güter um des GEMEINSAMEN WOHLES ALLER willen zusammenlegten. Dieser jüdische Messianismus, der auf Bergen von Leichen begründet und weltweit propagiert wurde, hat auf „materieller“ Ebene, d. h. in der Praxis, augenscheinlich ebenso versagt wie auf „materialistischer“, d. h. in der Theorie. Da die Schaffung einer „universalen Republik“ durch den KOMMUNISMUS gescheitert ist – was eigentlich ein Todesurteil für den politisch-materialistischen Messianismus der abtrünnigen Juden hätte bedeuten müssen -, begriffen diese sofort, dass sich die Weltherrschaft nicht auf politisch-materialistischem, sondern nur auf materiell-politischem Wege erringen liess. Anders gesagt: Die Herrschaft über die Welt soll nicht mehr in erster Linie mittels der Politik, sondern durch Kaufen und Verkaufen erlangt werden, d. h. durch die möglichst absolute Kontrolle über alle Mittel, deren der Mensch zu seiner Existenz bedarf… Dies lesen wir im 13. Kapitel der Offenbarung. Es handelt sich ganz offensichtlich um die effizienteste Methode, um sich zum Herrn über jedes Individuum, über alle Individuen aufzuschwingen. Es war somit nichts als logisch und entsprach haargenau diesem Plan, wenn der Jude David Rockfeller im Juni 1991 in Sand unweit von Baden-Baden erklärte:

Wir sind der WASHINGTON POST, der NEW YORK TIMES, dem TIMES MAGAZINE [all diese Publikationen werden zu 100 % von den Juden kontrolliert] sowie anderen grossen Publikationen dankbar, deren Leiter an unserer Versammlung teilgenommen und ihr Versprechen, Diskretion zu wahren, fast vier Jahrzehnte lang gehalten haben. Es wäre für uns ganz unmöglich gewesen, unser Projekt für die Welt zu entwickeln, wenn wir all die Jahre hindurch im Rampenlicht der Publizistik gestanden hätten. Doch die Welt hat mittlerweile Fortschritte gemacht und ist bereit, auf eine WELTREGIERUNG ZUZUMARSCHIEREN, DIE KEINE KRIEGE MEHR KENNEN WIRD, SONDERN NUR NOCH FRIEDEN UND WOHLSTAND FÜR DIE GESAMTE MENSCHHEIT. DIE SOUVERÄNITÄT EINER INTELLEKTUELLEN ELITE UND DER WELTBANKIERE IST DER NATIONALEN SELBSTBESTIMMUNG, DIE MAN IN DEN VERGANGENEN JAHRHUNDERTEN PFLEGTE, SICHERLICH BEI WEITEM VORZUZIEHEN. DESHALB MÜSSEN WIR DIE PRESSE ÜBER UNSERE ÜBERZEUGUNGEN BEZÜGLICH DER HISTORISCHEN ZUKUNFT DES JAHRHUNDERTS INS BILD SETZEN.

Hätte selbst ein dermassen hervorragender Theologe wie Bossuet wissen oder auch nur voraussehen können, dass sich die Weltgeschichte so gänzlich anders entwickeln würde, als er es vorausgesehen hatte? Die Antwort auf diese Frage liegt bei Gott allein. Doch zumindest ansatzweise können auch wir eine Antwort liefern, wenn wir den bereits zitierten Text von Daniel 12; 9 zu Rate ziehen:

