56. Jahrgang Nr. 4 / Juli 2026
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1. Vorbemerkung zur Entstehung des Brief-Archivs
2. Ex oriente lux aut tenebrae?
3. Stellungnahme zu den Ausführungen von Fr. Krier
4. Die Einsamkeit
5. Erklärung zu „Unam Sanctam“
6. Gewitter über Europa
7. Terza Posizione – Für eine Querfront des Widerstands!
8. Für eine familienfreundliche Wende
9. Anmerkungen zu den geplanten Bischofsweihen
10. Zur Frage der Bischofsweihe

11. Fragen eines Nachbarn
12. Die bunte Gesellschaft ist vorgezeichnet
13. Die verhängnisvollen Wahnvorstellungen
14. Tor zur Hölle geöffnet:
15. Barack Obama
16. as die islamische Welt im Innersten auch zusammenhält,
17. Rußland
18. Buchbesprechung
19. In Deutschland verschwiegen:
20. Hinweis
21. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
22. Mitteilungen der Redaktion
Vorbemerkung zur Entstehung des Brief-Archivs
 
Vorbemerkung zur Entstehung
des Brief-Archivs der EINSICHT und dessen Nutzung


Verehrte Benutzer dieses Archivs,

nach langwierigen Vorarbeiten kann die Redaktion der EINSICHT Sie, verehrte Leser, nun auf die Eröffnung des Brief-Archivs der EINSICHT im Internet hinweisen, welches Sie unter der Seite https://einsicht-briefarchiv.de aufrufen können. Das Archiv enthält gut 3000 Briefe im PDF-Format und deckt den Zeitraum von ca. 1965 bis zum Jahr 2000 ab. Die Benutzung des Archivs ist einfach. Mit einem Klick auf das Eingangsbild eröffnen Sie sich den Zugang zur Navigation.

Die Idee zu diesem Archiv reifte langsam heran. Die Zögerlichkeit bei der Umsetzung hing auch damit zusammen, daß wir von der Redaktion sahen, welche umfassenden Arbeiten damit verbunden waren. Ausschlaggebend für die Installation war schließlich das Ziel, den interessierten Lesern einen Einblick in ein Kapitel der modernen Kirchengeschichte zu liefern und einen Schatz öffentlich zugänglich zu machen, der in dieser Form von keiner anderen Stelle geleistet werden kann.

Bei der Durchsicht der Korrespondenz aus den frühen Jahren der Zeitschrift EINSICHT und ihrem Vorläufer DAS ZEICHEN MARIENS (ab 1966 bis 1970), in der sie als deren Nachfolge von Repräsentanten des Freundeskreises der Una Voce e.V. geführt wurde, fiel mir auf, wie sensibel in diesen Briefen kontrovers argumentiert wurde, ohne dabei in Polemik auszuarten. Nachdem DAS ZEICHEN MARIENS seinen Kurs verändert hatte, wurde die Zeitschrift EINSICHT 1971 gegründet, die vom Freundeskreis als Trägerverein bis heute herausgegeben wird und die ihrem Programm zur Bewahrung des wahren Glaubens, d.i. des Glaubens der röm.-kath. Kirche treu geblieben ist.

Die Idee zum Aufbau dieses Archivs, das eng mit der Redaktion dieser Zeitschrift verbunden und Teil deren Aktivität ist, entstand bei der Durchsicht der umfangreichen Korrespondenz. Der faire Umgangston in diesem Briefwechsel war um so erstaunlicher, als es doch in der Debatte um Existenzfragen unserer Kirche, unserer Religion ging. Es kamen Befürworter der Reformen genau so zur Darstellung ihrer Argumente wie die Gegner, wobei die Gegner der Reformen ihren Diskurs auch untereinander kontrovers führten. Teilnehmer dieser offenen Auseinandersetzung waren einfache Gläubige, die zumeist ihre Besorgnis zu den laufenden Veränderungen zum Ausdruck brachten, ebenso wie Akademiker und Kleriker, Reformer wie Traditionalisten, Personen des öffentlichen Lebens und Politiker. Die Sammlung bildet so die Meinungsvielfalt der post-konziliaren katholischen Gesellschaft ab mit ihren Höhen und Enttäuschungen, mit ihren klaren Erkenntnissen und auch mit ihren Enthüllungen.

Die Sammlung der veröffentlichen Briefe, die hier Eingang in das Archiv fanden, endete im Jahr 2000, um nicht die Autorenrechte der Verfasser zu verletzen, weil ich davon ausgehe, daß sie inzwischen verstorben sind. Sollten aber Briefe, die in diese Sammlung Eingang gefunden und mögliche Rechte der Verfasser verletzt haben, darf ich die Betroffenen bitten, dies zu melden, damit die betreffenden Dateien unverzüglich entfernt werden können. Wie gesagt, die Idee, diesen literarischen Schatz in ein Archiv einzubinden, kam erst nach und nach, als meiner Frau und mir klar wurde, daß man diese literarische Kostbarkeiten der Nachwelt als Erbe erhalten sollte, damit die Informationen, die darin enthalten sind, weiter gegeben werden können, um zu zeigen, daß der Chor derjenigen, die sich gegen die Reformen erhoben haben, eine bleibende Stimme erhält. So hoffe ich, daß viele aus dieser lebendigen Quelle schöpfen mögen.

Ein besonderer Dank gilt Herrn Daniel Zöllner, der maßgeblich beim Aufbau dieses Archivs mitgearbeitet hat.

Eberhard Heller

 
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