Weihnachten einst und Weihnachten im Jahre 1973
von Walter W.E. Dettmann
Bei der Herbergesuche in Bethlehem wurde Maria abgewiesen, weil niemand wußte, wer das Kind war, das sie trug. Beim sogenannten Zweiten Vatikanischen Konzil aber wurde Maria abgewiesen, obwohl alle Bischöfe Den kennen mußten, den sie getragen hatte. Die Bischöfe wollten die Welt - die heutige Welt - nicht mit einer neuen Verkündigung des Ruhmes der Gottesmutter belästigen. Die deutschen Bischöfe wollten sogar die Bezeichnung "Unbefleckte Empfängnis" abschaffen.
Am ersten Weihnachtsfest freute sich Maria über die Hirten von Bethlehem. Heute aber beklagt sie sich über die Oberhirten der Kirche.
Die Hirten von Bethlehem beteten das göttliche Kind an. Die heutigen Oberhirten schaffen die Anbetung ab. Die alten Hirten von Bethlehem hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Die heutigen Oberhirten überlassen ihre Herde den reißenden Wölfen. Die alten Hirten wurden von der Herrlichkeit Gottes umstrahlt. Die heutigen Oberhirten lieben die Finsternis der neuen Liturgie mehr als das Licht des hochheiligen Meßopfers. Den alten Hirten verkündete ein Engel, daß der Heiland geboren wurde. Den heutigen Oberhirten verkünden die sieben Posaunenengel der Geheimen Offenbarung, daß der Sohn Gottes zum Gericht kommen wird. Die alten Hirten gingen eilends hin und fanden Maria und Josef und das Kind? Das in einer Krippe lag. Die heutigen Oberhirten gehen eilends hin und lassen Maria und Josef und den Tabernakel aus den Gotteshäusern entfernen. Als die alten Hirten das Kind sahen, "verstanden sie, was von diesem Kinde gesagt worden war" nämlich, daß es Christus, der Herr? ist. Die heutigen Oberhirten verstehen nicht mehr, daß der Heiland in der Brotgestalt wirklich der Herr ist. Alle Menschen, die damals von den Ereignissen hörten, "wunderten sich über das, was die Hirten ihnen erzählten". Wir heutigen Katholiken wundern uns auch über das, was unsere Oberhirten über den "Ökumenismus" zu erzählen versuchen. Die alten Hirten kehrten von der Krippe zurück und lobten und priesen Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten. Die heutigen Oberhirten dagegen kehrten vom sogenannten Zweiten Vatikanischen Konzil zurück und vergaßen und verleugneten alles, was sie vorher gehört und gelernt hatten. Die Worte der alten Hirten von Bethlehem bewahrte Maria in ihrem Herzen. Diese Worte waren für sie so, als ob sie selbst die Menge der himmlischen Heerscharen gesehen und das GLORIA IN EXCELSIS DEO gehört hätte.
Aber die zweideutigen Worte unserer Oberhirten beim sog. Konzil kann Maria nur verabscheuen.
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