56. Jahrgang Nr. 2 / März 2026
Datenschutzerklärung | Zum Archiv | Suche




1. Gedanken zum Fest der Auferstehung 2026
2. Einige Anmerkungen zum diesjährigen Osterfest
3. Gebet für die heilige Kirche
4. Ex oriente lux – Licht aus dem Morgenland ?
5. Der Schmerz
6. Der „Synodale Weg“
7. Der bösen Macht auf der Spur
8. Erschreckende Zunahme der Christenverfolgung
9. Gefälschte „Wahrheiten“
10. Genetische Totalüberwachung: Wie Trump die DNA-Datenbank für alle Bürger vorbereitet
11. Schockierend: EU-Parlament fordert
12. Von Imperien und Hungersnöten
13. Technokraten, ihre Bemühungen
14. ABF Schweiz sagt klar NEIN zur E-ID
15. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
16. Wie nah ist der Dritte Weltkrieg?
17. Buchbesprechung:
18. Richten die USA eine „Gedankenpolizei“ ein?
19. Das Märchen von des Königs treuen Knechten
20. Die Geschichte vom armen Madonnen-Schnitzer,
21. Mitteilungen der Redaktion
Gefälschte „Wahrheiten“
 
Gefälschte  „Wahrheiten“
einer islamischen Religionslehrerin
und richtige Erkenntnisse eines Scheichs


von
Udo Hildenbrand

Die muslimische Taktik der Geschichtsklitterung ist nicht neu. Bereits vor einigen Jahren startete  die ehemalige muslimische Religionslehrerin und  heutige Bundestagsabgeordnete Lamya Kaddor  vom Bündnis 90/Die Grünen einen erneuten Versuch in diese Richtung mit der These:  Die Europäer hätten es ohne den Islam nie zur Aufklärung gebracht. Erst die Begegnung mit Muslimen hätte die Renaissance ermöglicht - eine These, die das Dominanz- und Überlegenheitsdenken im Islam widerspiegelt.
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_83596174/kolumne-der-islam-braucht-keine-aufklaerung.html

Sylke Kirschnick berichtet am 22.10.2024  von  diesen  mehr als fragwürdigen Einlassungen Kaddors, und kommentiert sie: https://www.achgut.com/artikel/lamya_und_die_wunderlampe

In ihren Ausführungen spricht sie hinsichtlich dieser These, die fassungslos macht,  zu Recht vom „himmelschreienden Unsinn“. Dabei  vermutet sie, Kaddor wolle „den Islam weltgeschichtlich wertvoll machen und mit ihm die islamische Zuwanderung als segensreich für die Europäer verkaufen.“

Zum Begriff „Aufklärung“
Mit dem Begriff „Aufklärung“ wird eine Geistesströmung des 18. Jahrhunderts bezeichnet. Deren Ziel war es, jene Strukturen zu überwinden, die den Fortschritt und die Entwicklung der Menschheit verhinderten. Zu den  Idealen und Zielen der Aufklärung (mit ihren durchaus auch  sehr problematischen Seiten) zählen Werte, die durchweg mit der Ideologie, den Idealen und Werten  des Islams schärfstens kontrastieren. So etwa mit den universellen, nicht – wie im Islam  -  nur  islambezogenen Werten von Freiheit, rationalem Denken und Vernunft, von Gewaltenteilung, Menschenrechten und Bürgerrechten, von Bildung sowie von der Religions- und Meinungsfreiheit, von Toleranz  und  Emanzipation, von der faktenbasierten Erforschung der Welt, auch  von der Gleichheit und Gleichwertigkeit sowie der Befreiung der Menschen aus ihrer  selbstverschuldeten Unmündigkeit.