Vade Daniel, quia clausi sunt, signatique sermones USQUE AD PRAEFINITUM TEMPUS - -  Gehe hin, Daniel; denn es ist VERBORGEN UND VERSIEGELT BIS AUF DIE LETZTE ZEIT.
Der Heilige Geist teilt uns hier mit unübertrefflicher Klarheit mit, dass die Prophezeiungen hinsichtlich des Endes erst in der Periode begriffen werden können, die dem Ende unmittelbar vorausgeht. Es liegt also auf der Hand, dass es ein sehr schwerwiegender Irrtum wäre, dem Heiligen Augustin oder Bossuet vorzuwerfen, sie hätten sich grob getäuscht, denn der Heilige Geist Selbst hat uns mitgeteilt, dass Seine Mitteilungen erst in der Endzeit verständlich sein werden, um die dadurch unmittelbar Betroffenen zu warnen. Wir haben hier ein weiteres anschauliches Beispiel für den absoluten Respekt Gottes für die Entscheidungsfreiheit des Menschen vor uns, aber auch für seine Barmherzigkeit gegenüber seinen Auserwählten, die zu gegebener Zeit vollkommen über die Pläne des Feindes zur Irreführung jener im Bild sein werden, welche die Wahrheit nicht annehmen wollten, solange hierfür noch Zeit war. In seinem zweiten Brief an die Thessalonicher schreibt der Heilige Paulus:

Ideo mittet illis Deus operationem erroris, ut credant mendacio ut judicentur omnes, qui non crediderunt veritati, sed consenserunt iniquitati – Darum sendet ihnen Gott auch kräftige Irrtümer, dass sie glauben der Lüge, auf dass gerichtet werden alle die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern hatten Lust an der Ungerechtigkeit (2. Thessalonicher 2; 11-12). Diese kurzen Verse vermitteln volle Gewissheit über den furchtbarsten Fluch, den der Heilige Geist ausspricht, denn Gott Selbst ist es, der alle jene, die nicht an die Wahrheit glauben wollten, veranlasst, ein Werk der Lüge zu verrichten, das Gottes Plan direkt widerspricht. Darum handeln die ehemaligen Christen in – wenn auch zutiefst irrigem – gutem Glauben, wenn sie für die Demokratie, die Evolution, die Würde der menschlichen Person und was der hohlen Götzenbilder mehr sind – in einem Wort, für die unveräusserlichen Menschenrechte, über die der Jesuit Pierre de Clorivière anno 1793 am Schluss seiner Schrift ETUDES SUR LA REVOLUTION festhielt:

    WENN DIE FINSTERNIS, DIE MAN MITTELS DIESER ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE ZU VERBREITEN GEDENKT, SICH ÜBER DIE ERDE SENKEN SOLLTE; WENN DIE MEHRZEHL DER MENSCHEN SICH DAVON VERFÜHREN LASSEN SOLLTE, DANN WÄREN WIR IN JENEN UNGLÜCKLICHEN ZEITEN ANGELANGT, IN DENEN LAUT DEM FURCHTBAREN WORT DER HEILIGEN SCHRIFT DIE SONNE DER WAHRHEIT VERDUNKELT SEIN WIRD.

    Diese Erklärung der Menschenrechte hat sich nicht nur über die Erde gesenkt und die Mehrzahl der Menschen verführt, sondern bildet einen integralen Bestandteil der Lehre der aus Vatikan II hervorgegangenen Sekte, die offiziell als Katholische Kirche gilt; dies wurde in den vorhergehenden Studien zur Genüge bewiesen.

