47. Jahrgang Nr. 4 / November 2017
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Das Konzil von Trient, Glorie der Kirche
 
"Das Konzil von Trient, Glorie der Kirche"

von
Don Davide Pagliarani,
übersetzt von Dr.Alfons Benedikter

Warum ist das Trientner Konzil so wichtig in der Kirchengeschichte? Vor allem weil es die katholi-sche Lehre gegen die protestantische Irrlehre bekräftigt, aber besonders weil es das für den Westen typische und dem Römertum eigene anthropologische Gleichgewicht rettet. Es handelt sich um ein Gleichgewicht, das schon die alten Römer besaßen und das die in Rom verkörperte katholische Kirche annimmt, indem sie es offensichtlich mit dem ihr eigenen übernatürlichen Element verbindet und es zusammen mit dem Glauben in die ganze Welt “ausführt”; es geht genauer gesagt um das Gleichgewicht zwischen dem aktiven und dem beschaulichen Leben, zwischen dem, was ich glaube, und dem, was ich dementsprechend tue; es handelt sich nicht nur um ein westliches, sondern typisch lateinisches, römisches und daher typisch katholisches Gleichgewicht, wir werden sehen, wie der Protestantismus dieses Gleichgewicht zerstört und damit ein anderes dem ersteren, herkömmlichen, fremdes Europa erschafft; wir werden daher feststellen, wie das Trientner Konzil dieses Gleichgewicht gerettet hat. (S.13)

Wir können behaupten, dass das Trientner Konzil ganz und gar auf die Reform des Priestertums setzt. Jeder Aspekt der Krise wird letzten Endes ausgelegt im Zusammenhang mit den dem Priestertum in der Kirche obliegenden Pflichten. Rund die Hälfte der Dekrete des Konzils sind Reformdekrete, welche die Aushebung (Rekrutierung), die moralische und gelehrte Bildung sowie die disziplinäre Bestrafung der Missbräuche des Klerus neu den Erfordernissen entsprechend regeln sollen, ein Großteil der diese Reform betreffenden Dekrete und Kanones werden Bestandteil des Codex des kanonischen Rechts von 1917. (S.15)
Wenn der Glaube allein rettet und dieser Glaube so stark sein muss, wie Luther sagte, dass er die Schwere der Sünde aufwiegt, dann besteht der Glaube nicht mehr in der Zustimmung des Verstandes zu übernatürlichen Wahrheiten, sondern im absoluten Vertrauen auf Gott, so dass die Echtheit des Glaubens nicht mehr am dogmatischen Inhalt, sondern an der Intensität gemessen wird. Wenn der Glaube etwas Persönliches ist, das mich mit Gott verbindet und das derart intensiv sein muss, um die Sünde zu besiegen, dann braucht es keine Kirche mehr, die mir die echte Lehre beibringt und Dogmen vorstellt, dann lebe ich den Glauben rein persönlich; hier entdeckt Ihr die Wurzel des Hauptkrebses des Modernismus, den Individualismus. (S.15)

(Auszüge aus “Controrivoluzione”, Organo ufficiale dell’Anti 89, Bimestrale, nn. 69-71, agosto 2000 - gennaio 2001)
 
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