56. Jahrgang Nr. 1 / Januar 2026
Datenschutzerklärung | Zum Archiv | Suche




1. Christus: Eckstein zwischen Judentum und Christentum
2. BKP: Die Früchte des Zweiten Vatikanischen Konzils
3. Zur skandalösen lehrmäßigen Note
4. Abrahams Opfer und das Opfer Christi
5. Dieser von langer Hand geplante Plan
6. Extreme Zunahme
7. Daemonologie
8. Von Ghana bis Malaysia:
9. E-ID als „digitales Sackmesser“:
10. „Wie funktioniert der Islam?“
11. Hinweis auf ein Video,
12. Stoppt das Queer-Papier für katholische Schulen
13. Abt Adalbert von Neipperg
14. Die USA als Gefahr für den Weltfrieden
15. Die Deutschen sollen nie wieder singen
16. Perfides Albion, Buchbesprechung
17. Tiqua
18. Mitteilungen der Redaktion
19. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
Der letzte Tag
 
Der letzte Tag

Gloria Riestra De Wolff
übersetzt von Annemarie Leutenbauer



Wenn das Ungewitter aus Elend und Glanz meines
Lebens im ruhigen Gold
meines letzten Abends sich kläret,
und mein Engel mir sagt,
daß nun meine Zeit zu Ende,
möchte für jene Stunde gelassen ich haben
zurück ein paar Spuren
wie einen dünnen Faden aus Licht hin zu Dir,
Vater...

Einen Wohlgeruch Deiner diamantenen Klarheit,
die ich durchwandert...
Ich wünsche, es möchte für jene Stunde
vollendet sich haben
Dein Bild und Gleichnis in mir...

Erreicht zu haben, wenn dann die Blicke
sich wenden mir zu,
daß wer Dich kennt, Dich möchte haben gefunden,
und wer Dich nicht kennt,
Dich möchte haben erahnt...

Wenn zuscmmengestürzet mein Zelt in der Wüste,
wünschtc ich, mein Gehcn
von der Karawane derer,
die folgen, möchte den deutlichen Eindruck
ihnen erwecken,
daß wirklich dort ja erst alles beginnt,
beim Abbruch des Zelts in der Wüste...

Und daß wahrlich wir ziehcn unseren Weg
mit soviel Tränen und Durst,
und so lange Zeit vergebens,
wenn nicht am Tag,
da sich kläret das Ungewitter des Lebens,
wir lassen zurück ein paar Spuren
wie einen dünnen Faden aus Licht,
hin zu Dir...
 
(c) 2004-2018 brainsquad.de