Nach diesen Darlegungen, in denen nachgewiesen wurde, dass die Mutmassungen des heiligen Augustinus und später von Bossuet keinesfalls den seither eingetretenen historischen Fakten entsprechen und in Wirklichkeit nichts als fromme Wünsche waren, die übrigens in jeder Hinsicht mit denen des Heiligen Paulus zusammenfielen, gilt es nun auf die Texte des Heiligen Augustinus sowie diejenigen von Bossuet zurückzukommen. Der Heilige Augustinus schlägt eine Chronologie der Ereignisse vor: Zuallererst erfolgt die Wiederkehr Elias des Thesbiters. Laut dem Zeugnis von Jesus selbst ereignete sich diese - vom Propheten Maleachi angekündigte – Wiederkehr in der Person Johannes des Täufers, wie jedermann bei Matthäus 11; 14 nachlesen kann. Es sei darauf hingewiesen, dass der Heilige Augustinus nirgends von einer angeblichen Wiederkehr von Henoch spricht, da in der ganzen Heiligen Schrift hiervon nirgends die Rede ist. Er nimmt an, dass anschliessend die Bekehrung der Juden eintreten wird, die sich vor den Verfolgungen durch den Antichrist vollzieht. In der vorliegenden Studie wurde ausführlich bewiesen, dass dieser Wunsch keinesfalls in Erfüllung gegangen ist, im Gegenteil! Augustinus nimmt ferner an, dass der Urteilsspruch Christi vor der Auferstehung der Toten erfolgen wird. Jeder weiss jedoch, dass diese Auferstehung der Toten VOR dem Urteilsspruch Christi stattfinden wird. Sie ereignet sich auch VOR dem Weltenbrand, da dieser eine direkte Folge des Urteilsspruchs sein wird, ebenso wie die Trennung der Guten und der Bösen. Damit ist der Nachweis vollbracht, dass die Ausführungen des Heiligen Augustinus lediglich eine Mutmassung und kein Glaubensdogma sind, wie er selber ausdrücklich betont. Doch wie und IN WELCHER REIHENFOLGE WERDEN DIESE EREIGNISSE STATTFINDEN? Die ERFAHRUNG dieser Dinge wird dies dann sehr viel besser zeigen, als dies die menschliche Intelligenz   JETZT [zur Zeit des Heiligen Augustinus] vermag. Unter diesen Umständen ist es fürwahr erstaunlich, wenn nicht gar unbegreiflich, dass manche Kommentatoren diese Warnung, welche übrigens die Weisheit des grossen Kirchengelehrten veranschaulicht, einfach nicht zur Kenntnis nehmen. Dies gilt um so mehr, als der Heilige Geist uns durch den Mund des Propheten Daniel klar darauf hingewiesen hat, dass seine Prophezeiungen bis zur Zeit unmittelbar vor dem Ende (PRAEFINITUM TEMPUS) verborgen und verschlüsselt sein werden. Folglich ist es ein schwerwiegender Irrtum, den Sinn dieser Prophezeiungen bei den Kommentatoren der ersten Jahrhunderte zu suchen, denn diesen war er damals verborgen und verschlüsselt, aus dem einleuchtenden Grund, dass die gesamte Geschichte zwar Gott dem Allwissenden bekannt ist, JEDOCH ERST DURCH DIE FOLGE DER FREIEN HANDLUNGEN SÄMTLICHER MENSCHEN WÄHREND DES GANZEN VERLAUFS DER VON GOTT FESTGELEGTEN ZEITEN ZUR REALITÄT WIRD.

Es versteht sich von selbst, dass der Heilige Augustinus – denn von ihm ist hier die Rede – unter keinen Umständen wissen konnte, wie die Menschen in den Jahrhunderten nach ihm handeln würden. Es ist besorgniserregend, dass man eine dermassen elementare Wahrheit wie diese noch eigens unterstreichen muss! Konnte er, um nur ein Beispiel zu erwähnen, etwa das Fernsehen voraussehen und beschreiben, das wichtigste Propagandainstrument des Tieres am Ende der Zeiten? Natürlich nicht. Es reicht hier, an die extravaganten Vorstellungen der Kommentatoren zu erinnern, die versuchten, das im 13. Kapitel der Offenbarung geschilderte Bild des Tieres, dem „Geist gegeben wurde“ und das „redete“, zu erklären, während man im 20. Jahrhundert mit voller Sicherheit sagen kann, dass der viele Jahrhunderte lang mysteriöse und unverständliche Text das Kino und das Fernsehen voraussagt – und dies mit geradezu „wissenschaftlicher“ Präzision, da diese Erfindung lediglich ein BILD, und nichts als ein BILD, ist, dem „Geist gegeben“ zu sein scheint – also lebt – und das REDET. Nebenbei sei bemerkt, dass wir hier einen schlagenden Beweis für die GÖTTLICHE INSPIRATION DER HEILIGEN SCHRIFT vor uns haben, denn der Heilige Johannes hätte das Kino nicht einmal ansatzweise ERFINDEN  können, zumal die Nutzung der Elektrizität zu seiner Zeit nicht einmal DENKBAR war…

