56. Jahrgang Nr. 4 / Juli 2026
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1. Vorbemerkung zur Entstehung des Brief-Archivs
2. Ex oriente lux aut tenebrae?
3. Stellungnahme zu den Ausführungen von Fr. Krier
4. Die Einsamkeit
5. Erklärung zu „Unam Sanctam“
6. Gewitter über Europa
7. Terza Posizione – Für eine Querfront des Widerstands!
8. Für eine familienfreundliche Wende
9. Anmerkungen zu den geplanten Bischofsweihen
10. Zur Frage der Bischofsweihe

11. Fragen eines Nachbarn
12. Die bunte Gesellschaft ist vorgezeichnet
13. Die verhängnisvollen Wahnvorstellungen
14. Tor zur Hölle geöffnet:
15. Barack Obama
16. as die islamische Welt im Innersten auch zusammenhält,
17. Rußland
18. Buchbesprechung
19. In Deutschland verschwiegen:
20. Hinweis
21. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
22. Mitteilungen der Redaktion
Rußland
 
Rußland

von
Werner Olles

Die liberal-globalistische Politik zeichnet sich durch die ungeheure Fähigkeit aus, ihr eigenes durch und durch von Absurditäten, eklatanten Widersprüchen und perfiden Lügen geprägtes Universum als einzig denkbare und natürliche demokratische Ordnung erscheinen zu lassen. Herausgekommen ist dabei die unauflösliche Verbindung von „Demokratie und Heuchelei, geldgierig, sanftmütig, verlogen und schlau in der monotonen Steppe des Pluralismus“ (Günter Maschke). Sehr schön zu beobachten war dies einmal mehr vor wenigen Tagen in der von den Kartellparteien ähnlich einer Schmierenkomödie inszenierten Bundestagsdebatte über die Rußland-Kontakte der größten und in Wahrheit einzigen Oppositionspartei AfD. Was sich dabei offenbarte, war die leicht durchschaubare, primitive Schweinchen-Schlau-Mentalität der BRD-Kartellparteien CDU/CSU, SPD, Grüne und SED/Linke, deren Abgeordnete einträchtig und aggressiv-verlogen das Märchen des Landesverrats zugunsten Rußlands konstruierten, der – da ohne jeden Beweis und ohne jede offizielle Anklage - jedoch nicht nur auf ausgesprochen schwachen Füßen steht, sondern selbst für politisch nicht sonderlich begabte Bürger recht gut als ideologisches Denunziationsprojekt und schmutzige Angsthypnose für die Bürger der BRD erkennbar ist.

Nachdem sich die „Nazi-Keule“ gegen die AfD zunehmend als unbrauchbar erwiesen hat, und trotz aller niederträchtigen Versuche, sie ins national-sozialistische Eck zu verbannen, jämmerlich gescheitert sind, mußte schleunigst eine neue Desinformations-Kampagne her, und was bot sich da besser an als die „Schwefelpartei“ (Michael Klonovsky) irgendwie mit den „bösen Russen“ zu assoziieren. Eine „Politik des Spektakels“ (Guy Debord), die zwar nichts weiter als billige und banale Hetze und Haß-Propaganda „Unserer Demokratie“ ist, die jedoch zeigt, daß derlei Stumpfsinn inzwischen zur planetarischen Politik des Liberal-Globalismus und der Kulturkämpfe gehört und mit tierischem Ernst zur Maxime parlamentarischer Politik erhoben wird. Linke Irre und irre Linke treffen sich hier ungeniert mit marktwirtschaftsfrommen Realos und erweisen sich so gleichermaßen als Dinosaurier eines untergehenden unipolaren Zeitalters. Wir leben in Zeiten, in denen die Stunde der Harlekine, Obskuranten, Kriegstreiber und Rußlandhasser schlägt, so schwach und substanzlos ihre dumpfen Schwadronaden und Roßtäuschereien auch sind.

Was sich da breitmacht, ist nicht einmal ein theoretisierender Snobismus, der mit ideologischen Begriffen nur noch äußerlich kokettiert, sondern das demokratische Evangelium der puren Denunziation und nackten Lügen, die der Orwellschen Sprache nun einmal seit jeher zu eigen sind. Was übrigbleibt, ist die lächerliche Verfallsgestalt politisch und gesellschaftlich handlungsunfähiger Figuren, die sich mittels Schallwellen verständigen, und solchen, die diese Leistung durch den Austausch von chemischen Substanzen bewerkstelligen. Der pseudosouveräne Gestus des schwarz-roten Regierungskartells – und die dazu wie die Faust aufs Auge passende Talkshow-Schnoddersprache ihrer grünen und linken Vasallentruppen – erinnern in ihrem konstruktivistisch-ideologischen Wahn in gewisser Weise tatsächlich an die Modernisierungs-Diktaturen des 20. Jahrhunderts.