Die lange Liste der  islamischen Anti-Aufklärung
Lang und  vielfach menschenrechtswidrig, z.T. auch gleichsam mit Blut geschrieben ist dagegen die  Liste der islamischen „Anti-Aufklärung“. Sie wird vom Anbeginn der Geschichte dieser Religion vor etwa 1400 Jahren bis zum heutigen Tag in die Tat umgesetzt. Auf dieser „Anti-Aufklärungsliste“ stehen u.a. folgende koranlegitimierten Vorgaben der islamischen „Aufklärung“: Die Todesstrafe für den Abfall vom Islam -  Antisemitismus – die islamische  „Märtyrer“-Ideologie – Terrorattentate - Christenverfolgungen durch Benachteiligung, Diskriminierung, Verfolgung, Vertreibung, Tötung - Die Verstoßung der Frau durch einfache Willenserklärung des Mannes – Die drakonische Bestrafung der Steinigung von Frauen, die des Ehebruchs bezichtigt werden – Erzwungene Kinderehen, Verwandtenehen  - Zwangsverheiratungen  – sog. „Ehrenmorde“ – Züchtigungsrecht des Ehemanns – Die Ungleichwertigkeit der Frau und deren Benachteiligung beim Erbfall – Sklaverei - Umgang mit Homosexualität- Taqiyya (=koranlegitimierte Lüge/Betrug) – Die Verbindung von islamischem Staat und islamischer Religion? Hinzu  kommen noch  weitere  vielfältige Formen der Gewalt, die sich verbinden mit der islamischen Dschihad-Ideologie auf der Grundlage der Fülle gewaltlegitimierender Koranverse.

Wer al la Lamya Kaddor behauptet: „Der Islam ist die Aufklärung“, sagt damit zugleich auch immer: Alle diese hier genannten islamischen Vorschriften und  Gesetze, Werte und Ideale sind auch Werte und Ideale  der europäischen Aufklärung. Eine  irrige, eine bodenlos irre  Behauptung! Denn den tatsächlichen Erneuerungsidealen der Aufklärung stehen diametral die Theologie und Ideologie des Korans gegenüber, der von den  Muslimen als unabänderliches, immer gültiges Wort Allahs verehrt wird. Ebenso  die aus dem Koran abgeleitete totalitäre Scharia-Gesetzgebung sowie auch die Person Mohammeds, der von den Muslimen ebenfalls hochverehrt wird.

Hat Lamya Kaddor beim Formulieren ihrer Aufklärungsthese diese unüberbrückbaren, nicht zu leugnenden Widersprüche und Gegensätze, die sich zwischen der europäischen Aufklärung und der Islam-Ideologie als  unübersehbare Begriffskollisionen auftun, selbst wirklich nicht bemerkt? Jedenfalls spricht sie in ihren Ausführungen nicht von Fakten, sondern träumt offensichtlich von Fiktionen.

Der Traum der sieben  Muslime  von der „Aufklärung“
Sieben liberale Muslime aus Deutschland, Österreich  und der Schweiz veröffentlichten 2016 ihren Traum von einem säkularen Islam. In ihrer „Freiburger Deklaration“ beschrieben sie dabei den real existierenden Islam und träumten von „einer Aufklärung, aus der eine muslimische Gemeinschaft erwächst, die sich als integralen Bestandteil der
europäischen Gesellschaft sehen will, die offen und neugierig gegenüber ihren Mitmenschen, der europäischen Kultur und den Herausforderungen der Moderne ist.“ Im Klartext heißt das: Die muslimische Gemeinschaft ist kein integraler Bestandteil der europäischen Gesellschaft. Sie ist verschlossen gegenüber ihren nichtmuslimischen Mitmenschen und desinteressiert sowohl an der europäischen Kultur als auch  an den Herausforderungen der Moderne.

Der Islam ist die „Aufklärung“? Die Europäer verdanken dem Islam die Aufklärung, Frau Kaddor? Fragen Sie auch nach bei Prof. Basam Tibi, der einst vom „Europäischen Islam“ träumte. Bekanntlich ist er nach eigenem Bekunden bei seinen Bemühungen zur Erreichung dieses Zieles (erwartungsgemäß) gescheitert.  
http://saekulare-muslime.org/freiburger-deklaration/index.html

Kaddor dreht „den Spieß um“!
Hinter ihrer geschichtsfälschenden These vom entscheidenden Einfluss des Islams auf die Aufklärung dürfte auch der Versuch  stehen, seitens der Muslime dem allenthalben bis heute zu hörenden Vorwurf zu begegnen: Der archaische Islam bedürfe erst der Aufklärung, um in der Moderne anzukommen. Er müsste endlich eine Phase der Aufklärung durchlaufen. Nur so könnten  die vielfältigen islamkonnotierten Probleme, die gleichsam dem Zustand vor der Aufklärung im 18. Jahrhundert geschuldet sind, überwunden werden. Nur so könnten danach auch die grundlegenden, dringend notwendigen  innerislamischen Reformen eingeleitet werden. Gleichsam von peinlicher Blindheit geschlagen, dreht Kaddor bei ihrem „Rettungsversuch“ einfach „den Spieß um“ und behauptet -  hier in der „Übersetzung“ ihrer These: „Der Islam bedarf keineswegs der Aufklärung. Er hat die Aufklärung ja erst ermöglicht. Der Islam ist in sich immer schon Aufklärung. Der Islam ist mit dem Koran, der Scharia und mit Mohammed  die Lösung auch aller Probleme.“

