56. Jahrgang Nr. 4 / Juli 2026
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1. Vorbemerkung zur Entstehung des Brief-Archivs
2. Ex oriente lux aut tenebrae?
3. Stellungnahme zu den Ausführungen von Fr. Krier
4. Die Einsamkeit
5. Erklärung zu „Unam Sanctam“
6. Gewitter über Europa
7. Terza Posizione – Für eine Querfront des Widerstands!
8. Für eine familienfreundliche Wende
9. Anmerkungen zu den geplanten Bischofsweihen
10. Zur Frage der Bischofsweihe

11. Fragen eines Nachbarn
12. Die bunte Gesellschaft ist vorgezeichnet
13. Die verhängnisvollen Wahnvorstellungen
14. Tor zur Hölle geöffnet:
15. Barack Obama
16. as die islamische Welt im Innersten auch zusammenhält,
17. Rußland
18. Buchbesprechung
19. In Deutschland verschwiegen:
20. Hinweis
21. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
22. Mitteilungen der Redaktion
Terza Posizione – Für eine Querfront des Widerstands!
 
Terza Posizione – Für eine Querfront des Widerstands!

von
Werner Olles

Wenn es das Verhängnis des National-Sozialismus gewesen war, den Staat spätpubertierenden und größtenteils drogensüchtigen Berufsjugendlichen anzuvertrauen, so sehen wir heute mit der totalen Machtübernahme des Liberalismus und Demokratismus genau den gleichen Vorgang. Die einzige Konstante in der jämmerlichen Existenz der herrschenden politiko-medialen Clique ist ihre lächerliche und beschämende Geistlosigkeit, Unwissenheit und groteske Primitivität. Tatsächlich sind Liberalismus, Demokratismus, Faschismus, Kommunismus und Sozialismus nur verschiedene Spielarten einer im Wesen identischen Weltanschauung, die partout nicht verstehen kann, daß die Welt des Politischen voller Probleme, das Leben ebenfalls und der Mensch ein äußerst problematisches, gefährliches und gleichzeitig gefährdetes Wesen ist. Doch die Herrschaft der Zwerge hat das Regime in seiner Hochmut gegenüber dem eigentlich Souverän, den Staatsbürgern, zu bösartigen Bestien werden lassen, die nichts mehr fürchten, als die Verhinderung der endgültigen Kastration der deutschen Staatlichkeit. Zu diesem Zweck ist die BRD als Staatsveranstaltung, die weder Achtung, Respekt noch Gehorsam auslöst oder gar verdient, nicht nur zu einem Zivilisationsbruch und einer kulturellen Kernschmelze fähig, wie wir sie spätestens seit 2015 bis heute mit der illegalen Masseneinwanderung erleben, sondern auch zu einem großen Mord-komplott gegen das deutsche Volk durch ihre von der EU und der NATO gestützte völlig verantwortungslose und verlogene Propaganda und Kriegstreiberei gegen die Russische Föderation.

Tatsächlich darf man bei diesem üblen Spiel jedoch den Grad der Verblödung unserer Bevölkerung durch Zwangsgebühren-TV, Staats-Medien und Kartell-Parteien nicht unterschätzen. Während der Nicht-Staat BRD sich heute als „Zivilgesellschaft“ maskiert, haben sich die europäischen Nationen mit der EU ein diktatorisches Monster erschaffen, mit der NATO eine von den USA gesteuerte mörderische Kriegsmaschine, die die Entgermanisierungs- und Enteuropäisierungsgspolitik rapide und ohne Rücksicht auf demokratische und diplomatische Spielregeln vorantreiben. Man fördert mit immensen Summen und unter Umgehung geltenden Rechts nicht den Schutz der relativen Homogenität der europäischen Völker und Nationen, sondern deren Umbau zu unregierbaren Drittweltstaaten. Carl Schmitts Verdikt, daß der Staat die politische Einheit eines Volkes ist und kein beliebiges Konglomerat verschiedener kulturfremder Völkerschaften, erleichtert zwar die erschütternde Diagnose, daß zumindest Westeuropa längst kein Kontinent souveräner Nationen mehr ist, doch sich allein auf die Diagnose zu beschränken, ist eine schlechte und unzureichende Medizin.

