DIE VERSUCHUNGEN JESU
(Matth. 4, 1-6)
vom
hl. Petrus Chrysologus
Bischof von Ravenna um 433
Was menschliche Wißbegier, was der Alten Forschergeist, was der Welt
Weisheit suchend und lange suchend nicht finden konnte, das läßt uns
die göttliche Offenbarung so leicht wissen und nicht wissen. Woher das
Übel? Woher die Schuld? Woher die Macht der Laster? Woher die Flut der
Verbrechen? Woher der Kampf des Fleisches? Woher der Kampf der Seele?
Woher des Lebens große Not? Woher des Todes so grauenvoller
Schiffbruch? Alles dies wüßte der Mensch nicht, wenn die Offenbarung
Gottes es uns nicht gezeigt hätte als Werk des Teufels. Satan ist des
Übels Urheber, die Quelle der Bosheit, der Feind der Welt, des
glücklichen Menschen nimmermüder Hasser, er ist es, der die Schlinge
legt, den Fall bereitet, die Grube gräbt, den Untergang verursacht, die
Fleischeslust erregt, die Geister gegeneinander aufreizt. Er ist es,
der die Gedanken eingibt, die Zornesausbrüche auslöst, die Tugend
ausliefert dem Haß, die Liebe preisgibt dem Laster; er ist es, der den
Irrtum sät, Zwietracht nährt, den Frieden zerstört, die Liebe verjagt,
die Einheit zerreißt. Er ist es, der immer nur Böses, nie Gutes sinnt;
er ist es, der Gotteswerk verletzt und Menschenwerk versucht. Ja, bis
an Christus selbst wagt er sich heran, der verwegene Versucher, wie es
heißt: "Und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte,
danach hungerte ihn. Und der Versucher trat hinzu und sprach zu ihm:
'Wenn du Gottes Sohn bist, sprich, daß diese Steine Brot werden!'"
Die dies vernehmen, sollen aufhören, gegen Gott zu eifern. Sie sollen
nicht die Natur beschuldigen, den Schöpfer nicht schmähen, das Fleisch
nicht anklagen, über den Geist sich nicht beschweren, den Zeiten keine
Schuld zuweisen, nichts den Sternen zur Last legen. Sie sollen davon
ablassen, die unschuldige Natur zu schmähen; sie sollen gestehen, daß
das Böse hinzugekommen ist, und nichts Geschaffenes ist. Sie sollen
Gott als den Schöpfer des Guten, den Teufel aber als den Erfinder des
Bösen anerkennen, und so sollen sie dem Teufel das Böse, Gott aber das
Gute zuschreiben. Sie sollen das Böse meiden, das Gute tun. Sie sollen
in ihren guten Werken Gott zum Helfer haben, der das Können gibt zu
dem, was er befiehlt, und selbst das tut, was er befiehlt. Denn wie der
Teufel uns treibt zum Bösen, so führt uns Gott zum Guten. Niemand soll
also den Lastern folgen, als seien sie ihm anerschaffen. Niemand soll
der Natur zuschreiben, was eine Tat des Lasters ist, sondern er soll
mit Christus die Waffen des Fastens ergreifen und so die anstürmenden
Laster vertreiben, das Heer der Verbrechen zu Boden werfen und unter
der Fahne Christi den Sieg erringen über den Urheber des Bösen. Ist
nämlich der Teufel besiegt, dann werden die Laster keine Gewalt mehr
haben; denn wenn der Herrscher getötet ist, lösen sich die Heere des
Herrschers auf in wilder Flucht. Vernimm, was der Apostel sagt: "Wir
haben nicht zu kämpfen wider Fleisch und Blut, sondern wider die
Geister der Bosheit in den Himmelshöhen" (Eph 6,12).
"Dann", heißt es, "wurde Jesus vom Geiste in die Wüste geführt."