Der Koran und die faktenbasierte  Aufklärung
Auf eine hier begrenzte Anzahl falscher oder widersprüchlicher Aussagen des angeblich ewig gültigen Korans, den Allah dem Mohammed geoffenbart haben will, verweist Reinhard Wenner:   

● Die Erde ist flach wie ein Teppich, Koransure 13,3.
● Der darüber gewölbte siebenfache Himmel steht auf unsichtbaren Stützen, ebd. 13,2.
● Die Sonne geht an einer verschlammten Quelle unter, ebd. 18,86.
● Allah hat „das Eisen herabkommen lassen“, ebd. 57,25.
● Der Mensch entsteht aus einem „Tropfen“ und nicht etwa dadurch, dass Ei- und Samenzelle miteinander verschmelzen, vgl. ebd. 16,4.
● Nach ebd. 96,1 – 3 entstehen dagegen  Menschen aus einem Blutklumpen.
● Nach einem Hadith werden Hitzewellen durch das „Ausatmen der Hölle“ verursacht.

Der Islam als Geburtshelfer Europas?
Aus Kaddors These, ohne die Muslime hätten es die Europäer nie zur Aufklärung gebracht,  ist auch jene bekannte  islamische  Parallel-Parole herauszuhören, die den Islam als „Geburtshelfer Europas“  bezeichnet.

Tatsächlich haben jedoch die muslimischen Heere jahrhundertelang versucht, von Afrika und vom osmanischen Reich aus gegen  Europa anzukämpfen und „mit Feuer und Schwert“ in verschiedene Länder des  christlich geprägten Kontinents vorzudringen. Das  ihnen aufgetragene Ziel war die ggf. auch gewaltsame Islamisierung Europas. Zumindest zeit- und teilweise haben sie diesen korankonformen Auftrag in einigen europäischen Ländern auch erfolgreich erfüllt. Schon mit dem Beginn der islamischen Geschichte im 7. Jahrhundert begannen die zahlreiche Überfälle und Brandschatzungen, Plünderungen und die Piraterie sowie  Beute- und Raubzüge (Razzien), Verwüstungs-, Unterwerfungs-, Versklavungs- und Eroberungskriege.

Insbesondere sei an dieser Stelle noch erinnert an die vom Islam verursachten  großen kriegerischen Auseinandersetzungen bei Tours und Poitiers (732), in Spanien (1492), vor Wien (1529, 1683) und bei Lepanto (1571). Die sieben Kreuzzüge im 12. und 13. Jahrhundert  waren eine Reaktion auf die Jahrhunderte lang vorausgegangenen islamischen Aggressionen.  So war das Werden der europäischen Kultur nur möglich in der Abwehr der Religion Mohammeds. Niemals waren die Muslime im Blick auf das heutige Europa  „Geburtshelfer“, viel eher ständige „Geburtsverhinderer“.

Keine Kritik, keine Aufklärung, keine Erneuerung
Weder Kritik von außen noch von innen in Form auch der islambezogenen  Religionskritik und der Selbstaufklärung sind Verhaltensweisen, die im Islam akzeptiert werden. So ist von muslimischer Seite immer wieder auch die Forderung zu hören nach gesellschaftlicher Ächtung und Bestrafung jeglicher Kritik am Islam. Damit aber wird  auch die Selbstaufklärung innerhalb der Religion Mohammeds nahezu verunmöglicht. Der katholische Kirchenhistoriker Prof. Hubert Wolf konstatiert dazu: „Jede Institution, die das helle Licht der Aufklärung scheut, macht deutlich, dass sie möglicherweise etwas zu verbergen hat.“
Doch ist der Islam nicht schon immer Aufklärung - wie zumindest Lamya Kaddor zusammen mit den ihr religiös-ideologisch Nahestehenden vollmundig erklärt? Die Kritik- und Selbstkritik-Resistenz im Raum des Islams ist jedenfalls ein weiteres Argument gegen Kaddors Aufklärungsthese.

