55. Jahrgang Nr. 2 / April 2025
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1. Resurrexit sicut dixit!
2. Resurrexit sicut dixit! englisch
3. Christus besiegte den Tod.
4. Bergoglios nächstes Verbrechen
5. Judentum – Christentum – Islam
6. Nachruf auf Gloria Riestra De Wolff
7. Der letzte Tag
8. Unterwerfung als Programm
9. Satanismus
10. Die Wahrheit spielt keine Rolle mehr
11. Wer unter euch ohne Sünde ist
12. Die SCO(Self-Checkout Systeme)Staaten
13. Unbeugsam bis in den Tod
14. Geschwisterliebe
15. Buchbesprechung:
16. Ins rechte Licht gerückt
17. Orban: christliches Erbe bewahren
18. Wir stellen zur Diskussion
19. Mittteilingen .Nachrichten,Nachrichten...
Christus besiegte den Tod.
 
„Christus besiegte den Tod.
Über das Dunkel der Herzen siege sein Licht!“

von
Eberhard Heller

Wer das Glück hat, die Feier der Osternacht mitfeiern zu können, dessen Herz wird brennen, wenn der Priester in der Osternacht nach dem Anzünden der Osterkerze betet: „Wir bitten Dich, allmächtiger Gott, über diese brennende Kerze komme herab der reiche Strom Deines Segen.“ Christus, der Auferstandene ist das Licht, das uns den Weg des Heiles weist. Er hat den Tod der Sünde besiegt und uns so das Leben in Ihm neu geschenkt. „Tod, wo ist dein Stachel?“ Christus hat ihn überwunden durch seinen Tod am Kreuz: Karfreitag war der Höhepunkt Christi Passion. Der Sohn Gottes sieht die Schmerzen, die ihm in den Kartagen zugefügt werden sollen, voraus und bittet den Vater, diesen Kelch, den er leeren soll,  an ihm vorüber ziehen zu lassen. „Nachdem er dann ein wenig weitergegangen war, warf er sich auf sein Angesicht nieder und betete mit den Worten: Mein Vater, wenn es möglich ist, so laß diesen Kelch an mir vorübergehen! Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!“ (Mt. 26,39) Und auch als Christus ans Kreuz genagelt war, protestiert der Sohn: „Und zu der neunten Stunde rief Jesus laut: Eloi, Eloi, lama sabachthani? Das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mk. 15,34) Doch die Treue zu seinem Vater, die unerschütterlich bleib läßt Jesus laut rufen: »Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist!« Mit diesen Worten starb er. (Lk. 23,46)
Hier am Kreuz hat sich vollendet der eine Teil der Offenbarung, warum Gott seinen Sohn in diese Welt entsendet hat: Die Welt durch die Sühne am Kreuz wieder zu entsühnen, die Welt, die Menschen, die sich wieder versöhnen wollen, in seinen Bund hineinzunehmen. Was ist mit Sühne gemeint? Die Aufhebung. d.i. die Auslöschung und Wiedergutmachung von bösen Taten durch die Leistungen einer Person, die das geforderte Äquivalent erbringt, um so die bösen Taten wieder auszugleichen. Diese Sühne beschreibt der hl. Paulus so: Christus ward für uns zur Sünde „Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde werden lassen, damit wir zur Gerechtigkeit Gottes würden in ihm.“ (2. Kor. 5,21) die das geforderte Äquivalent erbringt, um so die böse Tat(en) wieder auszugleichen. Wer ist dazu fähig? Nur eine Person, die selbst sündenlos fähig ist, die Sünden anderer auf sich zu nehmen, so als wären es die eigen. Diese Person ist Christus, der Sündenlose.
Wer setzt die Höhe der Äquivalenzleistungen für die Sünden der Menschen fest? Es ist Gott Vater, der das Leben Seines Sohnes, der ihn als Gegenleistung gegen all die Sünden setzt, die die Menschen begangen haben und noch tun werden. In der Sühne geht es darum, daß ein Nicht-Soll (Sünde) nicht sein soll. Es soll durch die Sühneleistung des Gottessohnes aufgehoben werden, wodurch das Nicht-Soll nicht (mehr) sein soll und dann auch nicht mehr ist.
Der Sohn Gottes sieht die Schmerzen, die ihm in den Kartagen zugefügt werden sollen, besonders durch die Schmach, die ihm durch die Juden, speziell durch den Hohen Priester angetan werden, der ihn , den Gottes Sohn, als Gotteslästerer verurteilen läßt, voraus und bittet den Vater, diesen Kelch, den er leeren soll,  an ihm vorüber ziehen zu lassen. „Nachdem er dann ein wenig weitergegangen war, warf er sich auf sein Angesicht nieder und betete mit den Worten: Mein Vater, wenn es möglich ist, so laß diesen Kelch an mir vorübergehen! Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!“ (Mt. 26,39) Und auch als Christus ans Kreuz genagelt war, protestiert der Sohn: „Und zu der neunten Stunde rief Jesus laut: Eloi, Eloi, lama sabachthani? Das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mk. 15,34) Doch die unerschütterliche Treue zu seinem Vater, der damit auch auf die Absicht seines Kreuzestodes zum Ausdruck bringt, läßt Jesus laut rufen: »Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist!«. (Lk. 23,46)
