48. Jahrgang Nr. 2 / April 2018
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1. Himmelfahrt
2. Christus ward für uns zur Sünde.
3. Die Gottesfrage
4. Betrachtungen über das Gebet
5. Ein aufschlußreiches Interview
6. Tausende katholische Ex-Muslime
7. Der Islam und kein Ende
8. Gehört der Islam zu Deutschland?
9. Asyl, Flüchtlinge, Verfolgte, Zuwanderer
10. Buchbesprechung
11. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten...
12. Mitteilungen der Redaktion
Der letzte Tag
 
Der letzte Tag


von
Gloria Riestra De Wolff
übersetzt von Annemarie Leutenbauer

Wenn das Ungewitter aus Elend und Glanz
Meines Lebens im ruhigen Gold
meines letzten Abends sich kläret,
und mein Engel mir sagt,
daß nun meine Zeit zu Ende,
möchte für jene Stunde gelassen ich habe
zurück ein paar Spuren
wie einen dünnen Faden
aus Licht hin zu Dir, Vater...

Einen Wohlgeruch Deiner
diamantenen Klarheit,
die ich durchwandert...
Ich wünsche, es möchte für jene Stunde
vollendet sich haben
Dein Bild und Gleichnis in mir...

Erreicht zu haben, wenn dann
die Blicke sich wenden mir zu,
daß wer Dich kennt,
Dich möchte haben gefunden,
und wer Dich nicht kennt,
Dich möchte haben erahnt...

Wenn zusammengestürzet mein Zelt in der Wüste,
wünschte ich, mein Gehen von der Karawane
derer, die folgen, möchte
den deutlichen Eindruck ihnen erwecken,
daß wirklich dort ja erst alles beginnt,
beim Abbruch des Zelts in der Wüste...

Und daß wahrlich wir ziehen unseren Weg
mit soviel Tränen und Durst,
und so lange Zeit vergebens,
wenn nicht am Tag, da sich kläret
das Ungewitter des Lebens,
wir lassen zurück ein paar Spuren
wie einen dünnen Faden aus Licht,
hin zu Dir...
 
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