Wenden wir uns nun dem oben zitierten Text von Bossuet zu, so konstatieren wir, dass dieser eine „Grabrede“ auf sämtliche Reiche darstellt, die auf Erden aufeinander folgten – die Reiche der Assyrer, der Meder, der Perser, der Griechen und schliesslich das Römerreich, von dem es weiland den Anschein machte, als würde es bis zum Ende der Welt fortbestehen. Seine Spur ist verlorengegangen, schreibt Bossuet. Mit dieser Feststellung einer offenkundigen Tatsache widerlegt Bossuet also sämtliche aus den ersten Jahrhunderten des Christentums stammenden Kommentare zur Offenbarung, die bei ihrer Interpretation davon ausgingen, dass das Römische Reich bis zum Ende der Zeiten Bestand haben werde. Daher ist es verwunderlich, ja geradezu unverständlich, dass es im 20. Jahrhundert noch Kommentatoren gibt, die Bossuets Feststellung einfach ignorieren und zur Erklärung mancher Stellen der Offenbarung den Fortbestand des schon vor vielen Jahrhunderten untergegangenen Römerreiches postulieren, das dem Grab niemals mehr entsteigen wird, weil ein solches politisches Regime nach 1789 und 1917 UNDENKBAR ist! Angesichts solcher Fehlschlüsse und einer solchen Verblendung darf man sich mit Fug und Recht fragen, ob diese „Kommentatoren“ des 20. Jahrhunderts nicht direkt von dem oben zitierten ideo mittet illis Deus operationem erroris... betroffen sind. Dies mutet wahrscheinlich an…

Als wahres Genie der französischen Sprache und hervorragender Kenner der Heiligen Schrift – insofern diese zu seiner Zeit überhaupt verständlich war – fügt Bossuet hinzu: Somit werden die Juden eines Tages wiederkehren, und sie werden wiederkehren, um sich nie wieder zu verirren; ABER SIE WERDEN ERST WIEDERKEHREN, NACHDEM MORGENLAND UND ABENDLAND, DAS HEISST DAS GANZE UNIVERSUM, VON DER FURCHT UND DER KENNTNIS GOTTES ERFÜLLT SEIN WIRD. Dieser Text ist von kapitaler Bedeutung. Bossuet weiss, dass das, was er als Bekehrung der Juden bezeichnet, erst erfolgen kann, wenn das ganze Universum von der Furcht und der Kenntnis Gottes erfüllt sein wird. Diese unerlässliche Vorbedingung wird freilich nur WÄHREND DES TAUSENDJÄHRIGEN REICHES erfüllbar und erfüllt sein! Doch hat diese Studie unter Bezugnahme auf die Heilige Schrift immer und immer wieder bewiesen, dass dieses REICH erst NACH der Rückkehr des MENSCHENSOHNS eintreten kann. Zu keinem Zeitpunkt nach der Menschwerdung des Gottessohns, bis hin in unsere Zeit, waren Morgenland und Abendland, das heisst das ganze Universum, von der Furcht und der Kenntnis Gottes erfüllt. Steht das gesamte Universum im Jahre 1992 etwa am Vorabend seiner Erfüllung mit dieser Furcht und dieser Kenntnis? Und 1992 (oder 1998, denn es ist einwandfrei nachgewiesen, dass sich der Mönch Denys le Petit bei der Datierung der Geburt Jesu um fünf bis sieben Jahre geirrt hat) WAR DAS UNIVERSUM SO WEIT HIERVON ENTFERNT WIE NOCH NIE ZUVOR. Diese Furcht vor dem Herrn läge vielleicht noch im Rahmen des Möglichen, wenn sich das Universum „dazu herabliesse“, das von Gott am 13. Oktober 1917 in Fatima bewirkte SONNENWUNDER als LETZTE WARNUNG VOR DER SCHLUSSENDLICHEN STRAFE anzuerkennen. Doch das ganze Universum lacht über Fatima und kümmert sich nicht im geringsten darum, und die falschen Propheten oder Antichristen, die sich auf dem Throne Petri folgen, haben sich der Veröffentlichung des Dritten Geheimnisses hartnäckig widersetzt und widersetzen sich ihr weiter, weil dieses ihre eigene Verurteilung darstellt, DIE VERURTEILUNG IHRER APOSTASIE.  Wer immer dies zu schreiben wagt, wird gleich lächerlich gemacht und als Prophet des Unglücks verunglimpft. Diejenigen, die diese Anschuldigung erheben, wissen vermutlich nicht, dass die Propheten des Unglücks in der Bibel die WAHREN PROPHETEN gewesen sind…