Da das reale Dasein als Arschloch „Unserer Demokratie“ auf die Dauer doch einigermaßen unbefriedigend zu sein scheint, bleibt den Monaden der Kartellparteien kaum etwas anderes übrig, als sich mit ihrem sprachlichen Outfit vom „Spionagevorwurf“ und „Landesverrats“ selbst eine überdimensionale Bedeutung aufzuladen gegen die mißliebigen Konkurrenten der AfD, die dafür sorgen wird, daß die staatlich finanzierten Denunzianten-Mafia-NGOs bei den nächsten Wahlen wieder in ihr normales Dasein als Küchenhilfe, Staubsaugervertreter, Bürgergeldempfänger oder Aktenträger zurückbefördert werden.

Diesen geistigen Unrat der herrschenden Klasse, der vor dreißig Jahren noch Kopfschütteln ausgelöst und vor fünfzig Jahren den direkten Weg in die geschlossen Psychiatrie bedeutet hätte, darf sich heute der zwangsgebührenzahlende TV-Zuschauer auf Phönix stundenlang zu Gemüte führen und erinnert sich dabei an Adornos: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen?“ Oder vielleicht doch? Es gehört zu den ältesten Essentials des Liberalismus, daß er jede Benennung der Katastrophenpotenz, und sei es der geistigen und ethischen, in die Ecke eines abergläubischen und irrationalen, rückwärtsgewandten und antizivilisatorischen Denkens drängen will. Klappt dies nicht mehr so richtig, wie in unserem aktuellen Fall, wird die Nazikeule mir nix dir nix kurzerhand eingepackt und eine neue Sau durchs globale Dorf getrieben. Doch auch jetzt haben sich das „Unsere Demokratie“-Kartell mit seinen kruden Spionagekonstrukten wieder einmal bis auf die Knochen blamiert.

Das mittelalterlich anmutende Milleniums-Katastrophenszenario eines russischen Angriffskriegs gegen die marode Pleite-BRD und die korrupte EU inklusive des ruinierten Frankreich und des im ethnischen Vorbürgerkrieg versinkenden England samt apokalyptischer Blutopferideologien, die fatal an Stalingrad erinnern, ist nichts weiter als die subjektlose Ausgeburt eines Liberalismus/Globalismus, dessen wehrdienstverweigernde Kriegshelden heute ihren feuchten Traum vom Rußland-Feldzug liebend gern realiter umsetzen würden. Gerade diese Haltung macht das Gespenstische an der infantil vor sich schäkernden liberalistischen Subjektivität geradezu zwanghaft zum transzendierenden Phänomen einer ungeschminkten Naivität und jener falschen Unmittelbarkeit, auf die mehr denn je Adornos Verdikt in den „Minima Moralia“ zutrifft: „Die Verteidigung des Naiven, wie sie von Irrationalisten aller Art betrieben wird, ist unwürdig. Die Reflexion, welche die Partei der Naivität nimmt, richtet sich selbst… und verkehrt Denken in die unmittelbare Lüge!“ Daß die bewußtlosen Träger „UnsererDemokratie“ im Zustand der Infantilität und des nicht therapierbaren Schwachsinns angelangt sind, macht sie mitsamt ihrem frühkindlichen Lallen dennoch gefährlich. Denn ihr unzurechnungsfähiges „Spionage“- und Droh-nen-Gedröhn kann jederzeit umschlagen in ein ebenso primitives Pogrom ihrer staatsjugendlichen „Antifa“-Banden, wie in eine vehemente militärische Auseinandersetzung mit dem „ewigen Feind Rußland“ (Außenminister und „Syrien-Experte“ Wadephul).

Das förmliche Herbeibeten hybrider Zustände akkompagniert mit einer Akzerelation und letztlich mit einer Annihilation des „ewigen Feindes“, zeugt jedoch von einer von Kreaturen regierten Gesellschaft, die unfähig sind zur Diplomatie, zum Frieden, zu Multipolarität, zu geopolitischen Realitäten und geostrategischen Interessen und zu einer gesamteuropäischen Sicherheits-
architektur, die selbstverständlich Rußland als politischen und ökonomischen Partner mit einzuschließen hat. Den AfD-Abgeordneten, die auch weiterhin gute Beziehungen zur Russischen Föderation pflegen, an den Konferenzen der BRICS-Staaten teilnehmen und sich für Frieden und Völkerverständigung einsetzen, gilt unser Dank und unser Vertrauen. Daß dagegen den russophoben Kriegshetzern jeglicher Coleur unsere ganze Verachtung gebührt, ist ebenso selbstverständlich.

 
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