56. Jahrgang Nr. 2 / März 2026
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1. Gedanken zum Fest der Auferstehung 2026
2. Einige Anmerkungen zum diesjährigen Osterfest
3. Gebet für die heilige Kirche
4. Ex oriente lux – Licht aus dem Morgenland ?
5. Der Schmerz
6. Der „Synodale Weg“
7. Der bösen Macht auf der Spur
8. Erschreckende Zunahme der Christenverfolgung
9. Gefälschte „Wahrheiten“
10. Genetische Totalüberwachung: Wie Trump die DNA-Datenbank für alle Bürger vorbereitet
11. Schockierend: EU-Parlament fordert
12. Von Imperien und Hungersnöten
13. Technokraten, ihre Bemühungen
14. ABF Schweiz sagt klar NEIN zur E-ID
15. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
16. Wie nah ist der Dritte Weltkrieg?
17. Buchbesprechung:
18. Richten die USA eine „Gedankenpolizei“ ein?
19. Das Märchen von des Königs treuen Knechten
20. Die Geschichte vom armen Madonnen-Schnitzer,
21. Mitteilungen der Redaktion
Einige Anmerkungen zum diesjährigen Osterfest
 
Einige Anmerkungen zum diesjährigen Osterfest

Eberhard Heller

Das bange Gefühl, mit dem wir in letzter Zeit leben mußten, da viele eine Eskalation der politischen Situation fürchteten, hat ein Ende gefunden. Das Damoklesschwert, das bisher über unseren Häuptern kreiste, ist gefallen. Die Wahrheit ist: Trump hat einen Krieg  gegen den Iran begonnen, obwohl es dazu keinen Grund gab... außer das Recht des Stärkeren: die USA wollen die Ölquellen des Iran anzapfen. Dieser Krieg ist aber nicht der unsere. Wir müssen schauen, daß wir in die Spur zurück finden, unsere Realität annehmen, um dann Entscheidungen zu treffen, wie wir unser Leben in diesen Zeiten der Drangsale gestalten wollen. Wir müssen unser religiöses Leben in den Mittelpunkt unsere Aktivitäten stellen. Denn nur von daher lassen sich die Schicksalsschläge ertragen. Religiöses Leben heißt auch, die liturgischen Zeiten mit zu feiern. Wenn uns die diesjährige Fastenzeit etwas lehren kann, dann ist es Nüchternheit, mit der wir unser Schicksal gestalten sollen. Wir müssen uns zunächst eingestehen, daß den meisten von uns der Besuch der hl. Messe verwehrt ist, aber daß uns das Gebet und das Lesen der liturgischen Texte geblieben ist. So kann uns das, was der hl. Paulus den Gläubigen in Ephesus schreibt, als Zeichen der Hoffnung dienen: „Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn! Zieht an die Rüstung Gottes, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen (...) zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt.(...). Darum legt an die Rüstung GaΩottes, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt. Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht an den Panzer der Gerechtigkeit und die Schuhe der Bereitschaft, für das Evangelium des Friedens zu kämpfen. Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen. Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes. Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.“ (Eph 6,11-18) So können wir dann auch an der Freude teilhaftig werden, die uns in der Osternacht das neue Licht begrüßen läßt. Im „Exsultet“ der Osternacht bricht diese Hoffnung durch: „Dies ist die Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg. Wahrhaftig, umsonst wären wir geboren, hätte uns nicht der Erlöser gerettet. (...) O unfaßbare Liebe des Vaters: Um den Knecht zu erlösen, gabst du den Sohn dahin! (...) O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden!“ Auf diesem Fundament der Wahrheit baut unser Leben auf, auch wenn diese Wahrheit vor 2000 Jahren nur für eine kurze Zeit  unter uns Menschen gelebt hat.. Wir müssen daran festhalten, daß es eine absolute Wahrheit gibt, die sich in Christus inkarniert hat, und es nur eine wahre Religion gibt. Wir müssen die Überzeugung gewinnen, daß sich dieser Gott-Mensch in die Niedrigkeit des menschlichen Elends herabgelassen hat, um uns seine Liebe und seine Barmherzigkeit zu schenken, und daß er durch seinen Opfertod der gefallenen Menschheit die Möglichkeit der Entsühnung angeboten hat, daß er den Menschen fortwährend dieses Angebot eröffnet, sich voll Demut in diese Entsühnung einzubinden, um mit Ihm, mit Gott, in einen neuen Bund einzutreten, der auch der Garant für den wahren Frieden unter den Menschen ist. Er hat den Opfertod erlitten, doch er ist von den Toten auferstanden. Voll Freude feiern auch wir seine Auferstehung. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Osterfest.                                            Ihr Eberhard Heller

 
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