Drei historische Fakten gegen Kaddors These
1.    Anschaulich verweist  Papst Benedikt XVI. in seiner Rede im Deutschen Bundestag 2011 auf die nichtchristlichen Fundamente der Kultur Europas,  ohne dabei auch die Religion Mohammeds  einzuschließen: „Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden.“
2. Mit dieser Aussage stellt der Papst indirekt fest: Andere nichtchristliche Religionen haben durchaus einen wertvollen Beitrag zum Werdeprozess Europas geleistet. Nicht jedoch die Religion Mohammeds. Als weltweit anerkannter Wissenschaftler hätte er wohl niemals auch aus Gründen wissenschaftlicher Genauigkeit eine Aussage dieser Art formuliert, würde sie nicht der historischen Wahrheit entsprechen.
3. Zur prägenden, weltbezogenen Kraft des Christentums referiert der Blog Renovatio auch das Forschungsergebnis des Historikers Heinz Schilling, der dabei auch  Bezug nimmt auf die Feststellung des Papstes:
4.    „Das Christentum sei ´von Anfang an auf Weltlichkeit, also auf Wirkenin und auf die Welt ausgelegt´ gewesen: Zu Beginn des 4. Jahrhunderts sei das Christentum ´eine Symbiose mit dem römischen Staat und der römischen Gesellschaft´ eingegangen. Seitdem präge das Christentum in rund anderthalb Jahrtausenden ununterbrochener Kontinuität die Gesellschaften Europas und ihre politischen Ordnungen. Die ´Welthaftigkeit und Weltoffenheit des Christentums´ habe ein Erbe geschaffen, das auf kulturelle Bestände zurückgreife, die weit in die vorchristliche Zeit zurückreichten. Hier seien vor allem jüdische, römische und germanische Traditionen zu erwähnen, die in die christliche Kultur Europas assimiliert wurden.“
5. Der islamophile katholische Theologieprofessor Hans Küng, der bestimmte Probleme des Islams nicht selten einfach „wohlwollend“  ignorierte, beantwortet die Frage nach den Ursachen der Stagnation und dem Zurückbleiben der „aufs Ganze gesehen eher politisch schwachen, wirtschaftlich armen und geistig-kulturell vielfach stagnierenden Zivilisation ...“ des Islams mit folgender Feststellung: „Es waren ... nicht, wie Muslime lange Zeit meinten, nur äußere Kräfte, Kreuzzüge, Mongoleninvasionen, Kolonialismus, die den Niedergang des Islam im Spätmittelalter zur Folge hatten. Es war wesentlich ein Austrocknen von innen und der Sieg einer vernunfts- und freiheitsfeindlichen Orthodoxie über Philosophie und Theologie, die ... die Entwicklung einer modernen Wissenschaft und Technik im Bereich des Islam grundlegend blockierte.“
Küng spricht hier vom „Niedergang des Islam im Spätmittelalter“ sowie von einer grundlegenden Blockade des Islams. Zwischen Spätmittelalter und dem Zeitalter  der Aufklärung lagen etwa zwei Jahrhunderte. Ein Aufschwung des Islams in dieser Geschichtsepoche nach dem „Niedergang“  ist nicht erkennbar. Insgesamt dreimal jedoch standen in dieser Zeit  riesige Heere des Osmanischen Reiches vor den Toren Wiens, um Europa und damit das Christentum zu besiegen:1529 und 1683, bei Lepanto 1571.  Die eroberungswütigen  islamischen Heere wurden jedoch jeweils von der christlichen Ab- und Gegenwehr besiegt. Der hervorgehobene kulturelle und zivilisatorische  Beitrag des Christentums für Europa und die Menschheitskultur zeigt sich u.a. auch im Blick auf die mittelalterlichen Klostergründungen mit ihren Klosterschulen sowie auch hinsichtlich der Gründungen von Universitäten durch die Päpste. Von diesen päpstlichen Universitätsgründungen im Mittelalter berichtet der „Chefhistoriker“ des Vatikans, Kardinal Walter Brandmüller: „So breitete sich nach 1200 ein weitmaschiges Netz Hoher Schulen über ganz Europa aus: Bologna, Paris, Oxford, Cambridge, lamaica, Coimbra, entstanden neben Padua und Montpellier noch im 13. Jahrhundert. Eine Ausnahme stellt die 1220 von Friedrich II. gegründete Universität von Neapel dar, die ohne päpstliche Mitwirkung erfolgte. Das 14. Jahrhundert erlebte dann einen großen Aufschwung von Universitätsgründungen; die erste auf dem Reichsgebiet war die Gründung Karls IV. zu Prag im Jahre 1348. Um 1300 gab es in ganz Europa 13 Universitäten, gegen Ende desJahrhunderts 28, und um 1500 waren deren 68.“