Ich hatte einmal geschrieben, daß das Opfer Abrahams nur zu verstehen ist, wenn man es mit dem Opfer des Gottes Sohnes in Beziehung setzt: Gott will wissen, daß es für das Opfer seines Sohnes ein Äquivalent bei den Menschen gibt, das durch Abraham erfüllt wurde. Hier schließt sich nun der Kreis. (vgl, Abrahams Opfer und das Opfer Christi, Einsicht, April 2022) Es bleibt die Frage, ob Gott diese, durch seinen Willen so gewollte bedingte Menschwerdung seines Sohnes, also zum Loskauf der Sünden, d.h. zur Sühne der sündigen Menschheit gegenüber den Menschen als bedingungslos offerierte, oder ob er sie an Bedingungen knüpfte, die seitens des Menschen erfüllt sein mußten, um Gottes Vorhaben wirksam werden zu lassen. Denken wir nur an Maria, die den Gottessohn empfing, nachdem sie ihr „Siehe ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort“ (Lk. 1, 38) gesprochen hatte, wobei sie gleichsam einwilligte, ein eheloses Kind zu gebären. Dabei muß man bedenken, daß im Alten Testament wegen der Geburt eines unehelichen Kindes die Mutter aus der Gemeinde ausgeschlossen werden konnte. „Es soll auch kein Hurenkind in die Gemeine des Herrn kommen, auch nach dem zehnten Glied, sondern soll schlecht nicht in die Gemeine des Herrn kommen.“ (5 Mose 23,2) Und selbst Paulus schreibt den Hebräern: „Seid ihr aber ohne Züchtigung, welcher sie alle sind teilhaftig geworden, so seid ihr Bastarde und nicht Kinder.“ (Hebräer 12,8) Also ohne diese Zustimmung wäre Christus nicht geboren worden... und auch nicht ohne Zusage des hl. Joseph, Maria zu sich zu nehmen.
Im Jahr 2014 hatte ich meine österlichen Betrachtungen mit folgenden Sätzen begonnen: „Auch wenn durch das Fest der Auferstehung Christi, also durch die Feier der Osternacht die liturgische Passionszeit beendet ist, die wir durch asketische Übungen in der Fastenzeit versucht haben mitzugestalten, so bleibt für unseren realen kirchlich-religiösen Alltag die Zeit der Leiden und der Prüfungen bestehen. Und eine besonders schwere Prüfung wird auf uns abgeladen, wenn wir der allgemeinen Resignation, der totalen Säkularisation des öffentlichen Lebens entgegensteuern müssen. Da ist die Versuchung aufzugeben und sich in den Strudel der Mitläuferei hereinziehen zu lassen, sehr groß. Allein das Fehlen der von früher her gewöhnten Liturgie, das Mitfeiern der hl. Messe, das den meisten Christen inzwischen verwehrt ist, ist für viele von uns ein herber Verlust, den wir nur ansatzweise durch verschiedene geistliche Übungen kompensieren können… oder auch nicht. Dann verstärkt sich der Eindruck der kirchlichen Verlorenheit, der Einsamkeit ins Unermessliche. Warum schickt uns Gott diese Prüfungen? Womit haben wir sie verdient? Und mancher stöhnt wie Christus am Kreuz: "Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" Wir müssen der Tatsache Rechnung tragen, daß wir in der Zerstreuung, in der Diaspora leben, und das bedeutet zugleich: in der Vereinzelung. Pfr. Carl Sonnenschein, der als Diaspora-Priester aufreibungsvoll gearbeitet hat, beschreibt diesen Zustand so: "Wir stehen in Leere getaucht. (…) Wir sind begraben von der Einsamkeit der Seele. (…) Alle Tradition ist in uns zerschlagen, und wir stehen in Leere getaucht, in Dunkel gestoßen, in Skepsis geschleudert, einsam! O Einsamkeit! Wir sollen uns selber den neuen Weg suchen." (EINSICHT, Mai 2014) Wir erleben diese Gottlosigkeit Tag für Tag, die massiven Christenverfolgungen, neuerdings in Syrien, werden in den Mainstream-Medien schlicht ignoriert. Die Situation hat sich geistig kaum verändert. Beschwerend kommt aber noch hinzu, daß die angeblichen Eliten immer unverhohlener zeigen, daß sie eine Welt ohne Gott anstreben. Und darum müssen wir uns immer bewußter auf das konzentrieren, was uns der Mensch gewordene Gottes-Sohn hinterlassen hat: seine Liebe, ja seine übergroße Liebe, für unsere Sünden zu sterben.
 
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