China: Neue Vorschriften für Religionsgemeinschaften dienen der Kontrolle. In China sollen ab Februar 2020 neue Vorschriften für religiöse Gemeinschaften in Kraft treten. Die "Verwaltungsmaßnahmen für religiöse Gruppen" vervollständigen Medienberichten zufolge die bereits im Februar 2018 verabschiedeten Religionsgesetze und befassen sich mit fast jedem Aspekt innerhalb religiöser Gemeinschaften. "Religiöses Personal" muss laut der Nachrichtenagentur AsiaNews die vollständige Unterwerfung aller Mitglieder ihrer Gemeinschaften unter die Kommunistische Partei Chinas unterstützen, fördern und umsetzen. "Religiöse Organisationen" sind verpflichtet, die Prinzipien und die Politik der Partei in ihren Reihen zu verbreiten und zu lehren. Die lokalen Religionsbehörden müssen über Veranstaltungen und deren Planung, die Ernennung von Amtsträgern in der Religionsgemeinschaft sowie die Lösung von Konflikten unter den Gläubigen informiert werden. Für sämtliche Aktivitäten müssen Genehmigungen von den Behörden eingeholt werden. Sowohl die Religionsgesetze wie auch die neuen Maßnahmen gelten für alle Religionsgemeinschaften Chinas. Aus Sicht des Vorstandssprechers der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte IGFM/Frankfurt am Main, Martin Lessenthin, sind die neuen Maßnahmen ein weiterer Schritt in Richtung totaler Kontrolle und Sinisierung des Landes - die Prägung aller Lebensbereiche im Sinne der Kommunistischen Partei. Wie er sagte, werden die neuen Vorschriften den bereits hohen Druck auf Christen noch einmal deutlich verstärken. Jeder Pastor und Gemeindeleiter müsse sich registrieren lassen: "Tun sie dies nicht, drohen ihnen Strafen und Sanktionen." Dies könne beispielsweise die zwangsweise Umerziehung im Sinne der Partei in einem Straflager sein. Pastoren, die sich der Überwachung des Staates durch Nicht-Registrierung entziehen wollten, dürften nicht mehr predigen. Betroffen sind laut Lessenthin vor allem staatlich nicht anerkannte Hauskirchen, die aber in der Öffentlichkeit präsent sind. "Für sie führt der Weg entweder in die Illegalität - und damit in den Untergrund - oder zu Sanktionen", so der IGFM-Vorstandssprecher. (TOPIC Feb. 2020)
Iman auf der Kanzel - Irland, wenn der muslimische Gebetsruf in der Messe ertönt
Ungeheuerliches spielt sich im eigentlich erzkatholischen Irland ab. Ein Video aus der Stadt Galway in diesem Jahr 2025 zeigt einen Priester, der die Messe feiert, während gleichzeitig ein muslimischer Imam, einen Gebetsruf von der Kanzel singt. Für Katholiken ist dies ein Verrat an der Liturgie, ein Widerhall eines Vorfalls in Ballyhaunis 2020. Beide Ereignisse zerreißen die Heiligkeit der Messe und wecken Schmerz. Im Mai 2025 verbreitet sich ein Video aus Galway wie ein Lauffeuer: Mitten in der Heiligen Messe erklingt der muslimische Gebetsruf, gesungen von einem Imam von der Kanzel. Die Kanzel ist durch Kanon 767 den Klerikern vorbehalten. Der islamische Gebetsruf „Allah ist der Größte“ wirkt für Katholiken wie eine Proklamation islamischer Überlegenheit. Und das während einer Messe. Doch die Liturgie als Bühne zu nutzen, empfinden Gläubige als Entweihung. 2020 in Ballyhaunis, Irland, geschah Ähnliches. Ein Priester ließ einen Imam während der Messe den muslimischen Gebetsruf singen, um Pandemie-Helfer zu ehren. Ein Theologe nannte es „irreführend“, da der Ruf mit der Liturgie unvereinbar ist. Ballyhaunis mit großer muslimischer Gemeinde wollte Zusammenhalt zeigen, doch die Messe ist kein Ort für fremde Riten. Dieser Vorfall ist ein Vorläufer von Galway, wo die Kanzel erneut entweiht wurde.
pic.twitter.com/Qg31JljXwh David Vance (@DVATW) May 5, 2025
Ein Massaker in Damaskus. Während der Sonntagsmesse in der Mar-Elias-Kirche im Stadtteil Duweila eröffnete ein Angreifer mit einer automatischen Waffe das Feuer auf die Gläubigen und zündete anschließend eine Sprengstoffweste. Die Aufnahmen zeigten blutüberströmte Böden, zerstörte Kirchenbänke, pulverisiertes Mauerwerk. Nur 15 Minuten nach dem Anschlag gab das syrische Innenministerium eine Erklärung heraus und machte den IS verantwortlich: „Er eröffnete das Feuer auf die Versammlung, bevor er sich mit einer Sprengstoffweste in die Luft sprengte.“ Doch viele Syrer äußerten Zweifel: Dass Innenminister Anas Khattab – ein Mitbegründer der Nusra-Front, die einst vom UN-Sicherheitsrat als Terrororganisation gelistet wurde – so schnell über Identität und Zugehörigkeit des Täters informiert war, erschien fragwürdig. Auf Facebook fragte ein Kommentator: „Wie konnte das Innenministerium nach 15 Minuten die Identität des Mörders bekannt geben, der sich in der Kirche in die Luft gesprengt hat – während es nach sechs Monaten der angeblichen Verfolgung der Mörder des Massakers an den Alawiten an der Küste niemanden gefunden hat? Woher wussten sie sofort, dass es der IS war?“ Am Folgetag erklärte Khattab, seine Truppen hätten die verantwortliche ISIS-Zelle aufgespürt und bei einer Razzia in den Vororten von Damaskus mehrere Mitglieder verhaftet. Es habe Zusammenstöße gegeben, zwei Terroristen seien getötet worden.
Urteil zu Gebetsmahnwachen - Gebetsmahnwachen von Lebensschützern vor den Niederlassungen von Abtreibungs-Einrichtungen dürfen nicht pauschal verboten werden. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) hervor, die am 20. Juni veröffentlicht wurde. Es hat damit letztinstanzlich die Auflagen der Stadt Pforzheim für eine Aktion der christlichen Initiative ,,40 Tage für das Leben" für rechtswidrig erklärt. Hintergrund: Die Initiative wollte eine stille Gebetsmahnwache in Sichtweite der Pro-Familia-Beratungsstelle in Pforzheim durchführen. (TOPIC)