Martin Rhonheimer, Professor für Ethik und Philosophie, Rom, stellt im Blick auf die Prägung der Aufklärung fest: „Wer heute noch behauptet, erst die Aufklärung und nur sie allein habe dem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat Pate gestanden, der zeigt, dass er immer noch überholten, von der Geschichtswissenschaft schon längst als Mythen entlarvten Geschichtsbildern einer vergangenen Epoche verhaftet und auch mit den Ergebnissen heutiger Geschichtswissenschaft wenig vertraut ist. Gerade die europäische Aufklärung verdankt sich wesentlich dem Christentum.“

 „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“: Säkularisate der christlichen Botschaft
Die säkularen Errungenschaften, die zentralen Werte und Ideale der Aufklärung und der Französischen Revolution (1789-1799) wie „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ gehen in den wesentlichen Elementen des christlichen Humanismus und der christlicher Prinzipien als „Säkularisate“ in ihrem Kern auf die Botschaft des Neuen Testamentes zurück. Die in diesem Leitmotiv der Aufklärung enthaltene universale Zielrichtung ist dem Islam in seiner selbstreferentiellen Selbstsicht jedoch völlig fremd. Umgekehrt kann jedoch zugleich im Blick auf die genannten Prinzipien  festgestellt werden, dass der Einfluss der Aufklärung auf das Christentum insbesondere darin bestand, dass das Christentum durch diese Geistesströmung seine eigenen biblisch grundgelegten Wurzeln, Werte und Ziele für sich selbst wieder verstärkt bzw. neu entdeckt hat.

Dass es auch Schuld und Versagen in erheblichem Umfange im Raum der Christenheit gab, soll hier mit  den Stichworten Inquisition und Religionskriege angedeutet werden. Im Gegensatz zum Islam mit seiner 1400-jährigen Gewalt-, Expansions- und Eroberungsgeschichte  ist dieses Versagen allerdings nicht begründet in den Lehren der Theologie, sondern im Versagen der jeweiligen christlichen Religionsgemeinschaften, die gegen die christliche Lehre und Botschaft gehandelt haben. So liegen auch entsprechende Schuldbekenntnisse über das Versagen in der Geschichte  z. B. seitens der Katholischen Kirche vor, keine jedoch von islamischer Seite.

Sich mit fremden Federn schmücken …
Muslime halten ihre Religion als „die beste Gemeinschaft, die gebietet, was recht ist, und verbietet, was verwerflich ist“ (Sure 3,104). Wenn sie zum Erweis ihrer Größe beweisen wollen, welche Impulse vom Islam für die Genese Europas und die Menschheitsentwicklung in kultureller und wissenschaftlicher, in medizinischer, künstlerischer, architektonischer  und technischer sowie auch in  theologisch-religiöser Hinsicht insgesamt ausgegangen sind, reklamieren sie immer wieder – wie auch Kaddor – geistige und materielle  Errungenschaften als  die ihrigen, die sie jedoch in Wahrheit etwa aus Persien, Ägypten oder Indien  übernommen hatten. So ist z. B.  die altgriechische Philosophie  dem christlichen Abendland im 9. Jahrhundert nicht durch Muslime,  sondern nahezu ausschließlich  von den  angeblich „lügnerischen, minderwertigen“ Juden und Christen vermittelt worden, denen auch noch die islamische „Kopfsteuer“ unter Androhung höchster Strafen aufgelastet wurde.

Der im Islam als „vorbildlich“ verehrte Sultan Saladin, der bis heute auch bei Nichtmuslimen  als „Toleranz-Ikone der Aufklärung“ gefeiert wird, war in Wirklichkeit ein islamischer Gewaltherrscher.  Sylke Kirschnick verdeutlicht in ihrem oben genannten Artikel anhand mehrerer Beispiele diese islam-typische Methode der Vereinnahmung bzw. der Faktenverdrehung.