(Matth. 4,1) Nicht vom Teufel! Es sollte sein der Lauf eines Gottes,
nicht das Gehen eines Menschen. Es sollte sein das Werk des
allwissenden Gottes, nicht der menschlichen Unwissenheit; es sollte
sein ein Erweis der Kraft Gottes, nicht aber der Macht des Feindes. Der
Teufel sucht immer die Anfänge des Guten zu verhindern. Er untergräbt
schon die ersten Versuche der Tugend. Das Werk der Heiligkeit sucht er
schon gleich beim Entstehen zu vertilgen. Er weiß ja, daß er es nicht
mehr unterwühlen kann, wenn es einmal festgegründet ist. Wohl wußte
dies Christus, und doch gestattete er dem Teufel, ihn zuversuchen,
damit der Feind durch seine eigene Schlinge gefesselt und gefangen
würde, eben dadurch, wodurch er glaubt, fangen zu können, und damit er,
so von Christus besiegt, auch den Christen nicht mehr nahen
könnte.
"Und als er", heißt es, "vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet
hatte." (Matth. 4,2) Ihr seht, Brüder, warum wir vierzig Tage lang
fasten. Es ist nicht menschliche Erfindung, es ist eine von Gott selbst
gegebene Einrichtung, es ist ein Geheimnis, nicht bloß Willkür. Es
entsteht nicht nach irdischer Sitte, sondern entspringt dem himmlischen
Ratschluß. Die vierzigtägige Fastenzeit, die vierfache Zehnzahl deutet
ja die vollkommene Glaubenslehre an, denn in der Vierzahl liegt die
Vollkommenheit. Was aber die Vierzahl und die Zehnzahl an Geheimnissen
im Himmel und auf der Erde in sich bergen, können wir jetzt nicht
weiter auseinandersetzen. Darum laßt uns die Erörterung über das
Fasten, die wir schon begonnen haben, weiter fortsetzen.
"Und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte." Mensch!
Gott fastet nach dir, hungert nach dir: er fastet ja nur für dich, er
hungert nur für dich; denn da er keiner Speise bedarf, kann er nicht
hungern. Um deinetwillen also fastet der Herr, um deinetwillen hungert
er. "Und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, danach
hungerte ihn." Das ist nicht ein Zeichen der Schwäche, sondern ein
Beweis der Kraft. Denn wenn es heißt: "danach hungerte ihn", so
ist erwiesen, daß er vierzig Tage und vierzig Nächte nicht gehungert
hatte. Den Hunger fühlen und ihn stillen, ist ein Zeichen der
menschlichen Schwäche. Aber ein Zeichen göttlicher Kraft ist es, keinen
Hunger zu empfinden. Christus wird also nicht geschwächt durch das
Fasten, er hungert nicht aus Hunger, sondern es hungert Christus, damit
der Teufel Anlaß fände zur Versuchung - an den Fastenden wagte er ja
nicht heranzutreten; denn den der so fastete, erkennt er als Gott,
nicht als Menschen. Dann erst erkennt er den Menschen, den sterblichen
Menschen, dann erst glaubte er, ihn versuchen zu können, als er, der
schlaue Spion, ihn hungern sah.
"Und der Versucher trat hinzu und sprach." Er trat hinzu mit der List
des Versuchers, nicht mit der Liebe des Dieners. Er trat zurück mit
größerer Schande, als er, der Unverschämte, hinzugetreten war. Doch
laßt uns hören, was er dem Hungrigen anbot:
"Sprich, daß diese Steine Brot werden!" Er bietet Steine dem Hungrigen.
Das ist die Liebenswürdigkeit des bösen Feindes immer. So nährt nur der
Urheber des Todes, so nur der Neider des Lebens.
"Sprich, daß diese Steine Brot werden!" Satan! Es läßt dich deine
Klugheit im Stich. Er, der Steine in Brot verwandeln kann, er kann auch
den Hunger wandeln in Sättigung. Was soll ihm dein Rat nützen, dem
seine eigene Kraft genügt?
