DIE DIENER BEI DER HOCHZEIT ZU KANA
von Walter W.E.Dettmann
Die Diener bei der Hochzeit von Kana mußten verschiedene Dinge tun, die sie selbst anfangs gar nicht verstanden und die auch anderen Menschen unverständlich waren. Die sechs steinernen Krüge wurden nur vor der Mahlzeit, nicht aber während derselben zur Reinigung gebraucht. Jetzt sollten die Diener die Krüge während der Mahleit ganz mit Wasser füllen, obwohl die vorgeschriebenen Reinigungen längst vorbei waren. Die Mutter Jesu hatte aber eine so wunderbar sichere Überredungsgewalt, daß die Diener dem Heiland aufs erste Wort gehorchten.
Dann mußten die Diener von allen sechs Krügen, die von Hause aus nur zum Reinigen der Hände bestimmt waren, dem Speisemeister eine Kostprobe bringen? Sie gehorchten nochmals ohne Widerrede und nahmen, wie wenn sie es schon jahrelang so getan hätten, die sechs Kostproben und gingen damit zum Speisemeister. Die Diener redeten nicht ein einziges überflüssiges Wort dabei, wie es guten Dienern ansteht. Sie waren ganz und gar überzeugt und gefangen vom heiligen Ernst Marias und ihres göttlichen Sohnes und wußten, daß Jesus und Maria ihnen zuschauten.
So wie über die Diener bei der Hochzeit von Kana hat der göttliche Heiland bisher über die Priester der katholischen Kirche beim heiligen Meßopfer verfügen können. Die römisch-katholischen Priester haben das heilige Meßopfer bisher peinlich genau so gefeiert, wie es die Kirche durch den Mund Papst Pius' V. vorgeschrieben hatte. Die Priester wußten, daß alle vorgeschriebenen Zeremonien ein heiliger Befehl waren.
Heute, nach dem sogenannten Zweiten Vatikanischen Konzil, ist es leider nicht mehr so. Die heutigen Diener gehorchen nicht mehr, weil Paul VI. selbst das schlimmste Beispiel des Ungehorsams gibt. Paul VI. hört nicht auf die Gottesmutter; er hört auf die Feinde der seligsten Jungfrau Maria. Er will alles besser wissen als Jesus selbst. Jenen Befahl, den Jesus den "Dienern", nämlich seinen Aposteln gegeben hatte, hat Paul VI. geändert. Er hat nicht nur die Wandlungsworte, sondern die eigentliche Definition des heiligen Meßopfers geändert. An eine solche Änderung hatte bisher noch kein einziger Papst auch nur im entferntesten gedacht.
Wenn die Diener bei der Hochzeit von Kana den Befehl Jesu nicht so ausgeführt hätten, wie er gegeben worden war, dann wäre das Wunder nicht gewirkt worden. Ebenso ist es beim heiligen Meßopfor. Das Wunder der hl. Wandlung kann nicht gewirkt werden, wenn man das sogenannte neue Meßbuch Pauls VI. oder ähnliche moderne Bücher benützt, weil dort die heiligen Worte Jesu so geändert worden sind, wie es die Feinde der heiligen Wandlung, nämlich die Protestanten, in Rom während der Jahre 1962 und 1963 beim sogenannten Einheitssekretariat des "Konzils" wünschen durften.
Das, was einst die Kirchenversammlung von Florenz im Jahre 1439 über die unveränderlichen Wandlungsworte gesagt hatte, ist von Paul VI. mißachtet worden. Paul VI. gehorcht weder der seligsten Jungfrau Maria noch ihrem göttlichen Sohne Jesus Christus; er gehorcht nicht der ununterbrochenen strengen Überlieferung seiner Vorgänger: Er gehorcht nur dem durch und durch glaubensfeindlichen "Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils". Paul VI. macht das himmlische Hochzeitsmahl zuschanden. Er ist kein guter Diener auf der Hochzeit von Kana. Bei der Hochzeit von Kana in Galiläa machte Jesus den Anfang seiner Wunder auf Erden. Paul VI. dagegen "beendet, soweit es an ihm liegt, die ununterbrochene Folge der göttlichen Wunder auf Erden. Er ist kein guter Diener auf der Hochzeit von Kana: er stiftet keine Einigkeit unter den Hochzeitsgästen, sondern Unfrieden und Uneinigkeit. |