Welcher islamische Staat ist demokratisch verfaßt?
Frau Kaddor möge sich doch mit ihrer steilen These, die Europäer hätten es ohne den Islam nie zur Aufklärung gebracht, insbesondere auch folgenden vier Fragen stellen, die eng mit dem Phänomen der Aufklärung zu tun haben. Als Politikerin eines demokratischen Staates müssten sie diese  z. T. hypothetischen, doch leicht beantwortbaren  Fragen besonders interessieren:

● Inwieweit hätten sich in Europa demokratische Staaten entwickeln können unter einem prägenden Einfluss der Religion Mohammeds?

●  Inwiefern wären unsere heutigen christlich-abendländisch geprägten  Wertvorstellungen  von  Freiheit und Gleichheit, von Toleranz und  Menschenwürde,  von Menschenrechten und Demokratie unter einer zuvor islamischen Vorherrschaft nicht ganz andere als jene, die in den heutigen demokratischen Ländern selbstverständlich sind?

● Wo gibt es heute weltweit einen einzigen Staat mit islamischer Bevölkerungsmehrheit und staatlicher islamischer Dominanz, der gekennzeichnet ist durch eine demokratische Staatsform, nämlich
 - durch Wahlen und durch ein frei beschließendes Parlament,
 – durch Rechtsstaatlichkeit mit Gewaltenteilung, Pluralismus und  Gleichberechtigung der Geschlechter,
 – durch Gleichberechtigung für alle religiösen und weltanschaulichen Minderheiten sowie durch   Geistesfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung,
 – durch gleiche Rechte und gleiche Pflichten seine Bürger/innen unabhängig von deren Religion oder Weltanschauung,
-  durch die Anerkennung der 1948 von den Vereinten Nationen verkündeten universalen Menschenrechte?

● Warum wohl strömen seit Jahren Muslime millionenfach aus ihren autoritär geführten, von Armut, Krieg und Zerstörung gekennzeichneten  islamischen Heimatländern in die fernen europäischen Länder mit der fremden Kultur der vielfach verhassten Christen? Warum strömen sie nicht z.B. in die reichen Emirate am Persischen Golf, die sie dazu auffordern?

Die islamische Bundestagsabgeordnete Lamya Kaddor wird keinen einzigen islamisch geprägten Staat mit einer demokratischen Struktur  benennen können. Ihre falsche These läuft allein schon von diesem Fakt her ins Leere. Sie ist vollkommen irrelevant und zeugt von purer ideologisierter Ignoranz jener Personen, die sie in früheren Zeiten  in die Welt gesetzt haben oder heute immer wieder setzen.

Folgende Feststellung eines (ehemaligen?) Muslims sollte für  die Abgeordnete der Grünen  Anlass  sein, ihr eigenes Denken kritisch zu hinterfragen und zu analysieren: „Sowohl gläubiger Muslim als auch Befürworter der freiheitlich-demokratischen Grundwerte sein zu wollen, scheint nur dank des Segens der Unwissenheit oder mit hartnäckiger Verdrängung oder durch Aushalten schwindelerregende geistiger Verrenkungen möglich zu sein.“ (Ufuk Özhe, Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg). https://www.academia.edu›

Gute Ratschläge eines Muslims für Muslime
Wahrscheinlich lässt sich Frau Kaddor bzgl. ihrer These auch nicht von einem anderen islamischen Glaubensbruder überzeugen, der auch ihr einen durchaus  guten Rat geben und sie „vom hohen Ross“ ihrer islamverklärenden  Selbsttäuschung herunterholen könnte. Zugleich würde er sie womöglich vor weiterer  Geschichtsklitterung und anderen Fehleinschätzungen bewahren.

Scheich Gaith Al-Tamimi, Oberhaupt eines arabischen Herrschaftsgebietes /Gelehrter, wird mit nachfolgenden wahrheitsgemäßen Fakten zitiert, die sich zugleich verbinden mit  menschlich akzeptablen Empfehlungen. Dabei stellt er auch die grundlegende Frage: Was hat denn der Iislam eigentlch für die Menschheit gebracht?

 „Die Meinung eines Zuschauers hat mich verletzt: Wir brauchen die Christen nicht, sie sind Frevler. Ganz ehrlich wünsche ich mir und allen Muslimen, dass sie die Christen nicht brauchen müssen. Doch leider: Facebook, Internet, Laptop -  Handy das sind alles Produkte der Juden und Christen. Sowie  die Medien , die Druckerei,  das Bildungs- und das politische System, der Rundfunk, die Busse, das Kopftuch, das deine Frau trägt, der Turban der Scheichs in den Moscheen, Elektrizität, alles ist das Produkt der Juden und Christen, selbst das Make-up für unsere Frauen ist ihr Produkt.