"Sprich, daß diese Steine Brot werden!" Satan! Du hast dich verraten, aber deinen Herrn nicht gespeist.
"Sprich, daß diese Steine Brot werden!" Du Elender! Du willst schlecht
sein, kannst es aber nicht; du sehnst dich nach einer Versuchung, aber
verstehst es nicht; du hättest dem Hungrigen zarte Speise reichen
sollen, aber nicht hartes Brot; du hättest den Hunger durch süße Speise
lindern sollen, aber nicht durch so rauhe Speise; du hättest den Hunger
nicht durch abschreckende, sondern durch schmackhafte Speise stillen
sollen! Mit solchen Lockmitteln könntest du nicht einmal des Menschen
Sohn gefangen nehmen, geschweige denn den Gottessohn. Merke, du
Versucher! Vor dem Auge Christi müssen deine Teufelskünste dir
zuschanden werden.
"Sprich, daß diese Steine Brot werden!" Aus den Steinen kann der Brot
machen, der Wein in Wasser verwandelt hat. Aber Wunder werden nur
gewirkt für den Glauben, nicht für den Betrug. Wunderzeichen sind zu
gewähren dem Gläubigen, aber nicht dem Versucher. Und sie sollen
gewirkt werden zum Heile des Bittenden, nicht aber zur Schmach des
Wirkenden.Satan! Was sollen also die Wunderzeichen dem, dem ja nichts
zum Heile ist, dem ja alles nur zur Strafe dient, dem ja auch
Wunderzeichen nur zum Falle sind?
Doch vernimm die Antwort, damit du auch dich selbst kennen lernst und
dem Schöpfer dich unterwirfst. "Nicht vom Brote allein lebt der Mensch,
sondern von jedem Worte, das aus dem Munde Gottes kommt." (Matth. 4,4)
Vernimm, daß das "Wort des Vaters" hungert nach den Worten unseres
Heiles - nicht nach Brot -, und daß er nur besorgt ist, daß der Mensch
immer lebe vom himmlischen Brote und nicht vom irdischen, und er immer
so für Gott lebe, daß er seine eigene Schwachheit vergesse, denn das
ist das wahre Leben, das keinen Angstschweiß kennt, keine Schmerzen
leidet und kein Ende findet.
Weil wir die Frühlingsfasten, die Zeit der Geisteskämpfe herangekommen
sehen, wollen wir wie Streiter Christi ablegen die leibliche und
geistige Trägheit und hineilen auf den Kampfplatz der Tugend, damit wir
die Glieder, die in winterlicher Ruhe erschlafft sind, wieder stählen
mit himmli-schen Waffenübungen. Ein Jahr haben wir dem Leibe gewidmet;
(ein paar) Tage wollen wir nun der Seele gönnen. Eine lange Zeit haben
wir uns selbst geschenkt, einen kurzen Augenblick wollen wir dem
Schöpfer opfern: ein wenig nur laßt uns Gott leben, die wir ja sonst
ganz der Welt gelebt haben. Häusliche Sorgen wollen wir beiseite legen,
bleiben wollen wir im Heerlager der Kirche. Wachen wollen wir im Heere
Christi und nicht suchen den Schlaf auf weichem Pfühle. Den Helden
wollen wir uns anschließen und uns losreißen von sanften Umarmungen.
Ein Verlangen nach sieghaftem Triumph soll uns erfüllen, die Liebkosung
der Kleinen soll uns nicht davon abhalten. In unseren Ohren töne die
Stimme Gottes, der Lärm des Familienlebens soll unser Ohr nicht
ver-wirren. Kärgliche Speise laßt uns nehmen von dem himmlischen
Markte, die Fülle des irdischen Luxus soll uns nicht locken. Das Maß
der Nüchternheit wollen wir wahren beim Becher, nicht Trunkenheit soll
verzehren unsere Kraft! Was wir sonst noch erübrigen von unserem
Lebensunterhalt, soll mit uns genießen der dürftige Mitstreiter. Nichts
sollen wir vergeuden in verderblicher Verschwendung, im heißen Kampfe
wirst du zum Helfer haben den hungernden Genossen, mit dem du dein Brot
teilst.