Zu Beginn dieser Studie geht es ausschliesslich um die Wiederherstellung des Reiches Israel, während im folgenden nur noch vom TAUSENDJÄHRIGEN REICH die Rede ist. Der Grund dafür findet sich wie stets in der Heiligen Schrift, insbesondere in der Apostelgeschichte 15; 14-18:
    Simon [Petrus] hat erzählt, wie Gott zum ersten Mal die Heiden heimgesucht hat und angenommen aus ihnen ein Volk für seinen Namen.
    Und dazu stimmen der Propheten Reden, wie geschrieben steht:
    Danach will ich mich wieder zu ihnen wenden und will wieder bauen die Hütte Davids, die zerfallen ist, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und will sie aufrichten.
AUF DASS, WAS ÜBRIG IST VON MENSCHEN, NACH DEM HERRN FRAGE, DAZU ALLE HEIDEN, ÜBER WELCHE MEIN NAME GENANNT IST, SPRICHT DER HERR, DER SOLCHES KUNDTUT VON ALTERS HER.


Wie sich jeder bei der Lektüre der Bibel selber überzeugen kann, steht die Möglichkeit, das künftige Reich Israel – oder Tausendjährige Reich - zu betreten, ausnahmslos ALLEN Menschen offen, sofern sie die GÖTTLICHKEIT CHRISTI verkünden, während die abtrünnigen und gottesmörderischen Juden diese Möglichkeit jenen Juden vorbehalten wollen, die fleischlich, oder RASSISCH, von Israel abstammen. Aus diesem fundamentalen Grund sagt der heilige Paulus von ihnen, sie seien allen Menschen feind – omnibus hominibus adversantur (1. Thessalonicher 2; 15). Eine solche Haltung hat in der heutigen Sprache einen Namen: Es handelt sich um bis zur Weissglut getriebenen RASSISMUS, der so tut, als habe es vor Israel nicht ADAM gegeben, der direkt von Gott geschaffen wurde und von dem ausnahmslos alle Menschen abstammen!

Ziehen wir zum Abschluss dieses sechsten Teils Bilanz: Die Wiederaufrichtung des Reiches Israel in Form des Tausendjährigen Reiches ist ein klar in der Bibel festgeschriebenes Dogma. Sie wird bei der Wiederkehr Christi zu der von seinem Vater festgelegten Zeit erfolgen, also nach der Apostasie der Kirche und nach der grossen Bestrafung durch das Feuer, das auf diese Apostasie folgt, weil die Kirche, solange sie dem Glauben treu blieb, allein verhinderte, dass das Tier durch Kaufen und Verkaufen, d. h. mittels wirtschaftlicher und finanzieller Macht, die Herrschaft über die ganze Welt erringen konnte, was bis heute keinem einzigen politischen Reich gelungen ist. Der letzte Staat der Welt, symbolisiert durch die Statue Nebukadnezars, ist, wie der Prophet Daniel erklärt, in Wahrheit keinesfalls ein monolithisches Weltreich, sondern ein Konglomerat von Staaten, versinnbildlicht durch die beiden Füsse, die teils aus Eisen und teils aus Ton sind (das Eisen steht für Kraft, der Ton für Schwäche), und die zehn Zehen der Statue (zehn ist die Zahl der Vielfalt). In diesem auf wirtschaftlicher und finanzieller Macht beruhenden Reich sind die Juden die unbestrittenen Herren, und ungeachtet ihrer Behauptungen kann das, was sie fälschlich Antisemitismus nennen, in einer völlig entchristlichten Welt (die Vielzahl der Sekten, angefangen bei der Konzilssekte, vertritt mitnichten das Christentum), nicht in der christlichen Religion wurzeln, sondern ist einfach eine – übrigens ganz normale – Reaktion auf ihren Willen, durch das GELD Macht auszuüben und zu dominieren.

