56. Jahrgang Nr. 1 / Januar 2026
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1. Christus: Eckstein zwischen Judentum und Christentum
2. BKP: Die Früchte des Zweiten Vatikanischen Konzils
3. Zur skandalösen lehrmäßigen Note
4. Abrahams Opfer und das Opfer Christi
5. Dieser von langer Hand geplante Plan
6. Extreme Zunahme
7. Daemonologie
8. Von Ghana bis Malaysia:
9. E-ID als „digitales Sackmesser“:
10. „Wie funktioniert der Islam?“
11. Hinweis auf ein Video,
12. Stoppt das Queer-Papier für katholische Schulen
13. Abt Adalbert von Neipperg
14. Die USA als Gefahr für den Weltfrieden
15. Die Deutschen sollen nie wieder singen
16. Perfides Albion, Buchbesprechung
17. Tiqua
18. Mitteilungen der Redaktion
19. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
Von Ghana bis Malaysia:
 
Von Ghana bis Malaysia:
Wie digitale Identität zur Totalüberwachung wird
Bevölkerungskontrolle und/oder Neue Weltordnung

von
uncut-news.ch

Während viele Länder Fortschritte in der Digitalisierung feiern, zeichnet sich zunehmend eine düstere Entwicklung ab: Die Einführung verpflichtender Digital-IDs gekoppelt mit Telekommunikation wird zum Instrument der Überwachung und Kontrolle – nicht bloß zur Sicherheitsmaßnahme. Nachdem Ghana bereits deutlich vorgelegt hat, zieht Malaysia nun nach. Beide Fälle zeigen, wie Überwachung systematisch ausgeweitet wird – und wie die Argumente über Effizienz und Schutz zunehmend überdeckt, was auf dem Spiel steht: Privatsphäre, Freiheit und Zugang.
Ghana: Das warnende Beispiel
In Ghana wurde bereits beschlossen, SIM-Karten verpflichtend mit der nationalen Digital-ID („Ghana Card“) zu verknüpfen. Diese Maßnahme umfasst unter anderem:
•    Biometrische Registrierung der SIM-Inhaber,
•    die Erfassung der Endgeräte über ein Central Equipment Identity Register (CEIR),
•    die Integration in den Datenbestand der National Identification Authority (NIA). Das bedeutet: Jede Person, jedes Gerät, jeder Anruf, jede mobile Zahlung wird dauerhaft in staatlichen Datenbanken nachvollziehbar gespeichert. Die Ghana Card wird so zum Schlüssel zu nahezu sämtlichen Kommunikations- und Transaktionskanälen. Wer die SIM nicht registriert, verliert ggf. Netzverbindung. Das System stärkt somit nicht nur Effektivität und Kontrollebene staatlicher Stellen, sondern verschiebt entscheidend das Machtgleichgewicht zugunsten umfassender Überwachung.
Malaysia: Jetzt folgt ein weiteres Land
Das neue Vorhaben in Malaysia (laut The Star) sieht vor, dass Prepaid-SIMs bis Ende des Jahres verpflichtend über MyDigital ID registriert werden. Telekommunikationsanbieter sollen verpflichtet werden, die Identitätsprüfung über diese digitale Plattform durchzuführen. Ziel: Missbrauch stoppen, Altersverifikation verbessern. Auf den ersten Blick klingt das harmlos – aber der Blick auf Ghana zeigt, wohin der Weg führen kann.
Gemeinsamkeiten – und die Gefahren
Vernetzte digitale ID +
Telekommunikation
In beiden Fällen wird die SIM (Mobiltelefon/Kommu-nikation) direkt an die staatlich verifizierte digitale Iden-tität gebunden. Wer ohne ID oder Registrierung bleibt, hat eingeschränkten Zugang.
Überwachungspotential
Jeder Anruf, jede mobile Zahlung, potentielle Bewegungs-daten über SIM/Netz, eventuell auch Geräteidentifikation – alles wird zentral erfasst und theoretisch abrufbar.
Instrumentalisierung unter der Flagge der Sicherheit
Offizielle Begründungen weisen auf Kriminalitäts‐ und Missbrauchsbekämpfung,Jugendschutz, Altersverifikation hin. Diese Argumente sind wichtig, aber sie dienen oft als Deckmantel für umfassendere Kontrolle.
Risiko des Ausschlusses
Menschen ohne digitale ID, mit geringer digitaler Kompe-
tenz oder in abgelegenen Gebieten drohen, von wichtigen Kommunikationsmitteln ausgeschlossen zu werden.
Menschen ohne digitale ID, mit geringer digitaler Kompetenz oder in abgelegenen Gebieten drohen, von wichtigen Kommunikationsmitteln ausgeschlossen zu werden.
Politische und gesellschaftliche Konsequenzen
•    Machtkonzentration: Staaten gewinnen massiv an Kontrolle über die Kommunikation ihrer Bürger. Wer Zugriff auf die Datenbanken hat, kann verfolgen, überwachen, einschüchtern.
•    Privatsphäre in Gefahr: Was einmal verpflichtend zentral gespeichert ist, kann missbraucht werden – durch Behörden, aber auch durch Datenlecks, Hackerattacken, staatliche Willkür.
•    Meinungsfreiheit und Dissens: Wenn Kommunikation jederzeit rückverfolgbar ist, steigt die Hemmschwelle für kritische Äußerungen oder Opposition. Regierungen könnten diesen Mechanismus subtil oder offen nutzen.
•    Soziale Ungerechtigkeit und Ausschluss: Wer die technischen Mittel nicht hat oder sich nicht registrieren kann, wird marginalisiert. Armut, mangelnde Dokumente oder Zugang zu digitaler Infrastruktur werden zur Barriere.
Malaysia ist der nächste Schritt – und in welchem System landen wir?
Dass Malaysia nach Ghana nun ebenfalls eine verpflichtende Registrierung von Prepaid-SIMs über eine digitale ID einführt, ist kein Zufall, sondern Teil eines globalen Trends. Länder erkennen den Nutzen – Kontrolle, Verfolgung, digitale Dominanz – und kopieren einander.
Was wir riskieren, ist eine Welt, in der freie Kommunikation, Anonymität und Privatheit nur noch Erinnerungen sind. Jedes „fürs Sicherheitsgefühl“ oder „gegen Betrug“ getroffene Argument muss hinterfragt werden: Welche Kontrollinstanzen existieren? Wie sind Daten gesichert? Wer hat Zugriff? Und – was oft vergessen wird – wie wird betroffenen Menschen geholfen, die abgehängt werden? (12.9.2025)

 
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