So gestärkt, Brüder, so belehrt, sollen wir den Kampf ansagen der
Sünde, sollen wir den Kampf führen gegen die Verbrechen, Krieg
ankündigen den Lastern, erfüllt von Siegesgewißheit. Denn wider die
himmlischen Waffen vermögen nichts die irdischen Feinde, gegen den
himmlischen König können nicht bestehen die feindlichen Mächte der
Welt. Gegen uns vermag feindliches Verderben nicht anzustürmen, wenn
wir in Glaubensbereitschaft festgegründet. Auch der Teufel wird durch
seine Listen nicht überrumpeln die Vorsichtigen, die Wachsamen, die
Nüchternen, ja er wird uns, die wir so gerüstet sind, nicht wagen, in
offenem Kampfe anzugreifen, nicht versuchen, uns mit List zu nahen.
Unser Geist möge bleiben im himmlischen Lichte und so aufdecken und
umge-hen die trügerischen und geheimen Nachstellungen des Teufels! Denn
der Teufel ist ja seiner Natur nach böse, er wird aber noch boshafter,
wenn er gereizt wirt. Höre ja, wie der Apostel sagt: "Der Teufel geht
umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge" (1 Petr.
5,8).
Wenn wir also fasten, hungert der Teufel, der sich immer sättigt an
unserer Schuld. Er ist es, der unser Essen führt zur Völlerei, der uns
den Becher füllt zur Trunkenheit, damit er den Geist verwirre, das
Fleisch beflecke, damit er den Leib, die Wohnung des Geistes, das Gefäß
der Seele, die Mauer des Geistes, die Pflanzstätte der Tugenden, den
Tempel Gottes umwandle zum Kampfplatz der Verbrechen, zum Schauplatz
der Laster, zum Theater des Genusses. Er ist es, der sich sättigt, der
Lust empfindet, der sich erfüllt mit unserem Mahle, wenn uns die
Schwelgerei entnervt, die Begierde uns aufstachelt, der Luxus uns
hinreißt, der Ehrgeiz uns treibt, der Zorn uns drängt, die Wut uns
erfüllt, der Neid uns entzündet, die Lust uns entflammt, die Sorgen uns
bekümmern, Streitigkeiten uns quälen, Gewinnsucht uns gefangen nimmt,
der Wucher uns fesselt, Schuld-scheine uns knebeln, Geldsäcke uns
drücken, Goldgier uns zugrunde richtet. Wenn die Tugend erstirbt, lebt
das Laster auf, die Lust ergießt sich in uns, die Ehrenhaftigkeit geht
verloren; die Barmherzigkeit schwindet, die Habsucht nimmt überhand,
Verwirrung herrscht, die Ordnung un-terliegt, die Zucht liegt am Boden.
Dies alles streitet gegen den Streiter Christi: es sind die "Kohorten
des Satans, des Satans Legionen. Sie sind es, die die Welt mit Gräbern
erfüllten, die Völker zu Boden warfen, die Nationen verwüsteten, den
ganzen Erdkreis in Sklavenketten legten. Sie sind es, denen aus sich
kein Sterblicher entgegentreten kann. Deshalb kam, sie zu besiegen,
Gott selbst. Des Himmels König stieg selbst herab - deshalb kam er als
einzigartiger Sieger herab (vom Himmel) und stellte als Schutzwehr auf
das vierzigtägige Fasten, damit er durch des Fastens vierfache Zehnzahl
die gesamte Vierheit der Welt umschirme mit einer unüberwindlichen
Mauer.