Es ist nicht möglich, andere zu verachten, wenn wir selbst nichts anzubieten haben.  Dein Essen, dein Trinken, deine Kleidung, deine Bildung, deine Gesundheit und die Medikamente, das Bildungssystem, das Gesundheitswesen, sind alles Produkte der Juden und Christen. Was hast du zu bieten? Die Iraker haben eine alte Zivilisation, du bist aber ein Muslim, was hat der Islam außer Schwert und Sex … gebracht? Du sagst , der Islam ist neu. Was hat er gebracht außer Sex, Entführung und Vergewaltigung?

Folgt man der Tradition, wurde Mohammed getötet. Die Schiiten  behaupten eine seiner Frauen habe ihn vergiftet. Abu Bakar, Omar, Osman wurden getötet, al-Hussein geköpft und seinen Kopf auf eine Lanze gespießt. Was ist das für eine Religion? Der Krieg herrscht innerhalb der Familie des Propheten. Ali wohnte  neben Mohammeds Haus, sein Zimmer war nicht weit weg vom Zimmer Aischas. Nach dem Tod Mohammeds wurden die Feindschaft zwischen den Zimmern zu einem furchtbaren Krieg.  Das ist der Islam: Worauf bist du stolz? Auf das Schlachten von Al Hussein oder die Tötung von Osman? Worauf bist du stolz? Auf die Apostasiekriege von Abu Bakr, bei denen die Hälfte der Araber umkamen?

Du hast nichts, worauf du stolz sein kannst, so begreife,  was du bist und sei respektvoll . Sie haben dir Strom, sauberes Wasser, Medikamente und Impfungen für die Bekämpfung der Seuchen geliefert, du solltest dich bedanken. Wer sich bei den Menschen bedankt, bedankt sich bei dem Schöpfer, sagt der Prophet. Schwestern und Brüder benehmt euch, seid höflich und lieb. Ich weiß, viele Zuschauer werden mich kritisieren. Sollen sie machen. Ich verlange nur, dass bei tausend Schimpfwörtern zehn sachliche Wörter. die auf Recherchen in den islamischen Büchern basieren, auch vorkommen.“ Die hier angesprochene Lebensrealität in den islamisch dominierten Ländern ist tendenziell  gekennzeichnet durch Mangel an kultureller, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und technischer Entwicklung, durch Fortschritts- und Innovationsfeindlichkeit, nicht zuletzt verursacht durch den koranbedingten Fatalismus, die zur Haltung führt: Allah hat alles vorherbestimmt, warum sollen wir uns da noch unnötig abplagen.

Auf der Suche nach muslimischen Nobelpreisträgern
Gut zu wissen ist, dass es mit auch im Raum des Islams Menschen gibt, die in diesem Punkt  ähnlich oder gleich  denken, fragen und urteilen wie Scheich Al-Tamimi. Frau Kaddor jedoch könnte sich angesichts der hier zitierten bemerkenswerten Worte ihres Glaubensbruders  auch noch erkundigen nach dem prozentualen Anteil muslimischer Nobelpreisträger an deren Gesamtzahl von 967 Preisträgern in den vergangenen 113 Jahren. Sie könnte sich bei diesem „Vergleichsspiel“ anschließend auch noch schlaumachen über die jeweilige Anzahl der Preisträger aus dem jüdischen, christlichen und muslimischen Kulturkreis.
Frau Religionswissenschaftlerin, bitte der Öffentlichkeit jedoch die tatsächlichen Zahlen vorlegen. Erschrecken Sie dabei nicht über den auffallend geringe Anzahl muslimischer Preisträger. Wahrscheinlich  hat Ihr keineswegs überraschendes Suchergebnis etwas zu tun mit der wohl auch von Ihnen geteilten islamischen Ansicht  und Weltsicht, die da lautet: „Der Koran enthält alles Wissen dieser Welt“ bzw.  „Der Islam ist die Lösung aller Probleme“. Was brauchten wir da noch Wissenschaft und Forschung -  und alle anderen Ideale und Werte der europäischen Aufklärung!
 
(c) 2004-2018 brainsquad.de