Der genaue Zeitpunkt der Wiederkehr Christi mag zwar unbekannt sein, doch die Umstände, unter denen sie erfolgen wird, werden durch zahlreiche in der Heiligen Schrift erwähnte Zeichen angekündigt. Diese sind aber nur für die wenigen Gläubigen erkennbar und werden von ihnen tatsächlich erkannt werden, die in der Zeitspanne, die dem Ende unmittelbar vorausgeht, laut dem Propheten Daniel noch existieren werden. Es versteht sich von selbst, dass man, um diese Zeichen rechtzeitig zu erkennen, mit der Heiligen Schrift vertraut sein muss, in der sie erwähnt werden, und sich nicht auf absichtlich falsch übersetzte Texte verlassen darf; dies wurde in dieser Studie anhand zahlreicher Beispiele nachgewiesen.

Die Wiedererrichtung des Reiches Israel, das mit dem Tausendjährigen Reich vollkommen identisch ist und mit der Wiederkehr Christi als König beginnt, steht selbstverständlich in keinem Zusammenhang mit einer „Wiederauferstehung“ des politischen Staates Israel, wird sie doch unter einem neuen Himmel und auf einer neuen Erde erfolgen, wo die Gerechtigkeit wohnen und die Furcht und Kenntnis Gottes überall herrschen wird. Dieser Staat des neuen Universums, der dem irdischen Paradies, wie es Gott in seinem anfänglichen Plan vorgesehen hatte, vergleichbar – nicht aber ähnlich – sein wird, wird in der Offenbarung und von den Propheten klar verkündet. Der Eingang in dieses Reich – symbolisiert durch das Reich Davids, d. h. eine Epoche, wo Gott durch die Person Davids der wahre Gott und der wahre König Israels war – ist nicht einer bestimmten Rasse vorbehalten, sondern allen Gerechten, Heiligen und Märtyrern aller Zeiten, die als erste auferstehen und zu denen die wenigen bei der Wiederkehr Christi noch lebenden Gläubigen in der Majestät seiner Macht und der Macht seiner Majestät stossen werden.

Nach dem Studium der erwähnten Texte und einem reiflichen Nachdenken darüber ist selbstverständlich jedermann frei, die Frage Wird es nach dem Antichrist ein Tausendjähriges Reich geben? mit JA oder NEIN zu beantworten. Wer die Frage verneint – wie es fast alle „Christen“ tun -, muss allerdings, unter Verweis auf einschlägige Bibelstellen, erklären, weshalb Jesus behauptet hat, er werde zur von seinem Vater festgelegten Zeit zurückkehren, und warum er seinen Aposteln und Jüngern nicht gesagt hat, sie lägen mit ihrer Frage bezüglich der Wiederaufrichtung des Reiches Israel völlig falsch… Würde ein gewöhnlicher Sterblicher das Vertrauen seiner Mitmenschen dermassen missbrauchen und sie an vollkommen falsche und illusorische Dinge und Ereignisse glauben lassen, lüde er zweifellos grosse Schuld auf sein Gewissen, die eine der Schwere des Vergehens angemessene Strafe nach sich zöge. Kann man sich da allen Ernstes vorstellen, Jesus Christus hätte gegenüber seinen Aposteln und Jüngern sowie gegenüber allen, die das Evangelium kennen, einen solchen Frevel begehen können?

Michel Mottet, Mai 1992

 
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