56. Jahrgang Nr. 5 / September 2026
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1. Bischöfliche Erklärung
2. Korrespondenz mit dem Team von Unam Sanctam
3. Hinweis zu Unam Sanctam
4. Sprüche der Väter
5. Hochwürden, Hochwürden
6. Für Rußland, seine orthodoxe Identität
7. Abt Nikodemus Schnabel warnt
8. Stoppt das „Queer-Papier“ für katholische Schulen
9. Ex oriente lux!
10. Neue Klostergründung
11. Bischof Carlo Maria Viganò,
12. 80 Messerangriffe – jeden Tag:
13. Inschallah: Was uns bald ganz konkret bevorsteht
14. Zeitschriftenkritik
15. Hinweis der Redaktion
16. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
Der letzte Tag
 
Der letzte Tag

Gloria Riestra De Wolff
übersetzt von Annemarie Leutenbauer



Wenn das Ungewitter aus Elend und Glanz meines
Lebens im ruhigen Gold
meines letzten Abends sich kläret,
und mein Engel mir sagt,
daß nun meine Zeit zu Ende,
möchte für jene Stunde gelassen ich haben
zurück ein paar Spuren
wie einen dünnen Faden aus Licht hin zu Dir,
Vater...

Einen Wohlgeruch Deiner diamantenen Klarheit,
die ich durchwandert...
Ich wünsche, es möchte für jene Stunde
vollendet sich haben
Dein Bild und Gleichnis in mir...

Erreicht zu haben, wenn dann die Blicke
sich wenden mir zu,
daß wer Dich kennt, Dich möchte haben gefunden,
und wer Dich nicht kennt,
Dich möchte haben erahnt...

Wenn zuscmmengestürzet mein Zelt in der Wüste,
wünschtc ich, mein Gehcn
von der Karawane derer,
die folgen, möchte den deutlichen Eindruck
ihnen erwecken,
daß wirklich dort ja erst alles beginnt,
beim Abbruch des Zelts in der Wüste...

Und daß wahrlich wir ziehcn unseren Weg
mit soviel Tränen und Durst,
und so lange Zeit vergebens,
wenn nicht am Tag,
da sich kläret das Ungewitter des Lebens,
wir lassen zurück ein paar Spuren
wie einen dünnen Faden aus Licht,
hin zu Dir...
 
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