Wir wissen, Brüder, daß das Fasten ist die Mauer des Geistes, die Fahne
des Glaubens, die Standarte der Keuschheit, das Siegeszeichen der
Heiligkeit. Dem Adam hätte das Fasten erhalten das Paradies, aber die
Unenthaltsamkeit vertrieb ihn. Das Fasten bewahrte den Noe in der
Arche, während die Unenthaltsamkeit die Welt ertrinken machte. Durch
das Fasten löschte Lot den Brand Sodomas, er, der später verzehrt wurde
durch das blutschänderische Feuer, weil er trunken war. Das Fasten ließ
des Moses Antlitz leuchten von göttlicher Glut, während das Eß- und
Trinkgelage das Volk Israel warf in die Finsternis des
gözendienerischen Irrtums. Das Fasten trug den Elias zum Himmel
empor, während die Trunkenheit den ruchlosen Achab zur Hölle hinabwarf.
Das Fasten machte den Johannes zum größten unter den vom Weibe
Geborenen, während Unmäßigkeit den König Herodes machte zum Mörder auf
Weiber Befehl.
Das vierzigtägige Fasten, Brüder, hat die uralten Listen des Satans uns
verraten und kundgemacht; denn der Teufel, der Christus, so lange er
Nahrung zu sich nahm, verachtet hatte, ihn, so lange er trank, nur als
einen Menschen angesehen hatte, vermutet in ihm den Gott, als er ihn
fasten sah und bekennt ihn als Gottessohn:
"Wenn du Gottes Sohn bist", heißt es, "sprich, daß diese Steine Brot
werden". Wenn er so sprach, will er uns den Menschen zeigen, nicht den
Gott; er will nicht Speise ihm reichen, sondern das Fasten ihm nehmen.
"Wenn du Gottes Sohn bist, sprich, daß diese Steine Brot werden!" Denn
am Ende des Fastens verlangt nach Brot nicht göttliche Kraft, sondern
menschliche Schwäche. Gott aber ermattet ge-wiß nicht so durch Hunger,
daß er sich nicht mit Nahrung versorgen könnte, was doch in seiner
Macht liegt.
In dem, was folgt, verrät uns der Teufel selbst seine Versuche: "Wenn
du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab!" Gewiß will er hier den
Menschen wieder versuchen, indem er ihm nicht einen Flug in die Höhe,
sondern einen Sturz in die Tiefe anrät; denn für den Menschen ist der
Aufstieg immer schwierig, zum Sturz aber ist er so leicht geneigt.
"Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab!" Du irrst, Satan! Du
verstehst das Versuchen nicht; Gott kann ja nicht
fallen.
"Alsdann zeigte er ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und
sprach zu ihm: Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und
mich anbetest."(Matth. 4,9) O, was wagt doch der Teufel! Zu Gott
sprach er: "Bete mich an!" Aber nicht lange danach sollte er den als
Gott erkennen durch seine Wunderwerke, und als Richter für seine
Schuld, den er (eben noch) durch seine Verspre-chungen bittend drängte;
denn in Christi Namen in der Kraft seines heiligen Fastens fing der
Teufel an zu fliehen aus den Leibern, die er in Besitz genommen hatte,
um zitternd dem die Ehre zu geben, dem er in seinem Hochmute so schlau
Schmach zugefügt hatte. Durch das Fasten überwand (Christus den
Teufel), um dadurch uns die Kraft zum Siege und den Weg zum Siege zu
sichern. "Dieses Geschlecht", heißt es, "wird nicht anders ausgetrieben
als durch Fasten und Gebet." (Matth. 17,20)
Laßt uns also fasten, Brüder, wenn wir Christo nacheifern wollen, wenn
wir überwinden wollen die trügerischen Verführungskünste des Teufels!
(aus den Predigten über das Matthäus-Evangelium, 7. und
8. Vortrag, in: "Bilbliothek der Kirchenväter", Bd.43, München 1923, S.
50-59)
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