Was wir brauchen sind vielmehr Therapien, im Ernstfall – der längst eingetreten ist – sogar Schocktherapien, die von Generalstreiks, Massendemonstrationen, militanten Aktionen und Organisierung des politischen Widerstands bis zur endgültigen Zerschlagung der EU und der NATO reichen und dem Aufbau einer „Europäischen Internationalen souveräner Nationen“. Wir müssen das, was uns unterdrückt, ausbeutet, beleidigt und tagtäglich erniedrigt, zerstören, um dann eine Erneuerung zu schaffen, die an die abendländischen Traditionen anschließt. Dieses neue Europa, das selbstverständlich Rußland einschließt, wird von Lissabon bis Wladiwostock reichen, aber ohne die islamistische Türkei und das zionistische Israel.

Der westliche Imperialismus hat den Menschen jeden Sinn ihrer Existenz genommen, hat sie bewußt entfernt vom Patriotismus im Sinne eines „kontemplativen Nationalismus“ (Ernst von Salomon) und noch weiter entfernt von leiblichem Erleben, aber zugemüllt mit wortreichem aber sinnlosen Geschwätz und einer geistigen Sterilität, die nur mit reinem, unverfälschtem Widerstand zu brechen sind. Zwar ist das Kennzeichen großer Probleme oft genug ihre Unlösbarkeit, und in den liberalen Massendemokratien greifen die herrschenden Tyrannen direkt die Seelen ihrer Untertanen an, aber hier muß die Frage erlaubt sein, was die sogenannte intellektuelle Neue Rechte für das entscheidende Verhältnis von Massenaktionen und Organisierung des politischen und militanten Kampfes noch beizutragen hat außer begrifflosem Konkurrieren um überholte politische Positionen, Stilisierung und Ästhetisierung vergangener Zeiten und im besten Fall der Präsentation einer Sammelrezension.

Tatsächlich ist jedoch der Widerstand im Liberalismus immer schon im System aufgehoben und entsteht keineswegs außerhalb des Systems, was ihm die revolutionäre Wirksamkeit nimmt. Hätte man Adorno und Marcuse gelesen und vor allem verstanden, dann wüßte man jedenfalls besser Bescheid über die besiegte Logik des Protests. Doch dazu sind sich die jungen Herren offenbar zu fein. Mit philosophofaselnder Gespreiztheit ersetzt man jedoch keinen militanten Aktivismus, selbst wenn Haltung bisweilen auch Zurückhaltung und eine kalte Form des Pragmatismus bedeutet. Die „Neue Rechte“ hat ihre ideologischen und politischen Grenzen offenbart, indem sie auf psychologische Führungskunst innerhalb einer Strategiebildung freiwillig verzichtet und völlig unfähig zu einer Gegenoffensive ist, eine beinahe greifbare Tragikomödie, die gewaltige strategische und taktische Defizite vermuten läßt. In einer Zeit voller Haß, Extremismus, Gewalt und Illusionen, die bereits die Form eines psychologischen Bürgerkrieges angenommen haben, stellt sie im Grund nur noch ein Produkt der Verzweiflung dar. Man muß nicht unbedingt ein Intellektueller sein, um das zu verstehen, nicht einmal ein Theoretiker.

Nach Dominique Venner ist die Tradition nicht die Vergangenheit, sondern das Unvergängliche. Europa von seiner neoliberalen Agenda zu befreien ist und bleibt unser Auftrag. Die BRD ist nur eine kleine Provinz Europas, aber als antibürgerliche Revolutionäre haben wir die besseren Narrative aus Mut und Geist und den Willen zum Widerstand. Die Dichotomie zwischen Neoliberalismus, Globalkapitalismus und Barbarei auf der einen und der Souveränität von Völkern und Nationen auf der anderen Seite hat nie aufgehört und gilt nach wie vor. Die Bildung einer sozial-nationalrevolutionären Querfront als Gegenstück zur Diktatur der Finanzplutokratie ist nicht nur das Gebot der Stunde, wenn wir unsere Freiheit behalten beziehungsweise zurückerobern wollen, sondern die klassische Dritte Position (Terza Posizione) eines nationalen Antikapitalismus, der sich nicht dem Globalismus der Herren des Geldes feige unterwirft, sondern sich auf die kommende Auseinandersetzung vorbereitet, sich auflehnt gegen die verbrecherischen Zumutungen des herrschenden Pöbels und die Wiedergeburt und Reconquista des Abendlandes als sozial- und nationalrevolutionäre Pflicht betrachtet.
 
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